Kritik

Veröffentlicht am 29.11.2019 | von Julius Tamm

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FEEDBACK – Filmkritik

„If for ever reason the broadcast is cut you gonna pay for it“ – Anthony

Ein Geheimnis kann gefährlich werden. Im Verborgenen wächst und gedeiht es bis es irgendwann mit unkontrollierbarer Wucht hervorbricht. In Sekundenschnelle kann sich alles um 180 Grad drehen und aus trügerischer Sicherheit wird ein Albtraum. Regisseur Pedro C. Alonso skizziert in seinem neuen Thriller Feedback wie es ist, wenn wir etwas hinter uns lassen und die vergessen, die das nicht geschafft haben. 

Der Radiosender DBO scheint ein sehr erfolgreiches Unternehmen zu sein. In einem durchgestylten Penthouse-Büro eines Londoner Wolkenkratzers produzieren dutzende Journalist*innen ein Programm von Musik bis Polit-Talks. Mitten unter ihnen der kontroverse Late-Night-Moderator Jarvis Dolan (Eddie Marsan). Seine Show besteht aus Kommentaren zu Politik und Gesellschaft, sowie Promi-Interviews. Gemeinsam mit seinem Produzenten Anthony (Alexis Rodney) hat er für seine nächste Show etwas Besonderes geplant – ein Interview mit Jarvis ehemaligem Band-Kollegen und Freund Andrew (Paul Anderson). Kurz nachdem Jarvis auf Sendung gegangen ist, kommt es jedoch zu ersten Schwierigkeiten und er kann sein Team außerhalb des Aufnahmeraums nicht mehr erreichen. Innerhalb weniger Augenblicke eskaliert die Situation als dem Moderator bewusst wird, dass sein Studio von zwei maskierten Männern besetzt wurde, die das Leben seiner Crew bedrohen. Die Angreifer zwingen ihn, die Show weiterlaufen zu lassen und konfrontieren Jarvis mit seiner Vergangenheit. 

Feedback ist ein willkürlich zusammengeworfener Haufen von übertriebener Gewaltdarstellung, unschlüssiger Plot-Entwicklung und moralisch verwerflichen Aussagen. Der Film von Pedro C. Alsonso wirkt, als hätte der Regisseur einzelne unzusammenhängende Ideen gehabt, die er einfach aneinanderreihte bis am Ende ein Spielfilm bei rumkam. Die Figuren sind flach geschrieben, dramatische Aspekte wie die Masken der zwei Geiselnehmer haben keinerlei Bedeutung für die Geschichte und am Ende steht ein mordender Vergewaltiger als ungesühnter Held da. Noch dazu wird die einzig starke Frauenrolle in Alonsos Film als hysterisches Mädchen dargestellt, das gefühlsgeleitet handelt und eigentlich nicht weiß, was es genau will. Stumpfes, chauvinistisches Kino vom Feinsten.

Feedback (2019)
Regie: Pedro C. Alonso
Darsteller: Eddie Marsan, Paul Anderson, Ivana Baquero, Richard Brake, Oliver Coopersmith
DVD-VÖ: 29. November 2019, Pandastorm (Edel

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Über den Autor

Hat irgendwas mit Medien studiert, schaut gerne Filme und trinkt zu viel Tee. Schreibt für bedroomdisco, FRIZZ Darmstadt und bei hr-iNFO Online



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