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Veröffentlicht am 1.04.2020 | von Dominik

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ROLLING BLACKOUTS COASTAL FEVER – frustrierende Distanz


Foto-© Peter Ryle

Die Band mit dem Namen, den man sich so schlecht merken kann ist zurück: Rolling Blackouts Coastal Fever sind seit ihrem 2018er Debüt Hope Downs überall in aller Munde – also zumindest bei den Gaumenfreunden von treibenden, wie leidenschaftlichen Indie-Gitarrenpop! Drum sind die Australier nicht nur beim Kultlabel Sub Pop unter Vertrag, ihr erstes Album schaffte es auch auf diverse Jahresbestenlisten, was natürlich die Erwartungen für einen Nachfolger direkt mal in die Höhe schraubt.

Nachdem sie in 2019 schon eine Doppelsingle In The Capital & Read My Mind veröffentlicht haben und zuletzt auch noch den Ohrwurm Cars In Space nachlegten, kündigen die fünf nun ihr neues Album Sideways To New Italy für den 5. Juni via Sub Pop an! Darauf reflektieren die Melbourner ihre individuelle Vergangenheit und die Orte, die sie geprägt haben. Das titelgebende New Italy ist ein Dorf in der Nähe der Northern Rivers von New South Wales – der Gegend, aus der Drummer Marcel Tussie stammt. Es wurde Ende des 18. Jahrhunderts von venezianischen Einwanderern gegründet und dient heute als eine Art lebendiges Denkmal für den Einfluss Italiens auf Australien. Mit Repliken römischer Statuen, die wie Souvenirs die ansonsten ländliche Landschaft verzieren. Tom Russo zieht eine Parallele zwischen diesen Überresten der Heimat der italienischen Bevölkerung in Australien und den eigenen Versuchen der Band, während ihrer desorientierenden Zeit auf Tour Verbindungen zu ihrer Heimat aufrechtzuerhalten und Vertrautheit zu schaffen: „These are the expressions of people trying to find home somewhere alien; trying to create utopia in a turbulent and imperfect world.“

Lange Tourneen bedeuten auch immer Druck, die Auflösung von Beziehungen und eine oftmals frustrierende Distanz zum alltäglichen Leben. „I felt completely rudderless on tour,“ erklärt Fran Keaney, „It’s fun but you get to a point where you’re like, Who am I anymore? You feel like you’re everywhere and nowhere at the same time. And no one in particular.“ Russo fügt hinzu: „We saw a lot of the world, which was such a privilege, but it was kind of like looking through the window at other people’s lives, and then also reflecting on our own.“

Dementsprechend ist auch die neue Single She’s There, die mit der Albumankündigung veröffentlicht wurde ein kosmisches, wehmütiges Liebeslied, das mit schwungvollen Gitarrenriffs und treibenden Beats die grenzenlose Energie der Band präsentiert.

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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