Musiknews

Veröffentlicht am 21.04.2017 | von Dominik

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Bands To Watch 2017

Jedes Jahr wieder schauen wir in unserer Glaskugel und deuten die Anzeichen, streamen uns durch erste Youtube-Videos und Bandcamp-EPs nur um schon die ersten Newcomer ausmachen zu können, die den Sound des Jahres bestimmen. So auch dieses Jahr, wenn auch etwas verspätet, doch mittlerweile gärt es eben auch lang genug in uns, um eine gehörige Liste an Künstlern und Bands für euch zum Entdecken aufzulisten. Gestatten, eure Bands To Watch in 2017! Wer nicht lesen und einzeln anhören/entdecken will, kann auch hier direkt unsere Spotify Bands To Watch-Playliste anwerfen!

ALBIN LEE MELDAU (SWE // FOLK)

Der schwedische Soul-Pop Musiker Albin Lee Meldau aus Göteborg konnte letztes Jahr schon beim Reeperbahnfestival den Anchor Award gewinnen. Seitdem ist das Warten auf das Debüt des Schweden noch schwieriger geworden, Solange muss es erstmal die im Dezember 2016 erschienene EP Lovers tun.

 

ANNA OF THE NORTH (NOR // POP)

Das man in Skandinavien ein Händchen für Pop, im Speziellen für Pop mit elektronischen Einflüssen, hat, ist kein wirkliches Geheimnis und so ist auch das Feld zu Anna Of The North schnell abgesteckt. Synthies, Beats und eine verhallte Frauenstimme – fertig ist der Hit. Das erinnert dann an Shura, Robyn und co. Und hat natürlich auch dementsprechend Potential. Das Debütalbum lässt noch auf sich warten, zumindest gab es dieses Jahr mit Oslo noch mal ein Lebenszeichen in Form einer neuen Single, nachdem der Norwegerin auf dem letztjährigen Reeperbahnfestival schon einige Herzen entgegen geflogen sind.

 

ATTIC GIANT (AT // FOLK)

Hört man die ersten beiden Songs von Attic Giant kann man kaum glauben, dass es sich bei dem Projekt des Wiener Songwriters Daniel Tischler um ein europäisches Projekt handelt – aber vielleicht ist das zumindest der Grund warum Attic Giant noch nicht mit einigen tausend Facebook-Likes die Hype-Maschinerie angeworfen hat? Wer weiß, wer weiß! Aber immerhin feierte der erste Song IO gleich beim Musikexpress Premiere und demnächst soll eine EP folgen, die weitere von Inner Tongue produzierte und offensichtlich von Bon Iver inspirierte Songs beinhalten soll! Wir drücken die Daumen und wollen mehr!

 

CRIMER (CHE // SYNTHIE-POP)

Mit nur einem Song tritt der der Schweizer Crimer ein Retro-Synth-Pop-Revival los. Cheesy Beats, ordentlich schwülstiger Gesang und zack ist man inmitten der Tanzfläche der 80iger! Die erste EP soll demnächst folgen, in unserem südlichen Nachbarland hagelt es schon Likes, volle Shows und Plays. Wer Drangsal oder Depeche Mode mag, kann sich jetzt endlich um Nachschub freuen!

 

FIL BO RIVA (ITL // FOLK)

Eine Stimme wie Milky Chance, drei besondere Großstädte (Rom, Dublin & Berlin) in der Biografie und überhaupt: Radio-Playlisten, komplett ausverkaufte Konzert-Touren und das alles mit gerade mal einer EP! Derzeit werkelt der Wahl-Berliner – wenn er nicht gerade auf Tour ist – an seinem Debütalbum und ist eigentlich nicht mehr wegzudenken aus den gefühlvollen Pop-Playlisten von Spotify und co!

GIANT ROOKS (D // INDIE)

Radiolegende Klaus Fiehe bezeichnete Giant Rooks bereits als „Das Beste was Hamm musikalisch in den letzten 30 Jahren hervorgebracht hat„. Gut uns fällt gerade sonst keine Band aus Hamm ein, aber es ist nicht von der Hand zu weißen, dass die gerade Anfang 20-jährigen nach Supports für Kraftklub, The Temper Trap, Von Wegen Lisbeth und ihrem EP-Release via Haldern Records Anfang des Jahres der neue heiße Scheiß in der hiesigen Indie-Landschaft sind. Vielleicht doch noch mal die Röhrenjeans aus dem Schrank holen und bügeln?

 

GORDI (AUS // POP)

Jedes Jahr gibt es wieder einige Geheimtipps und Neuentdeckungen im Great Escape Festival Line-Up, die man sich genauer anschauen sollte. Eines dieser Talente ist sicherlich die junge australische Pop-Newcomerin Gordi. Bei Spotify schon Streams in Millionen-Höhe, dürfen Pop Fans hier schon mal ein paar Songs ihrer letztjährigen EP Clever Disguise anhören:

HAUX (USA // DREAM-POP)

Ein Faible für Fotografien, für hallende Klanglandschaften, für atmosphärischen Folk mit unaufdringlichen Dream-Pop-Einflüssen. Der Output des US-amerikanischen Musikers Woodson Black ist zeitlos, melancholisch und erzeugt immer wieder große Landschaften und Bilder in den Köpfen der Zuhörer!

HENRY GREEN (UK // SENTIMENTAL ELECTRO)

Elektronische Beats und Samples, eine gehaucht-eindringliche Stimme, dazu ein bisschen Acoustic Gitarre. Der britische Musiker Henry Green wirkt irgendwo zwischen den Einflüssen von James Blake, Rhye, Bonobo und Co und in einer immer mehr von Spotify und anderen Streaming-Services dominierten Musiklandschaft streamen sich die Fans schon ordentlich einen Wolf. Aber es lohnt sich auch. Das Debütalbum wird schon sehnlichst erwartet, solange gibt es aber erstmal seit heute eine neue Single:

HOLLOW COVES (AUS // FOLK)

Sicherlich, die Musik des australischen Duos Hollow Coves ist keine musikalische Revolution, sondern spielt vielmehr mit dem Pop im Folk und dem Folk im Pop ins Fuhrwasser der Mighty Oaks, Angus & Julia Stone und Co – aber hey, wer hat schon etwas gegen etwas sommerlichen Acoustic-Pop?! Eben!

 

ISLAND (UK // INDIE)

Zuletzt schon mit den Jungs von Palace durch ganz Europa unterwegs, könnten diese Londoner Herren die nächste große Hoffnung für die Wiederbelebung des britischen Indies werden. Zumindest hat die gerade erst veröffentlichte EP A Place You Like all das, was wir immer schon an den britischen Indie-Outputs liebten: eine kantige Stimme, ordentlich Gitarre und überhaupt – früher war doch alles besser, oder?

MARIA KELLY (IRL // FOLK)

Die irische Songwriterin Maria Kelly verbindet große hymnische Melododien à la Daughter mit großem Streicher-Gewand, das gerne mal im Band-Sound untergeht, und im Mittelpunkt immer ihre einnehmende Stimme, die sich in großem Hall-Raum um den Zuhörer legt. Am 19. Mai erscheint mit The Things I Should die nächste EP der Dubliner Künstlerin – der erste Vorbote Far Below zeigt sie schon überraschend eingängig und positiv, aber nicht minder schön, als schon zuvor bei ihrer Single Stitches!

MAVI PHOENIX (AT // HIPHOP)

Österreich ist wohl nicht das erste Land, das einem einfällt, wenn man an den nächsten grossen, internationalen Popstar sucht. Doch mit Mavi Phoenix hat die Alpenrepublik ein heißes Eisen im Feuer, bricht die junge Linzer Künstlerin doch mit Konventionen und nimmt mit einer Mischung aus Hiphop und Urban Pop das Ruder selbst in die Hand. Ende März erschien ihre neue EP, dieser Tage folgte die neue Single Aventura!

MT. WOLF (UK // FOLK-ROCK)

Eine Stimme, die mit einer gar gigantischen Portion Pathos und Hall singt, untermalt von gezupfter E-Gitarre, Streichern und Synthies – fertig ist der schmackhafte Mix aus Bands wie den White Lies, Hurts, den Editors, Lanterns On The Lake oder auch der Aereogramme (mit abgeschwächtem Post-Rock-Einfluss). Das Debütalbum Aetherlight der Londoner Band erscheint am 26. Mai und der Hype sorgt jetzt schon für ausgiebigst Streaming-Clicks und einen umjubelten SXSW-Auftritt!

 

NINES (UK // RAP)

Die Musikmärkte werden immer mehr von lokalen Acts und Szenen bestimmt – so auch in UK, wo derzeit in London eine sehr lebhafte Rap- und Crime-Szene den Ton angibt. Dieses Jahr veröffentlichte XL Recordings – ansonsten bekannt für Acts wie Adele oder Låpsley – mit New Gen eine Compilation, die einige Künstler der Szene zusammen bringt. In diesem Fahrtwasser folgte auch die Veröffentlichung des neuen Albums von Nines, das sich lange in den Charts hielt. Sicherlich nichts für Jedermann, aber wer genug hat von Deutschrap und co, kann es ja mal probieren, die New Generation des UK-Sounds…

 

PIXX (UK // POP)

Mit ihrer ersten EP fröhnte dieses junge britische Songwriter Talent aus dem renommierten Performing Arts College noch ihrer Vorliebe für Folk und für Künstlern wie Bob Dylan oder Joni Mitchell – mit ihrem für Juni zu erwartenden Debütalbum scheint sie jedoch andere Wege einzuschlagen. Zumindest wirken die ersten Singles daraus vielmehr als habe sich Hannah Rogers von ihrer Label-Kollegin Grimes auf 4AD oder von Austra, die sie zuletzt auch auf der kompletten Europa-Tournee als Support begleitete, inspirieren lassen. So oder so – spannend!

 

PUMAROSA (UK // INDIE)

Der Guardian vermutet in Pumarosa den „missing link between Joy Division and Pendulum“ und auch schon bei den Support-Shows für Glass Animals war ein kleiner Hype um das britische Quartett Pumarosa zu erahnen. Wieviel Potential in dem von Dan Carey (Django Django, Kate Tempest) produzierten Album wirklich steckt, gibt es ab dem 19. Mai in den Läden nachzuhören!

 

SEVDALIZA (NL // POP)

In Iran geboren, in Holland lebend – Sevdaliza hat nicht nur eine nicht sehr übliche Biographie, sondern auch einen außergewöhnliches Auftreten und Sound. Teilweise hören sich ihre Songs an, als ob James Blake und FKA twigs ein musikalisches Baby bekommen hätten – und mit dieser Beschreibung kratzt man nur an der Oberfläche, denn Sevdaliza ist so viel mehr und hat einen unfassbar frischen und so noch nicht da gewesenen Sound! Unbedingt anhören, anschauen und verfolgen! Das Debütalbum ISON erscheint dieses Jahr, von der Künstlerin selbst veröffentlicht!

SIGRID (NOR // POP)

Und noch mal Norwegen und noch mal Pop! Die mittlerweile 20jährige Norwegerin schrieb ihren ersten Song mit 16, veröffentlichte ihn in Eigenregie während der Schulzeit und schon ihr zweiter Song schaffte es prompt auf sämlichte Rotationslisten der nationalen Radiosender. Mit 18 ging sie nach Bergen und fand dort schnell Anschluss in der dortigen, sehr lebhaften Musikszene und pendelt mittlerweile – mit Vertrag von Universal Music ausgestattet – zwischen London und Bergen, um das neue nordische Pop-Sternchen zu werden. Den ersten Vorgeschmack auf das, was da kommen möge, gibt es mit Don’t Kill My Vibe!

 

SIV JAKOBSEN (NOR // FOLK)

In einem Vorort von Oslo aufgewachsen, vermittelt die Musik der Norwegerin Siv Jakobsen eine ganze Portion nordischem Songwriter-Tum, wirkt verspielt und dabei intim, mit einem Berg Melancholie beladen und dennoch leichtfüßig und einnehmend. Das Debütalbum soll in 2017 erscheinen und den ersten Vorboten Like I Used To gibt es schon…und dieser bietet Vergleiche zu Laura Marling oder gar Joni Mitchell und Bear’s Den-Frontmann Andrew Davie als Gastsänger!

TALOS (IRE // SENTIMENTAL ELCTRO-POP)

Seit der Veröffentlichung der ersten Single Tethered Bones, mit der sich der irische Musiker Talos als Nachfolger von SOHN in Stellung brachte, verfolgen wir dessen Schaffen und freuen uns dieser Tage umso mehr über den Release des Debütalbums Wild Alee! Große Melancholie, Beats, Hall und Gefühle, dazu eine Stimme, die öfter mal ins Falsett abkippt. Kurz: einfach groß!

 

WILDES (UK // FOLK)

Die junge Londoner Songwriterin Wildes hat es schon mit 1-2 Songs bei Soundcloud weit geschafft – zum Beispiel zum Eurosonic, wo der Auftritt frenetisch gefeiert und direkt mit einem Interview in der Intro belohnt wurde. Wann und ob ein Debütalbum erscheint, steht derzeit in den Sternen, dieses Talent aber frühzeitig auf dem Radar zu haben, schadet aber sicher nicht!

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