Es geht in die zweite Runde, heute zum Thema “We Love Pop Music”. Mit von der Partie sind New York, Stockholm und London!

+ Cold Cave - Live Magazine

Leicht psychdelisch angehauchter Synthpop aus Manhatten. Das Video passt zum Song.

Myspace: http://www.myspace.com/coldcave

+ Lo-Fi-Fnk - Marchin’ In

Lo-Fi-Fnk dürfen beim Thema Pop natürlich nicht fehlen. Im neuen Video gibt es Interessantes aus der Unterwasserwelt zu sehn…

We love Sweden!

Myspace: http://www.myspace.com/lofifnksweden

+ Japayork - Our Now

Indie Pop mit Ohrwurmqualität. London lässt grüßen. Mein Favorit für heute!

Myspace: http://www.myspace.com/japayork

thaddeus

Thaddeus und der Februar ist ein sehr eigenartiges Buch, im besten Sinne”

So beschreibt der Eichborn Verlag selbst sein Frühjahrs-Programm-Highlight in den Presseunterlagen, und trifft es damit ziemlich gut. Bereits die Verarbeitung ist außergewöhnlich aufwendig für das Erstlingswerk eines jungen, unbekannten Autors: der hochwertige Schutzumschlag glänzt und funkelt wie frischer Schnee und die hochwertigen Zeichnungen von Ria Brodell illustrieren eine surreale Welt, die, wenn es um das Wetter geht, unserer gar nicht sooo unähnlich ist. Obwohl das Buch in unserem Fall wohl eher “Thaddeus und der Januar” hätte heißen müssen, wenn man den vergangenen Monat betrachtet. Denn genau wie Deutschland im Januar im Schnee versank, so versinkt die Stadt, in der Thaddeus lebt, im Schnee. Und das bereits seit mehr als 800 Tagen.

Der Grund dafür ist, dass der Februar die Herrschaft an sich gerissen hat und die Sonne zu jeder Zeit durch Wolken verdeckt, damit der Schnee nicht schmelzen kann. Das ist aber lange noch nicht alles, denn die Priester des Februars führen seine fiesen Anordnungen rigoros durch: Alles was mit Fliegen zu tun hat wird verboten (und das in einer Stadt mit verdammt vielen Ballonfahrern) und die Kinder werden nach und nach entführt. Flugunfähige Vögel bevölkern den Wald und selbst die Bären schützen sich mit Hirschfellmänteln vor der Kälte. Doch die Bewohner nehmen die Herrschaft des Februars nicht einfach so hin, Rebellion beginnt in verschiedensten Formen zu sprießen. So bemalen zum Beispiel Thaddeus Lowe, der Protagonist und selbst Ballonfahrer, und seine Frau alle möglichen Flächen im Haus mit Ballons und Drachen, zum Schluss sogar die Arme und Hände ihrer Tochter Bianca. Als auch Bianca vom Februar entführt wird, schließt sich Thaddeus den Männern “die sich Der Ausweg nannten” an und wird zu ihrem Anführer erwählt. Sie scheuen keine Mühen und “entwerfen einen Plan, den Februar zu überlisten, indem sie so tun, als wäre Sommer. Die Männer ziehen die Hemden aus, krempeln die Hosen hoch und nennen sie Shorts.” Aber der Februar schlägt immer härter zurück, und irgendwann bleibt Thaddeus nur noch eine Möglichkeit: er zieht aus um den Februar zu finden und zu töten. Was er am Ende seiner Suche findet ist anders als das was er erwartet hatte… aber den Rest müsst ihr wohl selbst lesen. Soviel sei noch gesagt: Nach vielen Umwegen gibt es ein Happy End. Irgendwie.

Thaddeus und der Februar ist, wie ich schon sagte, nicht nur inhaltlich besonders. Die Gestaltung wird auch alle Typo-Liebhaber unter euch verzücken, denn der Satz ist genauso außergewöhnlich wie Schutzumschlag und Illustrationen. Man kommt quasi in allen Bereichen auf seine Kosten, und da Spike Jonze sich bereits die Filmrechte gesichert hat, kann man auch einen außergewöhnlichen Film erwarten. Die Geschichte des Buchs selbst ist übrigens auch schon ein kleines Märchen, denn Shane Jones‘ erster Roman erschien zunächst in einer Mini-Auflage von nur 150 Exemplaren in einem Indie Verlag. Der Erfolg des Buchs ließ jedoch bald den Verlagsriesen Penguin an die Tür klopfen und kurz danach eben auch Spike Jonze. Nun dürfen wir gespannt warten, was der aus dem Material zaubert.

Für mich als Buch-Nerd war das Leseerlebnis von Thaddeus und der Februar auch ein eigenartiges, allerdings hatte ich dann und wann das Gefühl, dass Jones ein wenig mehr aus seinen Ideen hätte rausholen können. So bleibt der eigenen Phantasie nun mehr überlassen. Alles in allem ist Thaddeus und der Februar ein wunderbares, träumerisches Buch über Rebellion und Liebe, und im weitesten Sinne wohl auch über die Überwindung der Winterdepression. Zum Abschluss noch als besonderes Schmankerl der vom Eichborn Verlag produzierte Trailer zum Buch:

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Shane Jones, Thaddeus und der Februar
Aus dem Englischen von Chris Hirte
Eichborn Verlag
176 Seiten, gebunden
€ 16,95
ISBN 978-3-8218-6107-4

… Konzerte sind am Start! Ja, man merkt wir nähern uns der Fastnachtszeit und am Besten mit schlechten Reimen, damit man schön seiner Umgebung auf die Nerven gehen kann. Aber solang es Spaß macht…
Apropos Spaß: den gibts diese Woche auch wieder in der OUTDOORDISCO!

Fullgazz
Dienstag, 09.02.10 Darmstadt - 603qm

Marybell Katastrophy
Donnerstag, 11.02.10 Frankfurt/Main - Ponyhof

Hockey
Donnerstag, 11.02.10 Frankfurt/Main - Batschkapp

Elektroschule - DontCanDJ
Freitag, 12.02.10 Darmstadt - Schlosskeller

Unser Tipp der Woche:

The Sea
Mittwoch, 10.02.10 Frankfurt/Main - Ponyhof

Leider gibt es noch kein Video, aber ein Reinhören auf myspace geht immer!

http://www.myspace.com/theseaspace

Das Gewölbe des Schlosskellers wummert wieder lautstark vor sich hin, doch diesmal noch etwas heftiger als sonst. Der Grund: Großaufgebot von Bands und DJ-Set.

Die Woog Riots stellen ihre neue Platte “PASP” vor und Abby kommen spontan mal als Vorheizer vorbei. Und als ob das nicht genug wäre, wird das BEDROOMDISCO DJ-Set die Aftershow Party musikalisch gestalten und wie gewohnt das Herz in einem neuen Rhythmus schlagen lassen!

Also nochmal kurz die wichtigsten Infos: ab 22 Uhr gibts Getränke und die ersten Klänge im Schlosskeller Darmstadt, der Eintritt wird euch für 5 € gewährt!

Wir freuen uns auf euch und eure Tanzschuhe!

Wir hatten ja schon darüber berichtet, dass I’m From Barcelona 27 Tracks veröffentlichen wollten, die dann auch noch zum Download bereit stehen. Das Prinzip ist einfach: jeder Titel steht für ein Bandmitglied, der das Stück geschaffen und auch performed hat.
Nun endlich gibt es die ersten 11 Songs zum anhören und downloaden auf der Homepage von I’m From Barcelona und jeden Tag kommt ein neuer Titel dazu!

Adventskalender im Februar! Also ausnutzen und fleißig laden!

http://www.imfrombarcelona.com/

You loved everyone like a sovereign
half magnanimous, half unimpressed,
and I was talking too much
I was trying too hard.

(Ok Go - Back From Kathmandu)

Die wohl coolste tanzende Rock-Pop Band hat wieder ein neues Album in den Startlöchern! Da können Möchtegern-Boybands ihre Tanzschuhe einpacken und zu Muddi Kaffee trinken fahren.
Ok Go feuern ein Album heraus, nicht nur zum Zuhören, man möchte am Liebsten auch selbst Teil der Band sein.

Das Album “Of The Blue Colour Of The Sky” überzeugt mit klarer Struktur und schönen 70er und 80er Attitüden, welche durch “Solo”- Instrumentalteile deutlich hervorgehoben sind. Mit Struktur ist damit eigentlich gemeint, wie sich der dominierende Kopfnickeneffekt am Anfang langsam innerhalb des Albums in schöne, ruhige Melodien, wie bei “While You Were Asleep” verwandelt. Ja, fast könnte man annehmen jeder Track könnte einen kompletten Tagesablauf wiedergeben: ein turbulenter Morgen, ein nervenaufreibender Nachmittag und gegen Abend kehrt langsam die Ruhe ein. Obwohl “WTF?” bestimmt jegliche Freiheiten hat, den ganzen Tag auf Dauerschleife zu laufen.

Besonders toll, sind auf jeden Fall die Arrangements der Jungs aus Amiland. Jedes Instrument präsentiert sich in einem Stück ganz entschieden. Durch die Balance zwischen Gesang und Instrument haben die Lieder beinahe eine experimentelle Wirkung. Das macht die Platte wohl auch so unterscheidbar von vielen anderen CDs. Man hört einfach Ok Go heraus, man hört die Liebe zur Hervorhebung einzelner Instrumente in den Liedern.

Fazit: ein Album, das einen sehr gut über den Tag kommen lässt, beim gemütlichen Autofahren für zusätzliche Entspannung sorgt und beim Bier mit Freunden prima als Begleitmusik funktioniert. Nur die Stimme ist gewöhnungsbedürftig, aber die sind Ok Go - Kenner ja gewohnt!

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Ok Go - Of The Blue Colour Of The Sky
VÖ: 12. Januar 2010, Capitol Records
http://www.myspace.com/okgo

http://www.okgo.net/

Ok Go - WTF?

“Jeder hat mal Streit mit seinem Boss, dafür bekommt man aber doch nicht gleich 20 Jahre!”

(Julien - Ohne Schuld)

Julien und Lisa haben zusammen mit ihrem kleinen Sohn ein wundervolles Familienleben, bis eines Tages die Polizei vor der Tür steht und Lisa wegen Mordes an ihrer Chefin verhaftet. Die Journalistin soll nach Feierabend wegen einem Streit mit der Redakteurin diese mit einem Feuerlöscher in der Parkgarage erschlagen haben.

Schnitt - drei Jahre später. Lisa befindet sich immer noch in Haft, während Julien alles tut um die Unschuld seiner Frau zu beweisen. Doch auch bei einer erneuten Anhörung reichen die Beweise nicht aus um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu bewältigen. Unterdessen geht es Lisa immer schlechter und ihr Mann leidet darunter ihren Lebenswillen schwinden zu sehen. Um sie nicht zu verlieren, fasst er einen gefährlichen Entschluss: Er will sie aus dem Gefängnis befreien!

Ohne Schuld” oder “Pour elle“, wie der Film im Original heißt, ist ein kleiner Film, der handwerklich gut gemacht ist und auch ab der Hälfte der 95 Minuten immer packender und spannender wird. Dabei zeigt der Film die Qualen der beiden Hauptakteure und bleibt in Sachen Realismus lobenswert auf dem Boden. So nimmt man dem geschundenen Ehemann und Lehrer ab, dass er in die Ecke gedrängt und zum Wohle seiner Familie zu Michael Scofield á la Prison Break wird. Etwas deplatziert wirken dagegen die Rückblenden auf das wirkliche Geschehen des Mordes - hier wäre es nicht unbedingt nötig gewesen alle Karten auf den Tisch zu legen, gerade da dadurch der Spannungsbogen erstmal unterbrochen wird.

Insgesamt ein guter französischer Thriller, in dem auch die häufig etwas hölzern agierende Diane Kruger gut aufspielt. Handwerklich in Ordnung, aber auch nicht herausragend kreativ umgesetzt. Trotzdem muss man dem Film lassen, dass er sowohl berührt als auch fesselt - was ja nicht das schlechteste ist…

Pour Elle (Fra 2008)
Regie: Fred Cavayé
Darsteller: Vincent Lindon, Diane Kruger, Oliver Marchal, Lancelot Roch
DVD-VÖ: 26. Februar 2010, Koch Media GmbH

“Everything is collapsing, dear
All moral sense has gone
It’s just history repeating itself
And babe, you turn me on”

(Nick Cave - You Turn Me On)

Bunny Munro ist Vieles: Kosmetikwarenvertreter, Trinker, Rüpel, Sohn, Vater, Sexsüchtig. Egal welche Frau sich gerade in seiner Umgebung befindet, sie macht ihn an - ob dick oder dünn, dünkelhaarig oder blond, schlau oder intelligent - er wird versuchen seinen Charme bei ihr spielen zu lassen. Seine Art des Rock’N'Roll Lifestyles eben: Sex und Alkohol und weniger Rock’N'Roll. Das bedeutet nicht, dass er seine Frau und seinen Sohn nicht liebt. Aber auch nicht, dass er sich seiner Schuld bewusst wird als sich seine Libby umbringt. Wie kann er denn etwas für ihre psychischen Probleme können? Und so sind sie dann allein - Vater Bunny und Sohn Bunny Junior - während der Vater die Flucht ergreift, vor der Einsicht und der Schuld, in Form des Geistes seiner Frau. Also schlagen sie sich mit ihrem kleinen Fiat Punto von einem Verkaufsbesuch zum Nächsten, immer mit der Hoffnung auf eine schnelle Nummer für den Vater, während Bunny Junior draußen im Auto seine Enzyklopädie durchstöbert. Doch eins wird schnell klar - das Ganze kann kein gutes Ende haben.

“I can’t get no satisfaction
I can’t get no satisfaction
‘Cause I try and I try and I try and I try
I can’t get no, I can’t get no”

(Rolling Stones - Satisfaction (I Can’t Get No))

Der Tod des Bunny Munro” ist Nick Caves zweiter Roman, der in der Hörbuch-Fassung von Blixa Bargeld, einem alten Weggefährten Caves, gelesen wird. Und was soll man sagen - die Stimme und die Sprachhaltung von Bargeld passen einfach zu diesem dubiosen und schmierigen Charakter des Bunny Munro. Schön wie er in den dialogischen Szenen die Parts der verschiedenen Charaktere unterschiedlich anlegt. Nicht so schön allerdings, dass man Blixa Bargeld, obwohl es sich bei ihm nicht um einen ausgebildeten Sprecher handelt, auch direkt die Wortregie überlassen hat. Er leitet sich also selbst. An manchen Stellen merkt man, dass dort eigentlich hätte eingehakt werden müssen, da die Aussprache von einem Wort nicht stimmte oder man das Glucksen von einem trockenen Mund hört. Trotzdem sowohl sprecherisch als auch von der Auslegung des Stoffes eine gute Leistung Bargelds.

“Männer sind Schweine
Frage nicht nach Sonnenschein
Ausnahmen gibts leider keine
In jedem Mann steckt doch immer ein Schwein”

(Die Ärzte - Männer sind Schweine)

Nunja - was ist es, dass einen über sechs CDs, über 400 Minuten und unzählige sehr ausschweifende Frauenkörperschilderungen bei “Der Tod des Bunny Munro” fesselt? Um nicht dem Vorwurf der Ärzte zu erliegen - es ist nicht die Sexsucht des Hauptcharakters, sondern eher die Hoffnung, dass sich dieser wieder aufrappelt bzw. am Ende seiner Abwärtsspirale angelangt ist und sein Handeln endlich hinterfragt. Nach der ersten CD traut man Bunny Munro eigentlich alles zu - was auch einen gewissen Reiz für die Geschichte hat - denn man weiß nie wie schlimm es denn noch werden kann. Was man aber auch gerade wegen des kleinen Bunny Junior nicht hofft. Blixa Bargeld setzt das Ganze in der Hörbuchform passend um und zeigt sich als gute Besetzung - wobei man sicherlich noch mehr aus ihm hätte herausholen können, wäre eine zusätzliche Wortregie an der Produktion beteiligt gewesen.

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Der Tod des Bunny Munro - Nick Cave
Regie: Blixa Bargeld
Sprecher: Blixa Bargeld
Produktion: Der Hörverlag 2009
Art: Lesung
Dauer: ca. 427 Minuten
6CDs/24,95

Wie viel Grad minus ist es eigentlich aktuell draußen? Gezählt an den Lagen der Zwiebel-Taktiker vor der Tür einige. Für alle denen noch das nötige Material zur wandelnden Zwiebel fehlt, haben wir heute einen besonderen Tipp - denn in Mainz findet am Samstag und Sonntag zum zweiten Mal die größte temporäre Verkaufsmesse für Streetfashion, Snow- und Skate-Artikel im Rhein-Main-Gebiet statt - das Stijl Winter2010!

Organisiert von einem jungen Team aus Studenten und Alumni der Mainzer Fachhochschule und Universität gibt es aber nicht nur Mode von Szenemarken wie Burton, Zimtstern, Wemoto, Pointer oder Zoo York in der “Alten Waggonfabrik” in Mainz-Mombach zu erstehen! Daneben ist noch für ein Rahmenprogramm mit traditionellem Schweizer Käseraclette, heißen und kalten Getränken, lokalen DJs und als besonderen Special einem öffentlichen Trick-Contest auf einer extra installierten Schneerampe gesorgt!

Mehr Infos gibt es unter www.stijl-mainz.de! Die Türen sind an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt kostet das Ganze 3 Euro - dafür gibt es auch eine kleine Willkommensüberraschung, Kinder unter 12 Jahren kommen kostenlos rein. Ein Ausflug lohnt sich sicher!

“There must have been a creature
Controlling you like a marionette robot.
Or else how could you have said those things?”

(Say hi to your mom - The Death Of Girl Number Two)

Wie stellt man eine Band mit passenden Musikempfehlungen vor, die zu den absoluten Lieblingsbands gehört und noch dazu bereits sechs (!) Alben herausgebracht hat, von denen selbst versierte Indie-Anhänger noch nichts gehört haben? Des Rätsels Lösung: Man überstürze nichts und stelle jede Woche ein Album vor. Los geht’s mit Teil drei: Ferocious Mopes

Die Themen auf Album Nummer drei sind, wie bei den vorhergegangenen Alben, bei näherer Auseinandersetzung durchaus als ernsthaft einzuordnen, ansonsten eher ungewöhnlich anmutend. Wie bei einem entrückten Teenie. Genial sind die Ideen und Fantasien, für die ganz Rationalen unter uns aber wohl schon als Querulantentum einzuordnen.

Bezeichnend dafür die Aspekte, die sich auch auf diesem Album  wieder finden: Es geht primär um Vampire und Roboter. Grimmig, der Welt die Stirn bietend, singt Elbogen über die Liebe zu einem Androiden. Text und Titel sprechen für sich: „I’m in love with an android, but so what? Stranger things have happend, stranger things have been loved.” Den Grund hierfür liefert er ironisch als nur logische Konsequenz aus einem Vorsatz: „…swore I’m done with humans…“ Nur beim Lesen der Lyrics alleine versteht man noch nicht, was das Lied so entzückend macht: das Piano, welches das Stück fast rührend wirken lässt.

Einen sehr intimen Einblick in die eigensinnige Gedankenwelt des Eigenbrötlers Eric Elbogen bekommt man auch bei dem ruhigen Song „I think I’ll be a good ghost“. Auch hier die wiederkehrende Thematisierung. Diesmal also Geister. Wie es wohl wäre selbst durchsichtig und federleicht zu sein? Synthesizer und Keyboard klingen wie ein Xylophon, den Takt angebend. Man bekommt beinahe die Impression er hätte geradewegs diesen ungewöhnlichen Monolog mit dem Aufnahmegerät festgehalten. Ich bin überzeugt davon: als Geist würde er sich gut machen. Oh und: das mit den Mädels würde ich einfach auf mich zukommen lassen…

Kurze Exkursion: Meine erste Assoziation bei dem Gedanken an eine One-man-Band ist immer die zu dem Musik-Genie Conor Oberst. Meine zweite Assoziation in Bezug auf „Say hi to your mom“ ist hierbei an „Poor Pete is a bit self-conscious“ geknüpft. Sowohl Titelgebung als auch der Refrains inklusive Instrumente lassen an jüngere Stücke von Bright Eyes denken. Nice!

Wer sich bis hierhin fleißig durchgelesen und durchgehört hat, dem sei neben dem verdienten gezollten Respekt auch noch angekündigt: es lässt sich noch steigern.

Mehr davon aber nächste Woche…

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Say hi to your mom - Ferocious Mopes
VÖ: 07.06.2005 , Euphobia Records

Post scriptum: generell gibt es leider wenige offizielle Videos von “Say hi to your mom”, zum Schmunzeln lädt jedoch das Video eines Fans zu “Yeah, I’m in love with android” ein: