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Veröffentlicht am 4.12.2009 | von Dominik

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JACK BEAUREGARD – Interview

Sonntag kommt der Nikolaus! Na und? Da haben wir sowieso keine Zeit, denn wir sind mit Jack Beauregard im Ponyhof in Frankfurt! Mit wem? Jack Beauregard? Noch Nie gehört? Irgendwas mit kostenlosen Gewinnen und preiswerten Preisen? Alles Schmuh! Entscheidend ist auf dem Platz – und da stehen bei Jack Beauregard zwei Herren, die sich beim Musikstudium in Holland fanden und laut eigener Aussage „Unverschämt romantische Songs, selbstlos dargeboten, eingebettet in filigrane Elektronik“ produzieren. Da ist was Wahres dran und die beiden haben auch den Humor am richtigen Fleck (oder wie heißt das immer?) – wie man auch zwischen den Zeilen unseres Interviews mit Jack Beauregard lesen kann!




1.) Steckbrief:
 – Name: Jack Beauregard
 – Bandmitglieder: Daniel Schaub, Pär Lämmers
 – Gründungsjahr: 2007
 – Standort: Berlin
 – aktuelles Album: „Everyone is Having Fun“

2.) Fragenkatalog:
Wie kam es zur Bandgründung?
Wir haben eigentlich erst zusammen Songs geschrieben und erst später die Idee gehabt eine Band daraus zu machen. Das Songwriting ist auch immer noch das Wichtigste für uns.
– Wie seid ihr zu eurem Bandnamen gekommen?
Ich habe den Film aus dem der Name stammt mal zur Hälfte gesehen und mir den Namen gemerkt, das schien ein gutes Omen zu sein.
– Was waren die Gründe dafür eine Zwei-Mann-Band zu starten?
Für das Material, das wir hatten, schien das die beste Umsetzung zu sein. Unser Programm pendelt zwischen sehr elektronischen Songs und herzerweichenden Balladen. Mehr Musiker waren dazu nicht nötig.
– Ihr habt euch während dem Musikstudium in Amsterdam kennen gelernt – was habt ihr daraus wichtiges für eure „Musik-Kariere“ mitgenommen?
Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil teilweise ja ein Musikstudium mit dem Verlust der künstlerischen Seele gleichgestellt wird. Zumindest wenn es um Popmusik geht.
– Hattet ihr das Studium schon mit der Absicht angefangen professionell Musik machen zu wollen?
Ja. Auch wenn damals noch nicht klar war wie das aussehen würde.
– Wie würdest du eure Musik beschreiben?
Unverschämt romantische Songs, selbstlos dargeboten, eingebettet in filigrane Elektronik.
– Welche musikalischen Einflüsse habt ihr?
Viele. Free Jazz. Glam Rock. Gamelan Musik. Gute Songs.
– Wie habt ihr euch auf die Produktion eures Debütalbums vorbereitet?
Wir haben eigentlich alle Songs zu hause fertig produziert und arrangiert, allerdings auf sehr günstigem Equipment. Als klar war das wir ein Album machen haben wir Gitarren und Gesang noch mal in einem Studio aufgenommen.
– Was würdet ihr beim nächsten Mal ändern?
Alles genauso, nur noch viel besser.
– Unser Lieblings-Song auf „Everyone Is Having Fun“ ist „Any Snow“ – könnt ihr erzählen worum es in dem Song geht, wie er zustande kam und ob dahinter eine Geschichte steckt?
Pär hat den Song zum großen Teil geschrieben. Sein Innerstes ist ein Mysterium das schwer in Worte zu fassen ist. Ich selbst bin nie ganz dahinter gestiegen, aber durch Any Snow habe ich zumindest eine Ahnung von dem was da verborgen ist.
– Wie kamt ihr dann zu eurem Label?
Wir haben an einem etwas seltsamen Wettbewerb teilgenommen, glücklicherweise saß Gunther Buskies von Tapete in der Jury.
– Was macht das „Tapete“ Label aus?
Qualität.
– Live habt ihr im Sommer soweit ich weiß auch einen ABBA-Song gecovert – wie kam es dazu? Wie seid ihr an das Projekt „Cover“ herangegangen?
Wir haben das nie als Projekt gesehen. Es stellte sich raus, dass man Mamma Mia über das Ende von Distance in Between singen kann. Genauso wie Material Girl von Madonna  und viele andere wahrscheinlich auch. Hin und wieder überlegen wir was zu covern, bis jetzt ist da aber noch nicht die bahnbrechende Idee da…
– Welche Schwierigkeiten seht ihr für kleine Bands in Deutschland?
Die größte Schwierigkeit für kleine Bands ist glaube ich, dass es viel zu viele von Ihnen gibt. Das soll nicht heißen, dass weniger Leute Musik machen sollen… ich habe nur den Eindruck, dass es immer schwieriger wird im Wald des Internets etwas zu finden, dass hängen bleibt. Das macht es auch für gute Bands schwieriger sich durchzusetzen.
– Kann man als kleine deutsche Band „nur“ von der Musik leben? Wie?
Von einer Band ist es schwierig…. wir treiben uns auch noch in anderen Bands rum um über die Runden zu kommen.
– Was ist gerade eure/deine Beschäftigung?
Wir testen gerade ob die Titanic wirklich hätte sinken müssen. Uns beschäftigt die Frage, ob ein anderer Kurs evtl viele Menschenleben hätte retten können und wer die Verantwortlichen sind. Leider sind die Untersuchungen sehr kostspielig.
– Mit wem würdet ihr/würdest du gerne mal zusammenarbeiten und warum?
Es ist sehr schwer mit uns zusammenzuarbeiten, daran sind schon viele Größen gescheitert.
– 3 Top-Alben 2009?
Danger Mouse & Sparklehorse, Dark Night of the Soul
Wilco, Wilco (The Album)
..und vielleicht diese Platte von diesem seltsamen Duo, die mal in Amsterdam gewohnt haben…
– Eure/deine Pläne für 2010?
Wir machen grade ein zweites Album das hoffentlich nächstes Jahr im Herbst erscheinen wird.
– Was steht auf eurem/deinem persönlichen Rider?
 Venco Schoolkrijt (Gibt’s leider nur in Holland)
– Was stellt ihr/stellst du euch/dir unter Bedroomdisco vor?
Ganz viele Leute in einem Bett, eine Art überdimensionale Pyjama-Party… ich weiß doch worauf ihr hinaus wollt…
 – Wer hat den Fragenkatalog ausgefüllt?
Jack Beauregard

Die Firma dankt und die Vorfreude macht gedankliche Flick-Flacks!

httpvh://www.youtube.com/watch?v=DqogCqIT94k

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