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Veröffentlicht am 28.02.2010 | von Franzi

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CROOKERS – Tons Of Friends

„Jouu, we are Crookers, and yes!
Yes, we love animals, free animals in the forest.
We also love you, we love you and animals and raw fish.
Let´s go! „

(Crookers feat. Soulwax and Mixhell – We Love Animals )

So viele Seelen wohnen, ach!, in meiner Brust! Der Musiknazi ( NUR Elektro ist geil), der Schöngeist (Hach, hauptsache gute Musik), der Musiknerd (der sich Musik aus ihrem musikalischen Kontext ergründet) und ja letztendlich noch mein Geschmack ( unberechenbar, unterschiedlich, offen, unvoreingenommen). Die Crookers CD “ Tons of Friend“ (VÖ. 12.März 2010) fordert sie alle heraus, zum Streitgespräch!

Der Geschmack: Also das Cover ist schon EHER mäßig…sieht ein bisschen billig aus irgendwie, aber moment… OHO, das seh ich ja jetzt erst…wo führt denn da die Straße hin…AHA! Ich sollte mir das Ganze genauer betrachten! Die Alte auf dem Bild fährt ja ganz schöne Geschütze auf…moderne Tomb Raider!
Der Musiknerd: Diesen typischen knallig-schrillen Comicstyle überrascht  an sich nicht…ist ja sozusagen das Corporate Design von hippen Elektro…ich erinnere in diesem Zusammenhang an den eingängigen Style von „So Me“, den Haus-Graphiker von Ed Banger oder an die graphische Aufmachung von Dim Mak!
Der Musiknazi: Halt´s Maul,  wen interessiert das Cover… das lügt sowieso. Auf der Platte ist von Elektro keine Spur, Crookers ham sich wohl im Ghetto verirrt.
Der Schöngeist: Also moment mal. ganz von vorne. Diese unqualifizierten Kommentare sollten hier nicht so stehen bleiben. Das Album ist in der Tat sehr R&B/ Hip-Hop lastig und ich gebe auch zu, dass von den alt bekannten Crookers nicht mehr viel zu hören ist, aber…
Der Musiknazi: ALSO, damit ist der Käs doch schon gegessen! Ey, wo ballert da was? NICHTS, Weichspülerkram ist das, nix für den Technoclub. Da kann die Black Mama vielleicht ihren Booty drauf schwingen, ja, aber Raven wie früher tut da gar nix mehr. Selbst Soulwax und Mixhell schaffen es nicht mal, einen anständigen richtig guten Elektrotrack beizusteuern! Alles Pappnasen ey!
Der Geschmack (mit Kopfhörern): Joar, der Eröffnungstrack mit Mixhell und Soulwax kommt wirklich nicht in die Pötte…ich höre Schnarchen auf der Tanzfläche,  oar „No Security“ mit Kelis ist ja mal üübelst prollig, „UH UH“…ne ne.
Der Schöngeist: Darf ich meine Rede beenden, ja? Die Crookers Platte ist trotzdem extrem gut produziert, die Jungs verstehen ihr Fach! Und hey, das Stichwort ist doch Weiterentweicklung, Experimentieren. In Italien ist man vielleicht schon weiter und dieser ganze Brochbollerbum-Elektro funktioniert nur noch aufm Ballermann…und außerdem ist ja nicht nur R&B drauf…
Der Geschmack (mit Kopfhörern): Yeah, „Hip-Hop Changed“ feat. Rye Rye ist geil, Shake ya booooday, i think i like it! Frauenpower am Mic Check 1-2!
Der Musiknerd: Genau, Crookers beweisen in der Tat ein feines Gespür musikalischer Diversität. Auf der Platte hört man einen Querschnitt aus Dubstep, BaileFunk, R&B, Rap,  souliger Disco und jetzt glotz nicht so Nazi, auch House und Electronica. Von dem überaus experimentellem Bluestrack „Lone White Wolf“ ganz zu schweigen. Und außerdem, haben wir noch gar nicht den Titel der Scheibe „Tons Of Friends“ kommentiert. auf der Scheibe versammelt sich alles, was Rang und Namen in jeglichem Musikgenre besitzt: Ich nenne nur Miike Snow, Soulwax, Roisin Murphy, Rye Rye, Kid Cudi, Yelle, Major Lazer..ENTSCHUUULDIGUNG!
Der Geschmack (mit Kopfhörern): Hihihihi, „Cooler Coleur“ mit Yelle klingt verschmitzt irgendiwe…lustig. Stampfender Beat im Schunkelrhythmus! Cool, eindeutig! Boah, „Transilvania“ feat. Steed Lord, ich sehe Frankenstein sich im Takt der Musik bewegen! Wow!
Der Schöngeist: Ich sehe der Geschmack wurde doch getroffen. Hm, also ich fasse mal zusammen: Die Platte ist sehr gut und abwechslungsreich produziert, aber da muss ich dem Nazi zustimmen es sind einfach nicht die Crookers, wie wir sie kennen. Fazit: Die Erwartungen an das Album wurden absolut nicht erfüllt, denn auf dem Elektrogeschulten Dancefloor wird kein Track wirklich funktionieren. Schade.Aaaaber dafür hält die Platte auch einige Überraschungen bereit und macht irgendwie auch mal Bock auf was ganz anderes: anders Tanzen, anders bewegen, anders hören, anders mitsingen, anders Spaß haben!
Der Musiknazi: Ach ihr seid doch alle total verblendet, DAS sind nicht die Crookers, DAS ist kein Elektro, DAS ist einfach nur schade! Ich bin raus, ihr Bitches und mach mich auf die Suche nach richtig hartem Elektro! TSCHÜß!!!
Der Schöngeist, der Geschmack und der Musiknerd gemeinsam im Chor: Ja genau, scheiß Nazis! Raus!

Abspann: Ab und an tauchte der Musiknazi noch auf und versuchte die Macht an sich zu reißen!  Doch gemeinsam waren der Schöngeist, der Geschmack und der Musiknerd stark und verteidigten die einzig wahre Macht: die der Musik, die einfach Spaß macht!

3-4von51

Crookers –  Tons Of Friends
VÖ: 12. März 2010,  Ministry Of Sound (Warner)
www.myspace.com/crookers

Crookers feat. Steed Lord – Transilvania

httpv://www.youtube.com/watch?v=CWE02Ssj_AI

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