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Veröffentlicht am 28.04.2010 | von Dominik

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LÅT DEN RÄTTE KOMMA IN (So finster die Nacht) – Filmkritik

Weggehen heißt leben, hierbleiben der Tod.

(Eil – So finster die Nacht)

In Schweden ist es lange dunkel und meistens eiskalt – Vorurteile olé, olé – also der perfekte Schauplatz für eine Vampir-Geschichte. Denn, hallo, rotes Blut auf weißem Schnee – gibt es poetischere Zelluloid-Bilder, die einem einen Schauer über den Rücken laufen lassen? Doch „So finster die Nacht“ von Regisseur Tomas Alfredson hat mehr zu bieten als nur schöne Bilder, womit wir bei der Handlung wären:

Der zwölfjährige Oskar lebt mit seiner Mutter in der Nähe von Stockholm. Es ist Winter und ein Tag gleicht dem anderen: Morgens wird der introvertierte Oskar von seinen Klassenkameraden gehänselt, abends langweilt er sich in seinem Zimmer. Das alles schaut sich der blonde Junge still an (nicht ohne insgeheim Rachepläne zu schmieden), bis eines Tages ein Mädchen in die Nachbarwohnung einzieht. Auf dem Vorplatz des Hauses trifft er sich Nachts mit Eli, die sich jedoch als alles andere als harmlos herausstellt, ist sie doch eine Vampirin. Trotzdem entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die schnell auch zu einer unschuldigen Liebe heranreift. Zwischen Faszination, Zuneigung und Angst schwankt Oskar von einem zum andern Moment, angezogen und doch auch abgestoßen von Eli. Diese hat unterdessen ganz andere Probleme: Ihr Helfer und Beschützer Håkan wurde bei der Nahrungssuche erwischt – jetzt muss sie selbst jagen gehen, was die Chance aufzufliegen natürlich erhöht.

Mal wieder Vampire, mal wieder Blut, mal wieder Schnee in Schweden – doch keinesfalls Schnee von gestern. Regisseur Tomas Alfredson schuf basierend auf dem Roman von John Ajvide Lindquist, der sein Buch persönlich adaptierte, einen atmosphärischen Film über eine ungewöhnliche junge Liebe, die in keine Schublade passen will: Teilweise Drama, teilweise Horror-Thriller, teilweise einfach ein Film über eine junge Liebe. Die beiden jugendlichen Hauptdarsteller überzeugen dabei genauso wie die Effekte und der europäische Look. Glatt ist anders, aber gerade der Look macht den Charme dieses kleinen Filmjuwels aus.

Låt den rätte komma in (SWE 2008)
Regie: Tomas Alfredson
Darsteller: Lina Leandersson, Kåre Hedebrant, Per Ragnar, Henrik Dahl
DVD-VÖ: 20. Mai 2009, Ascot Elite Home Entertainment

httpvh://www.youtube.com/watch?v=UzXQF7Ec6TA

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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