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Veröffentlicht am 7.05.2010 | von Dominik

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FOALS – Total Life Forever

Now the waves they drag you down
Carry you to broken ground
Though I find you in the sand
Wipe you clean with dirty hands
So god damn this boiling space
The Spanish Sahara
The place that you’d wanna
Leave the horror here

(Foals – Spanish Sahara)

Auch Fohlen müssen einmal erwachsen werden und wie überall trennt sich auch hier die Spreu vom Weizen, das zu Höheren bestimmte Dressur- und Rennsport-Pferd vom Rummelplatz-Reitgaul. Doch genug Pferde-Romantik.

Viele sind zuletzt daran gescheitert und konnten die mit einem großen Debüt aufgebaute Spannung mit ihrem zweiten Album nicht halten: Als zu schwierig erweist sich oft der Spagat zwischen, die Fans mit bekannten Klängen zu befriedigen, sich aber trotzdem nicht zu wiederholen und sich weiterzuentwickeln. Und gerade bei einem Überalbum wie „Antidotes„, das 2008 im Jahr der Veröffentlichung überall abgefeiert wurde, liegt die Stange natürlich noch etwas höher. Wie haben die Foals aus Oxford die schwierige zweite-Alben-Hürde genommen?

Um gleich auf den Punkt zu kommen: „Total Life Forever“ ist eine erwachsenere Platte, die den gewohnten Foals-Sound weiter entwickelt und gleichzeitig auch die Offenheit der Band für neue Einflüsse dokumentiert. Vielleicht ist sie nicht mehr ganz so knarzig und hat etwas weniger Wucht, dafür hat man eine neue Stufe in der Komposition der Songs erreicht. Langsam steigern sich Songs wie „Blue Blood“ oder der Übersong „Spanish Sahara“ von einer ruhigen/intimen Ansprache (mit Meeresrauschen…) zu einem wilden Crescendo mit den gewohnt schrill treibenden Gitarren – „I’m the fury in your head!“

Songs wie „Miami“ dagegen hören sich an als ob man sich eine Scheibe am Debütalbum der Killers abgeschnitten habe – protzig und selbstbewusst – , während „This Orient“ an den ein oder andern Bloc Party-Song erinnert, einer Band mit der die Foals 2009 tourten und die übrigens auch in den Danksagungen zur CD Erwähnung findet. Besonders zu erwähnen ist vielleicht auch die Weiterentwicklung von Sänger Yannis Philippakis, der hier noch häufiger seine Sänger-Qualitäten unter beweis stellen kann.

Wenn die Foals auf „Antidotes“ noch wackelig auf den Beinen standen und ungestüm in unser Gehör eindrangen, ist „Total Life Forever“ runder und die erste gemeisterte Hürde. „The Future is not what it used to be“, heißt es in „Black Gold“ – stimmt – sie sieht noch weitaus besser aus nach diesem Album. Total Life Forever – aber hallo! Mehr davon und weiter so! Die Platte des Monats…vielleicht des Sommers!

Foals – Total Life Forever
VÖ: 7. Mai 2010, Warner
http://www.myspace.com/foals

httpvh://www.youtube.com/watch?v=52NNbxkniLk

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