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Veröffentlicht am 14.05.2010 | von Dominik

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MARINA & THE DIAMONDS – The Family Jewels

Was die BBC jedes Jahr in Sachen Musik-Orakel vorgibt, wird zumeist wahr: Waren letztes Jahr Little Boots, die White Lies, Florence and the Machine, Empire of the Sun und La Roux auf den ersten fünf Plätzen der Sound of 2009-Liste und bestimmten das Jahr dann auch musikalisch, wurden für dieses Jahr Ellie Goulding, Marina and the diamonds, Delphic, Hurts und The Drums als tonbestimmend prognostiziert. Ein Segen für die zu der Zeit (7. Dezember 2009) der Verkündung noch albenlosen Künstler oder doch eine zu große Bürde – lastet doch der Druck des Scheinwerferlichts auf den jungen Hoffnungsträgern…? Wir beleuchten zwei Künstler und deren Debütwerke: „Lights“ von Ellie Goulding und „Family Jewels“ von Marina & the diamonds:

You’ve been acting awful tough lately
Smoking a lot of cigarettes lately
But inside, you’re just a little baby
It’s okay to say you’ve got a weak spot
You don’t always have to be on top
Better to be hated than loved for what you’re not

(Marina & the diamonds – I Am Not A Robot)

Auf Platz zwei der BBC Sound of 2010-Liste thront Marina Lambrini Diamandis oder wie sich die junge Waliserin auf der Bühne nennt: Marina and the diamonds. Also anderer Name, selbe Geschichte? Ja und Nein. Auch „The Family Jewels“ fällt ins Pop-Genre, weißt jedoch erheblich Unterschiede zu Ellie Gouldings „Lights“ auf, hat man doch hier die gerade achso angesagten Elektro-Pop-Einflüsse angenehm zurückgenommen und eine besondere Stimme in den Mittelpunkt des Ganzen gestellt (was nicht heißt, dass man nicht auch mal Auto-Tune anwirft).

Keine Frage – Marina kann singen – und keine Frage man hat sich viel getraut bei den Aufnahmen zur Platte. Doch auch hier ist nicht alles Gold (oder in diesem Fall: nicht alles Diamanten) was glänzt. Auf der einen Seite: Übersongs wie „I’m Not A Robot“ oder „Obsessions“ (Klavierballaden sind halt doch was Feines), auf der anderen Seite eine Fülle an Songs, die nicht endgültig zünden – also doch noch Unterschiede zu den Größen (Shakira, Catherine Zeta Jones), die im Lied „Hollywood“ als Vergleiche zu Marina aufgezählt werden. Dennoch hat das Album mehr Substanz und Reibungsfläche als Ellie Gouldings „Lights“, was einlädt, ja geradezu auffordert, sich noch das ein oder andere Mal darauf einzulassen. Außerdem löblich sind die tollen Remixe zu „I Am Not A Robot“ (Penguin Prison) und „Hollywood“ (Monarchy Gliese und Fenech-Soler), die zwar nicht den Weg auf die CD gefunden haben, uns aber die nächtlichen Stunden auf der Tanzfläche versüßen.

Marina & The Diamonds – The Family Jewels
VÖ: 14. Mai 2010, Warner
http://www.marinaandthediamonds.com
http://www.myspace.com/marinaandthediamonds

httpvh://www.youtube.com/watch?v=np3QLrHJmRA

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