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Veröffentlicht am 6.10.2010 | von Dorota

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PVT – Church With No Magic

PVT

black lies
black days
crimson swan

(PVT – Crimson Swan)

Angefangen als 5-köpfige Band und unter dem Namen Pivot begann die Geschichte 2005 mit der experimentalen Rock Gruppe aus Australien. Jetzt sind sie nur noch zu Dritt und heißen PVT. Dazwischen gab es EP’s und Alben wohin man nur schaute. Nun gibt es das Album „Church With No Magic“ von PVT unter Warp Records. Viele Veränderungen also, nur eine Sache ist gleich geblieben: experimentell sind die Jungs immer noch!

Das bebende „Community„, welches den Startschuss als Opener macht, ist als Beispiel für experimentelle Musik ganz gut. Wer die Band Pivot vorher nicht kannte, weiß jetzt auch noch nicht genau wohin sie die aktuelle Platte führen wird. Eher in die elektronische Ecke oder doch eher zu gruseliger Soundtrackmusik? Insgesamt ist „Church With No Magic“ so düster, wie es der Titel vermuten lässt. Klare Rhythmen des Schlagwerks, futuristische Sci-Fi-Klänge der elektronischen Sorte werden von Lautsprecher zu Lautsprecher gejagt, eine stark verhallte und mit Effekten beladene Stimme. Da werden schwere Geschütze aufgefahren, die oft genug an Bloc Partys „Intimicy“ Zeit zurückdenken lassen. Die dunkle, verworrene Struktur der Songs hat auch Parallelen zu These New Puritans. Da fällt die erste Single „Window“ schon fast komplett raus aus dem ganzen Konzept. Die Veröffentlichung war aber bestimmt kein schlechter Schachzug, um die Zuhörer nicht total zu verschrecken. „Window“ zeigt sich gesanglich nämlich viel melodiöser als die anderen neun Songs. Aber auch hier ist der Rhythmus der Anführer, dem sich die Stimme beugt.
Eine Sache, die man allerdings negativ erwähnen muss: trotz des Herumgebastel und den aufwendigen Kompositionen, kehren immer wieder die gleichen Motive der Songs zurück, soll heißen: auf Dauer kann das Interesse für die Klangexperimente von PVT verblassen.

So verstörend manche Songs („Crimson Swan„) auch auf den Zuhörer wirken, das Album ist für mich ein Erfolg! Auch wenn die Platte nicht zu den Jahrzehnt-Highlights gekrönt werden wird, für das Entfachen von Leidenschaft für experimentellere Musik ist diese Platte absolut geeignet! Und deswegen ist meine Meinung: wer dieses Album verschmäht, ist selbst schuld, wenn ihm die ganzen standardisierten, auf Hits gebügelten Indie-Rock-Platten auf die Nerven gehen!

45von521

PVT – Church With No Magic
VÖ: 6. August 2010, Warp Records
www.myspace.com/pvt

http://pvtpvt.net

httpv://www.youtube.com/watch?v=cbW0qRPYeqY

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