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Veröffentlicht am 5.10.2010 | von Dominik

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JERRY COTTON – Filmkritik

Wär‘ ich doch nur in Stuttgart geblieben…

(Klaus – Jerry Cotton)

Tja in Stuttgart geht es schon etwas beschaulicher zu Sache…also verglichen mit dem womit man sich in New York herumschlagen muss. Beispiel gefällig? FBI-Super-Vorzeige-Agent Jerry Cotton hat seit über 48 Stunden nicht mehr geschlafen, was ihn aber nicht daran hindert, nach einem eben noch glimpflich ausgegangenen Entführungsfall, bei dem „nur“ sein Partner schwer verletzt wurde, noch schnell beim nächsten Tatort vorbeizuschauen. Vor Ort findet der Workaholic seinen ärgsten Widersacher Sammy Serrano, seineszeichens Unterweltboss und verantwortlich für den einzigen ungelösten Fall Cottons, tot auf – kein Wunder also, dass der Agent sofort Feuer und Flamme für den Fall ist. 40 Stunden später hat sich das Blatt gewendet: Jerry Cotton, immer noch ohne Schlaf, wird von der Polizei und der Dienstaufsicht gesucht, während er mit seinem unfähigen neuen Partner versucht seine Unschuld zu beweisen und die wahren Täter hinter dem Komplott zu finden.

Bei der deutschen Produktion handelt es sich um die Verfilmung der hauptsächlich in den 60iger Jahren erfolgreichen Krimi-Romanheft-Reihe von Bastei Lübbe, die auch schon zur Zeit der Veröffentlichung eine Serie von B-Filmen mit dem amerikanischen Schauspieler George Nader in der Titelrolle nach sich zog. Wo wir schon bei B-Movie sind – die Neuverfilmung/-interpretation durch die beiden Regisseure Cyrill Boss & Philipp Stennert hat absolut gar nichts mit B zu tun, sondern zeigt was in Deutschland mittlerweile bei Comedy-Produktionen möglich ist. New York sieht in amerikanischen Produktionen nicht besser aus, als in der deutschen Hochglanzproduktion, die schon während des Vorspanns zeigt, wo der Hammer hängt. Respekt! Und egal, was man von der einfach gestrickten Geschichte hält, sie unterhält und bietet dem gut aufgelegten Schauspieler-Ensemble um Christian Tramitz, Christian Ulmen, Heino Frech und Moritz Bleibtreu genug Stoff um ihr Können zu zeigen. Somit ein rundum positiver Filmgenuss, sowohl für Comedy- als auch für Krimi-Fans.

Jerry Cotton (D 2010)
Regie: Cyrill Boss, Philipp Stennert
Darsteller: Christian Tramitz, Christian Ulmen, Mónica Cruz, Christiane Paul, Heino Ferch, Jürgen Tarrach, Herbert Knaup, Moritz Bleibtreu
DVD-VÖ: 7. Oktober 2010, Highlight Film
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

httpvh://www.youtube.com/watch?v=u-ExIx8M50I

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