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Veröffentlicht am 9.11.2010 | von Dorota

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O.CHILDREN – O.Children

ochildren

Bring me a prayer
Bring me a prayer
And I’ll watch over you
The way that you are
The things that you do
‚Cause I’m with you

(O.Children – Ezekiel’s Son)

Tiefer Männergesang, düstere Atmosphäre, aber trotzdem nicht unbedingt pessimistische Texte – wir reden von O.Children und ihrem gleichnamigen Debütalbum. „New Grave“, eine Bezeichnung, die sich da ein Schlaumeier einfallen ließ, soll angeblich diese Gothik-Pop-Ähnliche Stimmung beschreiben. Eijo, dann ma rein in den CD Player mit den toten Disco-Tänzern!

Vergleichbar zumindest in Ansätzen (aber auch nicht unbedingt selbst von der Band zum Vorbild/Einfluss gewählt): Joy Division und stimmlich mit Nick Cave. Beeinflussung gab es auf jeden Fall von Bauhaus und Gang Of Four, soll heißen: unsere Pop-Sweethearts sollten sich lieber vorsehen! Aber kein Grund jetzt schwarze Ledermäntel zu tragen und seine Nächte auf dem Friedhof zu verbringen. New Wave und Post-Punk und ja vielleicht sogar die Melodiösität eines Pop-Songs finden sich auf der kürzlich erschienenen Platte. „Dead Disco Dancer“ wurde schon letztes Jahr mal mehr, aber vor allem weniger gespielt. Warum eigentlich? Wo sind denn die Indie-Rocker, die total zerstört zu dem Song abgehen? Sind doch immer so cool und unantastbar, wie die Musik, die die 4 Engländer da machen. Die Jugend…
Das eventuell MTV-tauglichste Liedchen auf der CD ist meiner Meinung nach „Ezekiel’s Son„. Das fällt tatsächlich etwas raus mit seiner sehr sehr eingängigen Melodie und dem Mitsing-Chorus. Direkt gefolgt wird „Ezekiel’s Son“ von „Ruins„, der zweiten Veröffentlichung. „Radio Waves“ treibt tatsächlich mal ein ganzes Stück nach vorn. Da sind 4 1/2 Minuten durchgängig zum Takt nicken dann nicht mehr ganz so einfach. Großartig hierbei: die Saxophon-bestandteile, welche schon minimale Ansätze von Experimentierfreudigkeit zeigen.

O.Children bringen – nicht nur durch die Neugestaltung des Begriffes „New Grave“ – mal eine neue Variante in den so öde gewordenen englischen Indie Rock. Ob sich das durchsetzt, steht noch in den Sternen. Mich hat die Band jedenfalls überrascht und begeistert, auch wenn nicht jedes Lied auf dem Album meinen Geschmack trifft. Die verschiedenen Musikrichtungen werden hier auf jeden Fall zum größten Teil erfolgreich kombiniert und machen Lust auf mehr in die Extreme entgleiste Experimente.

4von5111

O.Children – O.Children
VÖ: 15. Oktober 2010, Deadly People
www.myspace.com/ochildren

httpv://www.youtube.com/watch?v=TmcHPk8_1N8

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