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Veröffentlicht am 30.12.2010 | von Dominik

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NOW, NOW – Neighbors

I thought we were lucky,
I thought that we ment it,
at least enough to keep it,
keep it through the night time,
push it through the morning.

(Now, Now – Neighbors)

2006 beginnt die Geschichte der amerikanischen Band Now, Now Every Children, nämlich als Cacie Dalager und Brad Hale, die sich aus der Blaskapelle ihrer Highschool kannten, dazu entschlossen gemeinsam Musik abseits von Bläsern zu machen. Nach 2 EPs und steigender Bekanntheit durch das Musikportal Paramorefans.com, war es 2009 Zeit für das Debütalbum „Cars„, das von dem schnelle Leben auf dem Highway handelt, was die beiden auf ihren ersten US-Touren kennenlernten. 2009 ist mittlerweile auch schon wieder etwas her, die Band hat mittlerweile Afternoon Records verlassen, über das „Cars“ damals erschien und heißt jetzt auch nur noch Now, Now, um Abstand von jeglichem kindischem Image zu nehmen. Mit „Neighbors“ erschien Ende des Jahres zumindest in Amerika eine neue EP der mittlerweile zum Trio angewachsenen Band…und um diese soll es in diesem Artikel gehen.

7 Songs, 20 Minuten, zwei Songs davon in zwei Versionen (normal und akustisch) – das ist „Neighbors“, eine typische EP, die sich auch als solche lohnt, zeigt sie doch leichte Entwicklungen der Band aus Blaine, Minnesota, bzw. bedient auch die Fans des Debütalbums. „Rebuild“ wirkt dabei als klassischer Opener, der mit seinen schwebenden Soundflächen und flackernden Samples in das neue Now, Now-Universum einführen soll. „Gaints“ nimmt die Stimmung auf, um den Sound kurz darauf komplett um 180° zu drehen – hier sind wir wieder bei Indie-Rock À la Nada Surf, Death Cab For Cutie bzw. auch gerade aufgrund der stimmlichen Ähnlichkeiten von Sängerin Cacie Dalager liegt auch der Land Of Talk-Vergleich sehr nah. Dennoch merkt man schon am zweiten Song, dass die Band gewachsen ist und der Sound größer ist als noch auf dem Debütalbum, was auch gerade an der Aufgabe des Duo-Formats liegen könnte. „Roommates“ ist dann auch das erste Highlight der Highlight-gespickten EP: Kindlich verträumt, melancholisch, vor sich hinschaukelnd lauscht man dem süßen Gesang Dalagers („I’m like a child and you’re like a mother„), bis der Song zu einem treibenden Crescendo, mitsamt mehrstimmigen Chor, ansteigt.

Jesus Camp“ zeigt sich ähnlich verträumt zu Beginn, während Orgel und Piano miteinander verschmelzen, steigert sich dann aber nur kurz, samt elektronischen Sample-Geflacker, um einen dann wieder in die verträumte Anfangsstimmung zurück zu versetzen. Das titelgebende „Neighbors“ wirkt in Gesang und Musik wie aus einem Coming-Off-Age-Film der letzen Jahre – Glockenspiel, Gitarre, Drums wie es beispielsweise zu „Juno“ oder „(500) Days Of Summer“ passen würde – süß, unschuldig und verspielt eben. Die beiden Akustik-Versionen runden die EP dann noch mal ab, ohne sich groß von den Originalen zu unterscheiden – trotzdem eine nette Dreingabe, die den Hörgenuss verlängern!

Now, Now – Neighbors
VÖ: 7. Dezember 2010, No Sleep Records (USA)
http://www.myspace.com/nownowmusic

httpvh://www.youtube.com/watch?v=P_8nxx0IiFs

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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