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Veröffentlicht am 15.02.2011 | von Dorota

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ASOBI SEKSU – Fluorescence

I’ve got nothing to show
in these hands of mine
But I’ve no reasons left to stay behind
Oh, please, don’t let me leave this life

(Asobi Seksu – Trails)

Noch nie was von Asobi Seksu gehört? Vielleicht sollte sich das demnächst ändern. Die 2001 gegründete Band, deren Name aus dem japanischen kommt und umgangsprachlich „verspielter Sex“ bedeutet, legt am Freitag ihre vierte Platte auf die Verkaufstheke. „Fluorescence“ heißt das Album und das passt wie die Faust aufs Auge! Das ist nämlich eine kurzzeitige, spontane Emission von Licht beim Übergang eines elektronisch angeregten Systems in einen Zustand niedrigerer Energie. Klugscheissen schon am frühen morgen…aber man muss ja auch wissen mit was man es zu tun hat.

Generell kann man Asobi Seksu ist die Reihe der Shoegaze-Musiker einordnen inklusive Dream-Pop-Elementen, welche sich erst durch die drei vorherigen Alben entwickelte. Aber nochmal zurück zu dem elektronisch angeregten Zustand: Asobi Seksu vermitteln genau das auf „Fluorescence“. Kurzzeitige Spannungen und elektrisierende Momenten, die sich kurz darauf beruhigen und ganz sanft und verträumt daher kommen.
Gesungen wird mal auf japanisch, mal auf englisch.“Trails“ ist dann der Ausnahme-Hit auf der Platte, stimmlich sehr an Mieze von der deutschen Band Mia erinnernd. „My Baby“ dagegen weckt alte Erinnerungen an das Gedudel von Jahrmärkten.
Auf allen Songs wird die Stimme von Sängerin Yuki Chikudate durch die enorme Benutzung von Effekten und Klangflächen oft verschleiert, bis wir zum Teil nur noch eine fiebsige Stimme wahrnehmen.

Insgesamt wechseln beim Zuhörer oft die Meinungen zu „Fluorescene“: mal sind manche Songs genial und machen unglaublich viel Spaß beim Hören (Trails, In My Head, Sighs, Pink Light), manchmal ist das hohe Stimmchen zu anstrengend und die Songs insgesamt untereinander zu ähnlich. Somit passt auch wieder der Titel der CD: nach anfänglicher Begeisterung und Aufgeladenheit revidiert sich die Meinung und man sucht sich seine Lieblingslieder, wobei man den anderen Songs nur noch selten die Gelegenheit gibt, positiv in Erinnerung zu bleiben.
Für alle Shoegaze-Fans, die den raschen Wechsel von Stimmungen und Kraft in den Songs mögen, könnte das Album aber ziemlich durchschlagen!

35von51

Asobi Seksu – Fluorescene
VÖ: 18. Februar 2011, Polyvinyl
www.myspace.com/asobiseksu

Asobi Seksu – Trails (Deerhoof Remix) by Polyvinyl Records

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