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Veröffentlicht am 3.02.2011 | von Franzi

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HERCULES AND LOVE AFFAIR – Blue Songs

Music is all ours foundation
and shall succeed on nations to come.

(Hercules and Love Affair – „It´s Alright“)

Es lässt sich so unglaublich viel über Hercules and Love Affair berichten. Denn wo soll man denn überhaupt anfangen? Am besten wohl bei Andrew Butler, ok. Er ist Kopf des Ganzen und „Gründer“ vom Kollektiv Hercules and Love Affair. Doch da geht es schon los – denn wirklich gegründet wurde Herclues and Love Affair nicht – das Projekt war eher ein Zufallsprodukt. Musik war für den überaus schüchternen Andrew Butler nämlich seit jeher nur ein Hobby. Wirklich damit Geld zu verdienen hat er nie in Erwägung gezogen, selbst als er mit Anthony Hegarty den Song „Blind“ aufnahm,  der ja ein Riesen Club-Hit wurde. Nun denn, es war auf jeden Fall so, dass aus dem New Yorker Fitness Trainer und Gelegenheits DJ Andrew Butler ein Star der Szene wurde, denn das Debütalbum „Hercules and Love Affair“ war mehr als ein Album. Es war ein Statement, dass Discomusik immer noch gängig ist. Mal kurz eine musikalische Renaissance eingeleitet zu haben ist für ein Debüt natürlich beachtlich. Was ist seitdem passiert?

Einiges, Andrew Butler hat neue illustre Persönlichkeiten um sich geschart – eine Berliner Perfomance Künsterlin, die ursprünglich aus Venezuela stammt und auch mal ein Junge war, dann der schwule Tänzer  Shaun Wright, den Andrew bei einem Live-Auftritt kennenlernte und achtung ein Herr namens Marc Pistel, früher Mitglied bei einer queer-vegan-anarchistischen HipHop-Gruppe, die Andrew Butler während seines Coming Outs musikalisch begleitete. Was für ein bunt schriller Haufen. Auch bei den Produzenten hat sich mintunter wegen des Labelwechsels etwas geändert: Nicht mehr Tim Goldsworthy vom Label DFA, sondern der österreichische Techno König Patrick Pulsinger legte Hand an die Regler.

Trotz der vielen Veränderungen und dem neu zusammengewürfeltem Ensemle hat das Album „Blue Songs“ eine klare Linie. Der House steht nun mehr im Vordergrund, solcher House wie er Ende der 80er, Anfang der 90er populär war. Denn da war er nach Aussagen Butlers neu und originell. Soulig, cheesy, mal sphärisch, mal balladesk und auf jeden Fall tanzbar – so klingen die „Blue Songs“. Da ist die theatralische Klavierballade „It´s Alright“ ( übrigens ein Cover eines überaus populären Songs aus dem Jahre 1986, der immer als letzte Scheibe in der legendären Diskothek Warehouse in Chicago gespielt wurde) oder „Step Up“, mit großem Coolness Faktor und zusätzlicher Promininz am Mikro: Kele. Ach, wenn es jemandem vorbehalten bleibt dann Hercules and Love Affair: – sie werden nie langweilig.

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Hercules and Love Affair – Blue Songs
Vö.: 28.Januar 2011, Cooperative Music (Universal)
www.myspace.com/herculesandloveaffair

Hercules and Love Affair – My House

Hercules and Love Affair „My House“ from Alanedit on Vimeo.

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