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Veröffentlicht am 17.02.2011 | von Dorota

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THE NAKED AND FAMOUS – Passive Me, Aggressive You

We’re only young and naive still
We require certain skills
The mood it changes like the wind
Hard to control when it begins

The bittersweet between my teeth
Trying to find the in-betweens
Fall back in love eventually
Yeah yeah yeah yeah

(The Naked And Famous – Young Blood)

Wir haben sie ja schon etwas länger im Auge, aber nicht auf unangenehme Weise: ganz im Gegenteil! Jedes Video, jede News, jeder Gig wird zur Kenntnis genommen. Und warum dieses große Interesse an The Naked And Famous? Weil sie 1.) bald ihr Debüt „Passive Me, Aggressive You“ in Deutschland veröffentlichen und weil 2.) hier immer noch eine Wette am laufen ist. Wir erinnern uns: bei dem Artist to Watch 2011 Artikel hab ich großspurig behauptet diese neue aus Neuseeland stammende Band wird die fünf wichtigsten Festivals dieses Jahr bespielen. Wir bleiben immer noch gespannt, ob das klappt. Ist ja noch etwas Zeit. Wofür keine Zeit mehr ist, ist das Album, das wir uns – natürlich aufmerksam – angehört haben.

Die fünfköpfige Band hat mit „Young Blood“ im letzten Quartal von 2010 nicht nur Aufmerksamkeit erregt, sondern dazu auch noch einen Ohrwurm um die Welt geschickt. In Neuseeland stieg die Single sogleich auf Platz 1 der Charts ein. Nichts besonderes? Doch, das letzte Mal bei dem ein Neuseeland-Act das geschafft hat, war drei Jahre zuvor. Die Deutschen hinken ja gerne mal hinterher, was Musik angeht und somit wundert es nicht, dass ausgerechnet jetzt auch Viva die Melodie und das „yeah yeah yeah yeah“ für sich entdeckt hat und dies sogleich in einem Teaser für Viva verarbeitet. Aber nicht nur „Young Blood“ ist unglaublich stark in Eingängigkeit und Melodie, auch „All Of This„, „Punshing In A Dream“ und „Girls Like You“ könnten von vielen Werbefirmen entdeckt und genutzt werden. Nicht, dass das ein Zeichen von besonderem Talent ist, nein, aber man muss schon zugeben, dass diese Pop-Songs sich locker ihre Nischen in anderen Vermarktungsindustrien suchen können – neben der Musikindustrie und ihren Plattenverkäufen versteht sich.
Die anderen neun Lieder sind rockiger, etwas riskanter. Aber alles ist und bleibt sehr gut hörbar und vor allem auf Albumlänge erträglich!

Das Album könnte insgesamt die Tendenz haben im Nachhinein nach gefühltem 1000 Mal hören doch mal die Gehörgänge zu übersättigen – das muss ich zugeben. Aber wenn man sich vorstellt, wie das live wohl klingt, dann wird das alles schon wieder spannend.
Für Indie-Pop-Neuseeland-Befürworter ist das auf jeden Fall ein Album des Jahres. Andere Menschen, werden sich schwer tun, es wird ihnen leer und unbedeutend vorkommen! Auch das sei erlaubt, solange man sich daneben als Fan von The Naked And Famous outen darf!

4von5111

The Naked And Famous – Passive Me, Aggressive You
VÖ: 18. März 2011, Fiction (Universal)
www.thenakedandfamous.com
www.myspace.com/thenakedandfamous

The Naked And Famous – All Of This from The Naked And Famous on Vimeo.

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