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Veröffentlicht am 19.04.2011 | von Lisa

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JAMES VINCENT MCMORROW – Early in the Morning

jamesvmcalbumcover

Two thousand years I’ve been in that water
Two thousand years, sunk like a stone
Desperately reaching for nets
That the fishermen have thrown
Trying to find a little bit of hope.

Me, I was holding all my secrets soft and hid
Pages were folded, then there was nothing at all
So if in the future I might need myself a savior
I remember what was written on that wall.

(James Vincent McMorrow – We Don’t Eat)

Nachdem der junge irische Singer-/Songwriter James Vincent McMorrow sein Debütalbum im UK bereits 2009 veröffentlicht hatte, wagt er mit ‚Early in the Morning‘ nun auch den Schritt aus den heimischen Gefilden hinaus.
‚Early in the Morning‘ ist in vielerlei Hinsicht ein beachtliches Album. Sechs Monate verbarrikadierte sich der bärtige Ire zu Hause, um sein Album aufzunehmen – und dabei jedes einzelnen Instrument selber einzuspielen! Hört man das Resultat kann man davon nur beeindruckt sein – das Album ist ein ausgezeichnetes, zauberhaftes und klassisches Folk-/ Singer-Songwriter-Album dass sich mit Genregrössen wie den Fleet Foxes, Iron & Wine oder Bon Iver durchaus messen kann. Durch McMorrows Falsettogesang durchaus an letztere erinnernd, zeugen die Songs aber nicht nur von seinem musikalischen Talent, sondern auch von seiner Begabung als Songwriter.
Fühlt sich die erste Hälfte des Albums mit Songs wie dem rhythmischen ‚Hear the Noise that moves so soft and slow” und dem temperamentvollen Folksong “The Sparrow and the Wolf‘ noch etwas beschwingter und heller an, besticht die zweite Hälfte durch wunderbar dunkle, fantastisch angehauchte und fast schon märchenhafte Songs. ‚Down the Burning Ropes‘ ist eins der besten Beispiele: spärlich instrumentiert mit einer sich langsam vorantastenden und doch fast schon bedrohlich wirkenden Gitarre beinhaltet der Song eine schwer beschreibliche Intensität – McMorrow mischt simple aber wunderbare Melodien mit seiner etwas sonderbaren aber doch den Songs unheimlich zugute kommenden Stimme und zaubert daraus seine ganz eigenen Märchen.
‚From the woods‘ last einen zum Beispiel an das Grimm’sche Märchen vom bösen Wolf denken, der sich aus dem Wald schleicht um Rotkäppchen zu erhaschen – genauso langsam schleicht sich der Song in der ersten Hälfte voran, nur um dann urplötzlich auszubrechen: “From the woods / From the woods / They’re coming from the woods” singt sich McMorrow die Seele aus dem Leib, fast schon einer Warnung für den Hörer gleich.
‚And if my Heart Should Somehow Stop‘ hingegen ist einer der schönsten Schmachtfetzen diesen Jahres und bezaubert mit einer wunderbaren Melodie, die so bittersüsse Melancholie im Hörer weckt, dass man immer und immer wieder zurück skippen muss um diesen Song noch einmal zu hören. Definitiv der beste Song dieses rundum hörenswerten Folkalbums.

4von5111

James Vincent McMorrow – Early in the Morning
VÖ: 8. April 2011 (Believe)
www.jamesvmcmorrow.com
www.myspace.com/jamesvmcmorrow

httpvh://www.youtube.com/watch?v=X4Bs4k5i5BQ

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