Reviews Slove - Le Danse CD-Kritik

Veröffentlicht am 26.10.2011 | von Fred

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SLOVE – Le Danse

Slove - Le Danse CD-Kritik
Come, come to me

It might be exactly what you need
And once you walk through the door
You‘ll be coming back for more



(Slove – Flash)

Das Duo Slove besteht aus dem Schweden Leo Hellden und dem Franzosen Julien Barthe. Ersterer ist durch die Bands und Projekte Veo Veo, Aswefall und Tristesse Contemporaine bekannt, zweiterer veröffentlichte als Plaisir De France und Sweetlight für Labels wie Kitsune, Turbo und Pro Zak Trax. Auf dem Pariser Indie Pschent releasen die beiden nun ihr Debutalbum ‚Le Danse‘, auf dem sie sehr charmant aufzeigen, wie man stylisch-hedonistischen Pop mit modernen und cleveren Arrangements auffrischt.

‚Le Danse‘ ist ein wilde Mischung. Elektronischer Postpunk trifft auf House und Techno aber auch Shoegaze und Indie wird Platz gegeben. Der Fixpunkt der gesamten Platte lässt sich schon vom Titel ableiten, es geht um Tanz und Bewegung und in jedem Song finden sich Elemente, die auf dem Dancefloor zu Hause sind. Understatement wird hier groß geschrieben. Entspannt startet ‚Le Danse‘ mit einem entspannten Titel Track auf dem sich windende Gitarren mit leichtfüssigen Snares und High-Hats kombiniert werden. Gastsänger Maik murmelt dazu einige wenige Worte ins Mikrofon und es entsteht ein psychedelischer Song, an dem die Stone Roses ihre helle Freude gehabt hätten. ‚Do We Need‘ geht da schon mehr nach vorne, ist aber immer noch verhältnismässig ruhig. Eine treibende Basslinie und feine Synthies animieren dazu, sich endlich aus der dunklen Ecke des Clubs zu trauen und die Tanzfläche zu stürmen. ‚Le Danse‘ erreicht seine besten Momente, sobald Gastsänger die ohnehin schon stimmigen Tracks bereichern. Der gnadenlose Pop-Überflieger ‚Flash‘ mit der bezaubernden Sarah Krebs ist so ein besonderer Song. Wenn Sarah zu fluffigen-leichten aber akzentuiert eingesetzten Beats ins Mikrofon haucht schlägt einem das Herz höher. Wie mit Sekundenkleber fixiert setzt sich der einfach gestrickte Song im Ohr des Hörers fest. Auch ihre beiden anderen Einsätze auf den Songs ‚DMGM‘ und ‚Noisy Edge‘ sind mehr als gelungen, entwickeln aber nicht die gleiche poppige Faszination wie Flash. Auch die beiden Franzosen Anne-Laure Keib und Olivier Rocabois überzeugen mit ihren Gesangsparts und hauchen ihren Tracks gekonnt Leben ein.

Slove bringen mit ihrem Debütalbum ‚Le Danse‘ eine Platte auf den Markt, die man wohl am ehesten im New Yorker Umfeld um DFA und James Murphy ansiedeln kann. Indie und Elektro werden auf eleganter und trotzdem spielerische Weise zusammengebracht und erzeugen so einen zeitgemäßen und höchst infektiösen Sound. Slove schaffen es auf ‚Le Danse‘ die Herzlichkeit des Indie-Pop mit der Dringlichkeit von zeitgenössischem Elektro zu vereinen und liefern ein ungemein gutes und abwechslungsreiches Debüt ab.

Slove – Le Danse
VÖ: 21. Oktober 2011 (Psychent/ Rough Trade)
http://plaisirdefrance.net/artistes/slove

http://soundcloud.com/slovemusic

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Über den Autor

Fred ist 32 Jahre, wohnt in der Pop-City Damstadt und mag Hunde, Pizza und Musik.



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