Musik no image

Veröffentlicht am 11.06.2012 | von Dr. Chat

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LIGHT ASYLUM – Light Asylum

Was so mysteriös und düster und vor allem ganz schön herb klingt ist tatsächlich die Stimme von Shannon Funchess, die schon bei LCD Soundsystem und !!! mitgewirkt hat. Die Frau aus New York hat sich dann kurzerhand mit ihrem Projekt Light Asylum verselbständigt, aber weil alleine im Studio abhängen ja nicht soviel Spaß macht, stieg Bruno Coviello mit seinen Soundbasteleien ein und zack werden die 80ies wieder belebt.
Im Jahr 2011 war dann die EP ‚In Tension‚ raus mit dem gefeierten Hit ‚Dark Allies‚. Nun haben wir 2012 und da wird es endlich Zeit für ein Debüt namens – klar –  ‚Light Asylum‚.

Genau für dieses Album und weil Rezensieren alleine nicht so unterhaltsam ist, gibt es das Dr. Chat-Special: Die Energie, der Wortwitz, die Grammatik, der Intellekt von drei Personen gebannt in einer CD Rezension! Weil diese Diskussion über das Album aber derart ausgeartet ist, haben wir das Ganze mal auf das Wesentliche gekürzt. Dr. Chat – was meinst du zu dem Album von Light Asylum?

Franzi: eija louus gehts, ich mach ma die anlag an
Dominik: yeah
Huch? Ich werd beschossen?!?
Doro: Lied #1: Hour Fortress
Franzi: ich auch!!! aber ich lebe noch
oha, der beat geht gut rein, groovy, alter, was e stimm
Doro: ich kann noch net so glauben, dass das ne frau is
Franzi: das geht net
Dominik: Ah, das versteht man mittlerweile unter „markante Stimme“ – voices of the dead, oder wie?
Doro: ich sollt aufhören mit rauche
Franzi: aus dem Grab, spooky
aber davon abgesehen, mir gefällts
Doro: ja aber die musi hinten dran is cool
Franzi: ja genau, 80s sound, guter einstieg
Doro: irgendwie muss ich bisschen an hercules and love affair denken…ich weiß net wieso
Franzi: ja weil du von diesem nicht eindeutig spezifizierbaren gender ding weißt…mann-frau tausch, spiel mit den identitäten
Doro: oha…hier die psychologin
Dominik: Musikalisch schwankt es zwischen monoton und leicht berechenbar, nicht ohne, dass es einem in den Beinen zuckt, spannend wird es dann durch das „Stimmchen“…
Franzi: stimmchen klingt eher nach fruchtzwerg…das hier ist schon eher STIMME
alter der zweite song (‚Pope Will Role‚) ist ja total michael jackson mäßig, im hintergrund fährt die elektronik, aggressiv, sehr männlicher sound
Dominik: irgendwie hab ich das gefühl, dass die Songs erzwungen polarisieren sollen…funktioniert bei mir super…‘Pope Will Roll‚ nervt mich schon mal im großen Stil. Wenn das irgendwo laufen würde, wäre das mein persönlicher Rausschmeißer…
Doro: geil weiß man ja wie man den dominik von ner party bekommt
Franzi: Noch gehts… ich jump mal zum nächsten track; ich habs gerade in meine dj-playlist mit aufgenommen, nur um dominik zu nerven
so ich hör jetzt ‚ipc‚, mutet ja schonmal etwas freundlicher an
Dominik: ich frag mich gerade eher, in welcher verfassung ich war, als ich dem lied 3 Sterne bei itunes verpasst habe..
Franzi: ne, also ich muss sagen, mir wird das ganze zu monoton
der beat und die synthies sind auf „redundant“ gestellt…
ich bin jetzt schon bei „sins of flesh„…das hat so einen erotischen titel, aber sexy find ich den song net
Dominik: Positiv: ‚Sins Of Flesh‚ nervt nicht mehr so, wie die Songs davor…Negativ: Geil ist es auch nicht, tendiert so in die Belanglosig-/Langweiligkeit…Allgemein tue ich mich schwer mit dieser Art der underground, extrem arty Musik…für mich weder tanzbar noch lege ich gesteigerten Wert noch mehr zuhören…aber gut…mehr!!!
Franzi: vielversprechender start, zieht einen richtung dancefloor, aber dann wirds anstrengend; monoton, unaufregend, berechenbar irgendwie
schnarch, ich drück skip, oha gewitter bei ‚shallow tears‚, ok shallow tears hat endlich mal bisschen drama, das mag ich…vier sterne bei itunes
Dominik: franzi ist unsere drama-queen…erinnert euch das Gesinge bei ‚Angel Tongue‚ nicht auch etwas an Meat Loaf?
ich hab das geheimnis um die stimme gelöst und warum die lieder so verdammt lang sind: die haben einfach die Geschwindigkeit aus allen Songs rausgenommen
bin jetzt auch bei ‚end of days‚, da war schon der film mit arnold schwarzenegger nicht gut…der genauso hieß…
Doro: endzeitstimmung halt…geht, da gabs stärkeres auf der platte wie ich finde. das erinnert mich nur an so ritualsgesänge…
Franzi: laangweilig
Dominik: ich finds ok
Franzi: genau wie der track darauf ‚a certain person
Dominik: für mich einer der besseren songs…
Franzi: hilfe!
Doro: warum is bei ‚a certain person‘ ein pferd zu hören? was soll dsa?
Dominik: Ferien auf dem Bauernhof?
Franzi: ich wußte, dass dominik auf pferde steht
welch beruhigende stille…also, die platte hat mehr tiefen als höhen…zwei-drei songs mag ich, aber der ist langweilig und nicht abwechslungsreich
genug…von mir gibts zwei ein halb kugeln
Doro: eigentlich finds ichs gar net so schlecht, auch wenn die beats als 5 min dahinplätschern, aber den großen joker haben sie mit der stimme…ich kenn da net so viele die so singen ne…der stil der songs is halt immer gleich, aber dafür wissen die schon auch wie man etwas abwechlung von song zu song hinbekommt find ich…von mir 3, vllt sogar 3.5
Franzi: ja die stimme ist der einzige joker für mich, da hast du schon recht
Dominik: Zu Beginn locken einen Light Asylum mit ‚Hour Fortress‚, einem sich am Rande der Tanzbarkeit windenden Song, in ihre düsteren Klauen, um einen dann mit Monotonie, Kitsch und wirrem arty-farty Sound zu entgeistern. Gegen Ende klärt sich das Ganze etwas auf und man hört auf zu polarisieren und begibt sich in seichtere Gebiete, die dann wohl auch dem zuvor geneigen Hörern etwas zu glatt sein werden. Ergebnis: 1-2 top Rausschmeißer gewonnen und hoffentlich schon bald wieder vergessen. 2 von 5 Kügelchen
Doro: haha…spontan ma runtergeschrieben…das druck ich net ab…
Franzi: hat er bestimmt vorbereitet…streber
Doro: naja dann wohl 2.5 kugeln oder was?

Light Asylum – Light Asylum
VÖ: 4. Mai 2012, Cooperative Music (Universal)
www.lightasylum.com

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