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Veröffentlicht am 1.11.2013 | von Lara

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4 GUYS FROM THE FUTURE – Adagio

Could anybody hear me call?
I got nothing to say
Love won´t hurt us now
We screw it anyway

(4 Guys From The Future – Nothing To Say)

Also, wenn diese vier Jungs wirklich aus der Zukunft kommen, dann kann es musikalisch nur gut werden. Die Dänen drehen weiter am Rand der Zeit mit ihrem zweiten Album. Hier treffen süßliche Folklänge, elektronische Spielereien und tanzbarer R´n´B aufeinander, sodass irgendwie nicht genau klar ist, welche musikalische Epoche hier maßgeblich Einfluss hat. Seventies-Rock oder doch Eighties-Pop? Na ja, irgendwie klingt dann die Mischung ziemlich abgespact. 4 Guys From The Future machen ihrem Namen alle Ehre.

Dass die Skandinavier hier noch nicht so bekannt sind, sollte sich doch bald ändern. In der hippen Kopenhagener Szene angefangen, nahmen die Jungs dann 2010 ihr Debütalbum auf, und das größtenteils sogar in Berlin. Ihr catchiger Mix aus Alternative-Pop, Krautrock und Experimental zeichnet sich auch auf ‚Adagio‚ aus. ‚Nothing To Say‚ wandelt auf den Spuren von Grizzly Bear und The Smiths – ja ungewöhnliche Kombi, aber daran muss man sich bei 4 Guys wohl gewöhnen.

Synthies, folkige Gitarrenparts und eher zurückhaltende Percussions erinnern sehr an die New Wave Zeit der Achtziger. Und irgendwie singt Frontman Bjarke auch so melancholisch wie Morrissey. Gleich darauf folgt das träg schreitende ‚B.T.G.T.K No Poem‚, das wohl am besten als psychedelischer Britpop zu beschreiben ist. Welche Künstler als Inspirationsquellen für die Band dienen, ist sicherlich nicht an einer Hand abzuzählen.

Die Dänen mögen es auf jeden Fall sehr verträumt. Einziger Ausreißer aus dem Nebel des lässigen In-den-Tag-Hineinbaumelns ist das sehr dissonante ‚Corruption‚: Kratzig, dröhnend und abgehackt bricht der Track mit dem bisherigen Tonus der Platte – ja, die Jungs sind immer für eine Überraschung gut. Aber keine Angst, es wird schnell wieder ruhiger nach dem Sturm. „Beauty hides in anyone who wears a mask„, säuselt der Sänger zu den Backing Vocals, bestehend aus „Ohhs“ und „Aahs„. Und geradezu automatisch ist man in diese Hippie-Zeit mit Musik von Simon & Garfunkel zurückversetzt. Sehr entspannend. 4 Guys From The Future verbinden auf ‚Adagio‘ Retro-Elemente mit modernen Kompositionen. Zukunftsträchtig ist so etwas allemal.

4 Guys From The Future – Adagio
VÖ: 25. Oktober 2013, Tambourhinoceros
http://4guysfromthefuture.net
www.facebook.com/4guysfromthefuture

 

4 GUYS FROM THE FUTURE – Adagio Lara

Zusammenfassung: Also, wenn diese vier Jungs wirklich aus der Zukunft kommen, dann kann es musikalisch nur gut werden.

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