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Veröffentlicht am 7.04.2014 | von Tobias

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GAME OF THRONES – Staffel 3 – Kritik

In jedem Mann steckt ein wildes Tier, und es regt sich, wenn man ihm ein Schwert in die Hand drückt. 

(Jorah Mormont – Game of Thrones)

Die Lannisters scheinen am Ziel angekommen zu sein. Ihre größte Bedrohung Stannis Baratheon (Stephen Dillane) ist geschlagen und verfügt über so gut wie keine Truppen mehr und auch das Haus Tyrell hat sich den Lannisters angeschlossen. Durch die Heirat zwischen Joffrey (Jack Gleeson) und Margaery Tyrell (Natalie Dormer) soll dieses Bündnis bekräftigt werden. Doch auch innerhalb der Familie bröckeln die Machtverhältnisse und so müssen sowohl Cersei (Lena Headey) als auch Tyrion (Peter Dinklage) einsehen, dass ihre Macht unter dem König Joffrey immer mehr zu schwinden droht.

Robb Stark (Richard Madden) versucht weiterhin von außen die Stärke seine Familie wieder herzustellen und führt eine unerbittliche Schlacht gegen die Lannisters. Doch seine Anstrengungen scheinen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein zu sein. Die letzten Verbündeten vergrault der junge Stark durch die Liebesheirat mit Talisa (Oona Chaplin). Der Rest seiner Familie befindet sich immer noch auf der Flucht oder in den skrupellosen Händen der Lannisters.

Daenerys Targarye (Emilia Clarke) setzt derweilen alles daran ihre Truppen aufzubauen um endlich den eisernen Thron besteigen zu können. Ihr Drachen sind dafür unausweichlich, nehmen sie doch an Größe und Kraft von Tag zu Tag zu.

Es herrscht an allen Ecken Chaos in Westeros und dazu scheinen sich die weißen Wanderer auch noch einen Weg über die unüberbrückbare Mauer geschaffen zu haben.

Game of Thrones’ war von Beginn der Serie etwas Besonderes. Eine episch angelegte Erzählung, gemalt in wunderschönen, oftmals grausamen Bildern und einer Ausstattung von der so mancher Film nur Träumen kann. Es ist also nicht verwunderlich, dass von Folge 1 ein Hype aufbaute, der sich ins unermessliche steigerte. Fans fiebern von Folge zu Folge mit und teilen dies auf sozialen Netzwerken ohne Unterlass mit. Eine perfekte PR-Machinerie.

HBO überzeugt eigentlich fast immer mit ihren Produktionen, aber bei ‚Game of Thrones’ haben sich die Macher selbst übertroffen. Selbst wenn man kein großer Fan von Fantasie oder historischen Umgebungen ist, kommt man nicht umhin diese Serie zu lieben. Jede einzelne Figur wird perfekt charakterisiert, die Storylines verlaufen rasant und äußerst komplex. Eigentlich kommt nie Langeweile auf. Aber gerade durch die Komplexität steigt die Verwunderung, dass sie Serie eine so große Fanbasis besitzt. Einfach verdauliche Kost sieht jedenfalls anders aus.

In der 3. Stafffel der Serie findet sich eigentlich keine große Änderung. Warum auch? Die Ausstattungen sind nach wie vor hervorragend und auch die Schlachten sind so episch wie eh und je. Natürlich kommt hinzu, dass HBO das Budget der Produktion nochmals groß aufgestockt hat. Das hat sich gerade bei der Verteilung der einzelnen Charaktere, in alle erdenklichen Himmelsrichtungen, gelohnt.

Die Erzähl-Geschwindigkeit, welche zum Ende der zweiten Staffel kräftig angehoben wurde, bleibt hier erhalten. Es bleibt keine Zeit zum Durchatmen und es gibt sicherlich mehr als einen Schockmoment, bei dem einem das Fanherz buchstäblich stehen bleibt.

Kunst im wahrsten Sinne des Wortes bekommt man hier zu sehen und es ist ein Glück, dass die vierte Staffel schon kurz vor der Tür steht. In diesem Sinne – Winter is coming.

Schöpfer: David Benioff, D.B. Weiss
Darsteller: Peter Dinklage, Nikolaj Coster-Waldau, Emilia Clarke, Kit Harington, Lena Headey
DVD-VÖ: 28. März 2014, Warner Home Video

 

 

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Über den Autor

Tobias ist 31, Schwabe aus Überzeugung, trägt aus Prinzip keine kurzen Hosen. Liebt Musik, Bücher, Filme und Schnitzel.



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