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Veröffentlicht am 30.05.2014 | von Tobias

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ORPHAN BLACK – Staffel 1 – Kritik

Ganz ehrlich, es geht um Leben oder Tod.

(Sarah – Orphan Black)

Sarah Manning (Tatiana Maslany) ist ein Waisenkind. Ihr Leben hat sie nicht richtig unter Kontrolle. Als sie eines Tages Zeuge wird, wie eine Frau, welche ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, Selbstmord begeht, entscheidet sie sich kurzerhand deren Identität anzunehmen. Von nun an arbeitet sie bei der Polizei und muss sich erst einmal in dieser neuen Rolle zurechtfinden. Bei ihrer Arbeit findet sie heraus, dass die Ähnlichkeit der Selbstmörderin keinesfalls Zufall ist. Sarah ist ein Klon und nicht der Einzige. Als wäre diese Nachricht nicht schon Schock genug, will ein Killer alle Klone auslöschen und somit muss Sarah sich mit ihren Klonen verbünden um ihr Leben zu schützen und gleichzeitig mehr über ihre Identität herauszufinden.

Es ist faszinierend zu sehen, wie viele Serien gerade aus dem Boden schießen. Fast zu jedem Thema gibt es eine und auch ehemalige Hollywood-Blockbuster werden nochmals für das Fernsehen aufgewärmt. In dieser Umgebung ist es wirklich schwer, eine neuartige Serie zu generieren, der enormen Konkurrenz zu trotzen und eine Fangemeinde aufzubauen. ‚Orphan Black’ ist jedoch auf dem besten Weg sich als eine Top-Serie zu etablieren.

Zunächst einmal ist die Storyline außergewöhnlich und die Geschichte der Klone bisher noch ungesehen in einem Serienformat. Glücklicherweise haben die Macher versucht, diese Thematik so realistisch wie möglich zu gestalten. Beim Betrachten der Serie und dem Verlauf der Storyline, kann man durchaus auf den Gedanken kommen, dass Klone in unserer Welt vorhanden sind. Allgemein wird es in der Serie nie langweilig. Von Beginn an wird ein hohes Tempo vorgelegt, welches fast durchgehend beibehalten wird.

Der wahre Lichtblick ist in diesem Fall aber wahrlich die Hauptdarstellerin Tatiana Maslany. Bis zu 10 Klone sind am Ende der ersten Staffel bekannt und alle werden von ihr verkörpert. In einem aufwendigen Verfahren wurden die Szenen mehrmals gedreht und Maslany schlüpfte jeweils in eine andere Rolle. Die Figuren sind dabei auf keinen Fall eindimensional oder langweilig. Nicht nur äußerlich, sondern auch in ihren Gefühlen, Wahrnehmungen und Talenten unterscheiden sich die Klone extrem. Eine solche Bandbreite abzudecken und jeder Figur eine starke Tiefe zu verleihen ist eine Meisterleistung. Deswegen ist Maslany auch zurecht bei Preisverleihungen stets an vorderster Stelle anzufinden.

Die Unterschiedlichkeit der Klone führt auch dazu, dass viele verschiedene Untergeschichten erzählt werden können. Sei es die Vorstadt-Idylle auseinanderzunehmen, über Homosexualität nachdenken zu lassen oder auch wie schwer es alleinerziehende Mütter in unserer Gesellschaft haben. ‚Orphan Black’ ist dabei Vorreiter und weiß es geschickt diese Punkte mit einer spannenden Grundgeschichte zu paaren.

Es passiert nicht oft, dass eine kanadische Serie weltweit Erfolg feiert. ‚Orphan Black’ ist dies aber geglückt. Die zweite Staffel ist vor wenigen Wochen in den USA angelaufen und wird noch frenetischer gefeiert als zuvor. Das verspricht einiges, der Grundstock, der hier gelegt wurde ist auf jeden Fall äußerst sehenswert.

Schöpfer: John Fawcett, Graeme Manson
Darsteller: Tatiana Maslany, Kevin Hanchard, Jordan Gavaris, Dylan Bruce, Michael Mando
DVD-VÖ: 30. Mai 2014, Polyband/WVG

 

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Über den Autor

Tobias ist 31, Schwabe aus Überzeugung, trägt aus Prinzip keine kurzen Hosen. Liebt Musik, Bücher, Filme und Schnitzel.



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