Kritik no image

Veröffentlicht am 4.07.2014 | von Tobias

0

SVENGALI – Filmkritik & Verlosung

Ich bin in London und ich manage eine Band. Eine echt abgefahrene. 

(Dixie – Svengali)

Dixies (Jonny Owen) großer Traum ist es, eine Band zu entdecken, die er groß rausbringen kann. Durch Zufall stößt der Kleinstädter auf die Band The Prems. Spontan fährt er nach London, überzeugt die Band und bekommt den Posten als deren mManager. Mit naivem Eifer macht sich Dixie an die Arbeit und versucht alles, um die Band bekannt zu machen. Unterstützt wird er dabei von seiner Freundin Michelle (Vicky McClure), doch immer mehr bekommt Dixie Probleme – die Band hat immer mehr Erwartungen und auch die gierige Musikbranche macht ihm immer mehr zu schaffen.

Musikfilme gibt es wie Sand am Meer. Thematisch unterscheiden sie sich stark und decken eigentlich jeden denkbaren Aspekt dieser Branche ab. Angefangen beim Journalisten, über das Dasein als Bandmitglied, bis hin zum einfachen Fan. ‚Svengali‚ schlägt aber in eine ganz andere Kerbe und zwar das Dasein als begeisterter Musikfan, der in zweiter Reihe aus Liebe zur Musik eine Band managen will. Hört sich spannend an und ist ein Ansatz, den wir gut nachvollziehen können.

Der Film ist eine ganz klare Low-Budget Produktion und kommt sehr einfach gehalten um die Ecke. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig und man braucht seine Zeit um in die Geschichte und die Erzählstruktur zu finden. Doch ab dem Moment, wenn dies der Fall ist, vermittelt der Film eine ungewöhnlich Magie, die einen fesselt und mit Dixie wahrhaftig mitfühlen lässt.

Natürlich spielt da immer die Liebe zur Musik mit und die Verbeugung vor London als Weltmetropole des Indierock. Wer nicht selbst mit dieser Musik aufgewachsen ist wird schwer über kurze Begegnungen und Bezüge lachen können. Alleine aber die Szene de ersten Konzertabends der Band, wenn Carl Barat durch Zufall Ansager des Abends wird, ist lustig und lässt einem das Herz höher schlagen.

Die negativen Aspekte des Films findet man gegen Ende. Bei der Suche nach einem Happy End, wirkt die Geschichte konstruiert und manövriert sich nur haarscharf am Kitsch vorbei. Weniger Klitsches und mehr charmante Ideen hätten dem Film hier gut getan.

Ein unbekannter Film, der es wahrscheinlich schwer haben wird, ein Publikum zu finden. Allein schon wegen der Ästhetik wird er für viele Zuschauer abschreckend wirken. Für Musikfans und Menschen die ihren Job in der Musikbranche haben aber eine Filmperle, die man nicht verpassen sollte.

Regie: John Hardwick
Darsteller: Jonny Owen, Martin Freeman, Michael Socha, Vicky McClure
DVD-VÖ: 26. Juni 2014, Universal Pictures Germany GmbH

In Zusammenarbeit mit Universal Pictures Germany GmbH verlosen wir 1 Exemplar der BluRay von ‘Svengali’ – ihr wollt gewinnen? Dann schreibt uns bis zum 11. Juli eine Mail mit eurer Adresse bzw. dem Betreff ‘Svengali’ an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück habt ihr schon bald Gewinnpost von uns in eurem Briefkasten!

 

Tags: , , , ,


Über den Autor

Tobias ist 31, Schwabe aus Überzeugung, trägt aus Prinzip keine kurzen Hosen. Liebt Musik, Bücher, Filme und Schnitzel.



Comments are closed.

Back to Top ↑
  • GLF21

    GLF21

    Leider wird es auch in 2021 kein Golden Leaves Festival geben. Lest hier unsere offizielle Absage.

  • Endlich Open-Air

    Endlich Open-Air

    Endlich Open-Air! Unter dem Motto life & safe holen wir mit unseren Kollegen von der Centralstation und dem 806qm Acts wie Helge Schneider, Joy Denalane, Alice Merton, Mighty Oaks, Altin Gün, Mine, Nura, Muff Potter, Joris und viele mehr auf den Messplatz in Darmstadt.

  • Bedroomdisco Weekly

  • Bedroomdisco TV