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Veröffentlicht am 8.10.2014 | von Lara

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SBTRKT – Wonder Where We Land

´I’m MLK, I’m speaking out against the segregation
I can make it through the gate and open it for all my berthen
I don’t mean to ruffle feathers, niggas talkin‘, bitches hatin‘
Contemplatin‘ every single move you make and study you
Ready boo, niggas go through Earth and Hell and Heaven for a story based on Raury´

(SBTRKT  feat. Raury – Higher)

Der UK-Hype mit der Maske meldet sich mit Album Nummer Zwei zurück: SBTRKT verfeinert auf ‚Wonder Where We Land‘ seine flimmernden Elektro-Beats und experimentiert mit mehr Hip Hop und Drum’n’Bass. Ging das Debüt mit glattem Dubstep und Elektro-Pop noch auf Nummer sicher, wagt SBTRKT hier nun mehr. Und das äußerst erfolgreich.

Aaron Jerome war 2011 einer der großen neuen Dinger in der Independent-Musik. Nicht nur seine afrikanische Maske, die er immer bei Bühnenauftritten trägt, sorgt für Aufsehen, sondern ebenso sein spannendes Sounddesign. Dubstep, Electronica, R’n’B und UK Bass sind seine Grundzutaten, aus denen er clubtaugliche Tracks bastelt. Ebenso kollaboriert er gerne mit talentierten Gesangspartnern wie Sampha und Jessie Ware. Die sind ebenfalls wieder auf dem neuen Album vertreten. Besonders die Zusammenarbeit mit Sampha zeigt sich wieder einmal gelungen. Seine sanfte, soulige Stimme passt perfekt zu den feinen Soundkonstellationen. Besonders ‚Temporary View‘ und ‚Gon Stay‘ stechen dabei heraus. Ersteres begeistert mit eingängigem R’n’B und schimmernden Elektrospielereien. ‚Gon Stay‘ nähert sich wiederum dem Funk an. Der Bass wummert und die Drummachine haut einen tanzbaren Beat raus. ‚Wonder Where We Land‘  ist vielfältiger, was ja für ein Zweitwerk nicht untypisch ist.

Auf ‚Problem Solved‚ gibt sich wieder Jessie Ware die Ehre und reiht sich in die Liga der Soul-Sängerin ein. Wie bei Sampha passt der weiche Gesang optimal zu den flackernden Sounds. Der Hip Hop Track schlecht hin ist ‚Higher‚ mit Gastrapper Raury. Durch seine starken Beats und den fließenden Rapgesang von Raury geht der Song gut ins Ohr. Doch gänzlich aus der Reihe fällt ein anderer Track: Die erste Single ‚New Dorp, New York‚ feat. Vampire Weekends Ezra Koenig. Irgendwie steht er für sich auf der Platte. Die Lyrics sind nicht unbedingt sofort verständlich: ‚Flags flapping in Manhattan, New Dorp, New York. Gargoyles gargling oil, peak of the Empire, Top of the Rock.‘ Wahrscheinlich ein Liebesgeständnis an New York, wofür Ezra Koenig wohl kaum passender sein könnte. Der abgehackte Bass-Gesang im Refrain irritiert zwar beim ersten Hören, doch dann gewöhnt man sich daran und lässt sich auf den dumpfen Retro-Funk ein. Man hört den hektischen Trubel durch die Trommeln und fühlt sich direkt in die Großstadt versetzt – ein sicherlich außergewöhnlicher Track. ‚Wonder Where We Land‘ führt die interessanten Soundbasteleien von SBTRKT fort und verspricht einen abwechslungsreichen Hörgenuss.

SBTRKT – Wonder Where We Land
VÖ: 26. September 2014, Young Turks/Xl/Beggars Group (Indigo)
http://sbtrkt.com/
www.facebook.com/SBTRKT

SBTRKT – New Dorp. New York. on MUZU.TV.

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