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Veröffentlicht am 18.11.2014 | von Karola Szopinski

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DEPTFORD GOTH – Songs

Many heads may roll
But there’s nothing quite like two hearts
We’ve got peace in us,
We’ve got peace in us

Fell a mountain down
But there’s nothing quite like two hearts
We’ve got peace in us,
We’ve got peace in us

(Deptford Goth – Two Hearts)

Schon Platon wusste: Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele.“ Deptford Goths zweites Album ‚Songs‚ kann so ein Wegweiser zu geheimen Seelenorten sein, denn Daniel Woolhouse behandelt hier die großen Themen seines eigenen Innenlebens mit verträumtem Synthie-Folk.

In einem Interview sagte der britische Grundschul-Aushilfslehrer einmal über sein musikalisches Schaffen: „[making music] is kind of a way of transmitting those feelings without having to look someone in the eye.“ Man hört deutlich, dass hier jemand seinen Weg gefunden hat, das Gefühlte nach außen zu bringen. Das Motiv der Verbundenheit von Körper, Geist und Seele spiegelt sich auch im Albumcover wieder, welches wie beim Debutalbums ‚Life After Defo‚ von Künstler Jordan Kasey gestaltet wurde. Die elf Songs auf dem Nachfolger klingen dabei wie eine große, versöhnliche Umarmung und laden ein, sich  auf eine Reise in Woolfords – und womöglich das eigene – Innenleben zu begeben.

Auf ‚Songs‘ hat Deptford Goth auch Frieden mit seiner Stimme geschlossen und besonderen Wert die Verständlichkeit der Lyrics gelegt. Allgemein geht es auf der zweiten Platte um Frieden und Öffnung, schließlich wurde es im Gegensatz zum Vorgängeralbum nicht in seinem Wohnzimmer, sondern am Meer aufgenommen.

Bereits im ersten Track ‚Relics‚ sinniert der Brite mit dem ominösen Künstlernamen über die großen Themen Vergänglichkeit und Liebe. Sanft, schon fast engelsgleich schwebt seine Stimme dabei durch den Äther. ‚Do Exist‚ hüllt einen wie ein weicher Schal aus Synthesizern ein. Auch ‚The Lovers‚ wirkt wie eine emotionale Momentaufnahme in Zeitlupe. Auf ‚Songs‘ wird Entschleunigung eben groß geschrieben. Gefühle werden seziert und jede einzelne ihrer Nuancen so lange wie möglich betrachtet und ausgekostet.

Das vermittelt einerseits ein Gefühl von Weite und Ruhe, andererseits wartet das Album leider nicht mit Überraschungen auf und klingt daher recht eintönig. Bleibt zu hoffen, dass Deptford Goth seine friedvolle Geisteshaltung in Zukunft mit etwas mehr musikalischer Innovation kombinieren kann, um unsere seelischen Entdeckungsreisen etwas abwechslungsreicher zu gestalten.

2-3von5

Deptford Goth – Songs
VÖ: 07. November 2014, Pias
www.deptfordgoth.com
www.facebook.com/deptfordgoth

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