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Veröffentlicht am 10.05.2015 | von Tanita

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HARRISON STORM – Der Soundtrack des Sonntags

„Noch so ein australischer Singer-/Songwriter? Ernsthaft? Fällt euch da nichts Originelleres ein?“, werdet ihr denken – selbstverständlich, aber trotzdem lohnt es sich dem 22-jährigen Harrison Storm aus der Nähe von Melbourne und seiner erst vor wenigen Wochen erschienenen Debüt-EP namens ‚Sense of Home‚ ein paar Minuten eurer Zeit zu schenken.

Bereits Anfang des Jahres veröffentlichte er die erste Single der EP, die den Titel ‚Be Yourself‚ trägt und die Aufmerksamkeit des australischen Radiosenders Triple J auf sich zog, wodurch Harrison Storm in der Reihe Unearthed präsentiert wurde, die speziell darauf ausgerichtet ist australischen Künstlern abseits der Metropolen eine Plattform zu bieten. Durch regelmäßige Auftritte als Straßenmusiker in den Straßen Melbournes und Konzerte als Supportact konnte er sich in der heimischen Szene in den letzten Jahren bereits einen Namen machen.

Seine musikalischen Einflüsse beschreibt Harrison selbst als vornehmlich durch seine Kindheit geprägt, durch das Gitarrenspiel seiner Mutter, die Gedichte seines Vaters und die Plattensammlung der beiden mit Künstlern wie Neil Young, Bob Dylan und Van Morrison beeinflusst. Mit zehn Jahren beginnt er sich selbst das Gitarre spielen beizubringen und nimmt den natürlichen Soundtrack um sich herum, die Landschaft Victorias und die unmittelbare Nähe zum Ozean in der Küstenstadt Mornington, in der er aufwächst, als Inspirationsquell in sich auf.

Die Tracks, die bisher dabei enstanden sind, spiegeln ein Stück weit klischeehaft Australien wider – sofort entstehen vor dem inneren Auge wunderschöne sonnendurchflutete Landschaften im Kontrast zu genau der ungreifbaren Weite und Unberechenbarkeit des Meeres, die Harrison Storm musikalisch aufbereiten wollte. Allerdings vermag Harrisons markante leicht rauchige Stimme die reduzierten Strukturen der folkig-gezupften Gitarre zu übersteigen und die abgegriffenen Bilder hinter sich zu lassen. Was bleibt ist ein warmes Stimmungsbild transportiert von der gelassenen Poesie seiner Texte.

Sein neuester Track ‚The Words You Say‚ verdeutlicht Harrison Storms Potenzial zur Weiterentwicklung als noch junger Künstler und lässt darauf hoffen, dass ein Debütalbum nicht lange auf sich warten lassen wird.

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