Kritik

Veröffentlicht am 11.05.2015 | von Dominik

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SON OF A GUN – Filmkritik

Und wer macht den Affen?

(JR – Son Of A Gun)

Wenn man als 19 jähriger schmächtiger Schönling ins Gefängnis kommt, sollte man sich entweder bedeckt halten oder aber einflussreiche Freunde haben. JR (Brenton Thwites) macht erst erstes nicht, kann sich dann aber über zweites freuen – sonst wäre er als unfreiwillige Sex-Gespiele einer Knasti-Gruppe geendet. Doch irgendwas scheint Brendon Lynch (Ewan McGregor mit Bart), seinerseits Gangster-Schwergewicht und einer der größten Gauner Australiens, an dem jungen Schach-Talent gefressen zu haben. Zumindest bietet er JR Schutz an – natürlich nicht einfach so, eine Hand wäscht die andere und überhaupt: Noch 20 Jahre im Gefängnis sitzen und seine Zeit absitzen ist so gar nicht das, was sich Lynch in seinen Kalender geschrieben hat.

Und so wird JR nicht nur zum Spielball bezüglich der Ausbruchspläne von Lynch, sondern auch nach erfolgtem Clou seine rechte Hand. Denn auch Gauner sein, will man sich erst verdienen und die nächste Aktion steht schon mit dem geplanten Raub von Gold im Wert von einigen Millionen von Dollars vor der Tür. Doch JR wäre gut beraten die nächsten Züge von Lynch vorauszudeuten oder zumindest zu hinterfragen – denn sonst steht demnächst nicht nur ein bisschen Gold auf dem Spiel…oder wie das DVD-Cover von ‚Son Of A Gun‚ schon vollmündig verkündet: Gold ist dicker als Blut!

Die australische Produktion hat alles, was man sich bei einem Action-Film dieser Art wünschen kann: Einen jungen, gut aussehenden Helden mit dem Herz am richtigen Fleck, einen charismatischen und undurchsichtigen Bösewicht, abgefeuerte Waffen, Verfolgungsjagden, hübsche Frauen in kaum Bekleidung und einen Plot mit doppelten Boden. Ein Gewinn also auf ganzer Linie? Nicht ganz: Das Erstlingswerk von Regisseur Julius Avery legt zu Beginn ordentlich vor und kann als spannender Gefängnis-Ausbruchs-Film punkten, wendet sich dann wieder zum Gangster-Thriller mit leichten romantischen Einschlägen und verliert leider von Episode zu Episode an Spannung und zieht sich zum Ende hin von Plot-Twist, zu Plot-Twist. Trotzdem ein solider Action-Film für Fans des Genres, der ein gut aufgelegtes Schauspieler-Ensamble mit einem frischen Hauptdarsteller und einem angenehm untypisch bösen Ewan McGregor bereithält.

3-4von5

Son Of A Gun (Aus 2014)
Regie: Julius Avery
Darsteller: Brenton Thwaites, Ewan McGregor, Alicia Vikander, Matt Nable
DVD-VÖ: 14. April 2015, Ascot Elite Home Entertainment

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