Kritik

Veröffentlicht am 20.01.2017 | von Dominik

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BAD MOMS – Filmkritik

Steigt ein, Bitches!

(Gwendolyn – Bad Moms)

Es gibt eine ganze Reihe von flachen Komödien, mit den unterschiedlichsten Hauptcharakteren. Beliebt sind natürlich von den Wirrungen des Erwachsenwerdens fehlgeleitete Teenager (die komplette American Pie Reihe), Kiffer (gefühlt jeder Film mit Seth Rogen, in Tradition von Cheech & Chong), aus dem Ruder geratene Junggesellenpartys (Hangover), ewige Jungfrauen (Jungfrau (40), männlich, sucht …), das Single-Leben (Für immer Single?), unerwünschte Empfängnis (Beim ersten Mal), die unbeliebten Schwiegereltern (Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich) – kurzum: mittlerweile rückt die Familie immer mehr in das Komödien-Geschehen. Gefehlt haben da eigentlich nur noch die Mütter in der Hauptrolle! Gestatten, hier kommen die Bad Moms!

Mutter und Ehefrau zu sein ist für Amy (Mila Kunis) ein Full-Time-Job! Sie hat so viele Aufgaben und Rollen, dass sie kaum mehr atmen kann. So hetzt sie tagein, tagaus von Rolle zu Rolle und versucht immer für ihre Kinder da zu sein, alle Schulpflichten zu erfüllen, den Haushalt zu schmeißen, ihren Job zu meistern und auch noch ihrem Mann zu gefallen. Doch nachdem dieser nicht nur keine Hilfe ist, sondern sich auch noch lieber im Internet mit anderen Frauen herumtreibt, platzt Amy der Kragen und sie nimmt sich vor alles anders zu machen. Sie ist überfordert und jagt ihrem eigenen Anspruch hinter her, dabei könnte sie auch einfach zufrieden sein damit eine Bad Mom zu sein, Party zu machen und sich treiben zu lassen. Doch in der Schule ihrer Kinder herrschen strikte Regeln und der Elternvorstand hat sie schon im Visier. Grund genug zurück zu schlagen und das Bild der perfekten Frauen und Mütter wieder schief zu rücken!

Wie schon viele Vorgänger gilt auch das Rezept bei Bad Moms mal wieder nach dem Einmaleins des amerikanischen Komödien-Kochbuchs: Flache Story, wenig Aufbau, dafür ordentlich Übertreibung und am Ende bitte doch ein Happy End! Und so gestalten die Regisseure Jon Lucas und Scott Moore eine mehr oder weniger motivierte Komödie, die hauptsächlich von dem tollen Frauen-Cast und den abwegigen Charakteren getragen wird, als von den teilweise flachen Witzen, die aber trotz aller Vorhersehbarkeit bis zum Schluss launig bleibt. Besonders schön sind dann auch am Ende die Gespräche des Casts mit den eigenen Müttern. Also in Gwendolyns Worten: Steigt ein, Bitches!

Bad Moms (USA 2016)
Regie: Jon Lucas, Scott Moore
Darsteller: Mila Kunis, Kristen Bell, Kathryn Hahn, Christina Applegate, Jade Pinkett Smith, Annie Mumolo
Heimkino-VÖ: 20. Januar 2017, Tobis Film GmbH

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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