Kritik

Veröffentlicht am 3.05.2017 | von Tobias

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TOGETHERNESS – Staffel 2 – Kritik

You haven’t changed. You are still a tragic train wreck. 

(Alex – Togetherness)

Die etwas andere Familie ist zurück – Brett (Mark Duplass), Michelle (Melanie Lynskey) und Tina (Amanda Peet) machen sich auf den Weg um Alex (Steve Zissis) zu besuchen. Dieser ist mehr als glücklich, dass seine Karriere endlich einen Schritt nach vorne gemacht hat. Michelle leidet dabei immer mehr unter ihrem Seitensprung und vertraut sich Tina an. Die ist schockiert, rät ihrer Schwester aber Brett nichts davon zu erzählen. Aber auch die Stimmung zwischen Alex und Michele ist nach wie vor angespannt. Obwohl Alex eine neue Freundin hat, ist er bei weitem noch nicht über seine große Liebe hinweg. Genug Potenzial für viele Konflikte.

Jay und Mark Duplass haben mit Togetherness eine wunderschöne, sensible Serie entwickelt, die sich sehr tief und ehrlich mit ihren Protagonisten beschäftigt. Dass die Brüder eine Händchen für tiefgründige Geschichten haben, ist schon mehrmals bewiesen worden. Leider muss aber direkt zu Anfang gesagt werden, dass obwohl die Serie fast immer nur positiv besprochen wurde, nach Staffel 2 leider keine weiteren Folgen gedreht werden. Vielleicht waren die Themen zu ernst oder die Erzählweise für eine großes Publikum zu langsam, zu sorgfältig erzählt. Das HBO aber eine Serie wie Togetherness in die heutige Serienlandschaft wirft, ist ein positives Zeichen an alle tiefgründigen Autoren.

Die Serie setzt fast direkt am Ende der 1. Staffel an. Vieles hat sich verändert, doch irgendwie wollen die Probleme der einzelnen Personen nicht verschwinden. Zwar schaffen sie es immer etwas mehr ein normales Leben zu führen aber wie dieses so richtig funktioniert wissen sie auch nicht. Die Probleme sind in Staffel 2 ab und an redundant, wirken aber trotzdem gut durchdacht und werden nach wie vor durch glaubhafte Dialoge geschildert.

Die außergewöhnliche schauspielerische Leistung der 1. Staffel wird hier beibehalten. Jeder der Charaktere spielt so überzeigend und berührend, dass man manchmal fast das Gefühl bekommt eine Dokumentation zu schauen.

Es ist wirklich schade, dass man Brett, Michelle, Tina und Alex nicht noch über viele Staffel beobachten kann. Viel konnte man von ihnen lernen und nur nach 2. Staffel sind sie uns sehr ans Herz gewachsen. Schön wars.

 

Schöpfer: Jay Duplass, Mark Duplass, Steve Zissis
Darsteller: Melanie Lynskey, Amanda Peet, Steve Zissis, Abby Ryder Fortson, Peter Gallagher
DVD-VÖ: 27. April 2017, Warner Home Video – DVD

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Über den Autor

Tobias ist 31, Schwabe aus Überzeugung, trägt aus Prinzip keine kurzen Hosen. Liebt Musik, Bücher, Filme und Schnitzel.



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