Interviews

Veröffentlicht am 2.08.2018 | von Silvia Silko

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MADANII – glasklar und gleichzeitig verwunschen

Foto-© Cora Pereghy

Madanii haben ein organisches Faible für Entfernungen: Sie tragen uns mit ihrer Musik weit weg und scheinen aus einer anderen Welt zu kommen. Das Duo lernte sich an der Popakademie Mannheim kennen. Lucas treibende Produktionen ranken sich wie selbstverständlich um Denas glasklare Stimme. Aber nicht nur die Tracks nehmen uns Hörende mit. Die visuelle Seite ist für Madanii eine weitere Möglichkeit, sich auszuleben. Im Gespräch erzählt uns Dena von Bach, Unbehagen und Ästhetik.

In einer Parallelwelt in der es eine Band gäbe, die das genau Gegenteil von euch ist: Wie wäre die?
Helene Fischer 

Ihr geht auf Tour und könntet euch aussuchen, welche Band mitkommt und vor oder nach euch spielt. Welche wäre das idealerweise?
Ich weiß man sollte immer der Haupt-Act sein wollen – aber Vorband für Sevdaliza. Das wäre ein Traum.

Dena, erzählt mir von deiner allerersten Begegnung mit Musik und welchem Impact das auf dich hatte.

Ich bin mit klassischer Musik aufgewachsen. Ich bin mir sogar ziemlich sicher dass meine Eltern mir schon im Bauch meiner Mutter Bach um die Ohren geschlagen haben. Sie waren tatsächlich sehr darauf bedacht mich und meine Schwester schon früh mit Musik in Berührung zu bringen, woraus sich bei mir eine lebensbestimmende Leidenschaft entwickelt hat. Ich bin ihnen also sehr dankbar dafür.

Dein Look – auch auf der Bühne – ist zuweilen recht extrem. Erzähl uns davon: Wie lässt du dich inspirieren? Welche Aussage soll beim Zuschauenden im besten Fall ankommen?
Ich mag es zwischen vermeintlichen Gegensätzen zu stehen und mit ihnen zu spielen. Ausländerin-Deutsche, Orient-Okzident, Freizügigkeit-Verhülltheit, Kunstfigur-Authentizität . All diese Konzepte hängen stereotyphaft zusammen und lösen im Zuschauer etwas aus. Am liebsten möchte ich neben ästhetischem Anklang auch Momente des Unbehagens erzeugen, mit denen man sich im besten Fall retrospektiv reflektierend auseinander setzt.

Deine Band hat sich auf der Popakademie in Mannheim kennengelernt. Was sind eure Gemeinsamkeiten? Wo seid ihr hochgradig unterschiedlich?
Lucas und ich haben tatsächlich von Anfang an unwahrscheinlich gut geklickt. Er hat einfach genau verstanden was ich machen wollte und wir schreiben seit wir uns kennen gelernt haben fast alles zusammen. Mittlerweile scherzen wir oft darüber, dass wir eigentlich gar nicht mehr über Dinge reden brauchen, weil wir sowieso einer Meinung sind.

Wie sieht die Zukunft von Madanii aus? Welche Projekte stehen an?
Es ist einiges in der Pipeline. Wir suchen gerade nach einem passendem Label, mit dem wir die visual EP Do I Look Dangerous 2 U im Herbst herausbringen können und drehen dazu gerade noch Videos. Die visuelle Ebene bei Madanii ist einfach wahnsinnig wichtig, daher bin ich eigentlich immer dabei den nächsten Dreh oder das nächste Fotoshooting zu organisieren. Außerdem spielen wir im September beim Reeperbahn Festival und der c/o Pop!

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