Musiknews

Veröffentlicht am 1.11.2018 | von Dominik

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Bedroomdisco Top Alben – November

Foto-© Lucy Pentelute

Während sich der örtliche Handel überall schon auf das nahende Weihnachtsgeschäft rüstet, man sich wieder mit Lebkuchen und Spekulatius den Wanzt voll schlagen kann, bremst sich die Musikindustrie zum Ende des Jahres hin gefühlt etwas aus. Und überlässt damit uns scheinbar blindlings ins Last Christmas Gedudel…doch halt, Stop! Wir haben noch einige tolle Veröffentlichungen entdeckt, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet!

1. Phoebe Bridgers, Lucy Dacus & Julien Baker – boygenius EP (VÖ: 09.11.2018)

Wenn drei hoffnungsvolle und höchst umtriebige Nachwuchstalente aus dem amerikanischen Indie-Songwriter Stall gemeinsame Sache auf Tour machen, ist der Weg ins Studio natürlich auch nicht weit. Gedacht, getan und zack haben wir eine wundervolle 6-Song EP, die die Stärken der drei Newcomer perfekt vereint und gleichzeitig jede Songwriterin für 2 Songs das Zepter übernehmen lässt. Der richtige Moment um sich ins Soundspektrum reinzuhören oder der Jahresend-Bonus für alle Fans – so oder so, sollte man sich Boygenius nicht entgehen lassen!

2. Ziggy Alberts – Laps Around The Sun (VÖ: 09.11.2018)

Der australische Musiker, Surfer und Umweltschützer lebt den DIY-Gedanken wie wenige andere, kann in seiner Karriere schon auf vier Alben zurückblicken, genauso wie auf über 95 Millionen Streams. Wer mal wieder nach ein bisschen Sonne und guter Songwriter-Musik sucht, macht auch hier beim fünften Album sicher nichts falsch!

3. Mumford & Sons – Delta (VÖ: 16.11.2018)

Und auch die Gentlemen von Mumford & Sons melden sich im November zurück, mit einer Steilvorlage für Folk-Alben-Verschenk-Freunde. Die ersten beiden Songs daraus deuten auf große Gesten und mehr Experimente hin und zeigen, dass sich die Band auch nach 10 Jahren Erfolgsgeschichte noch lange nicht verausgabt hat. Wir sind gespannt!

4. ClickClickDecker – Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten (VÖ: 16.11.2018)

Vier Jahre nach der Veröffentlichung des letzten ClickClickDecker-Albums gibt es endlich wieder Neuigkeiten, in Form eines neuen Albums. Eine Minitour in 2017 sorgte für neue Euphorie und eine extra Packung Euphorie – diese gibt es dann auch mit kernigen Texten und einem Sack voll Punchlines auf Albumlänge serviert. Nun auch auf Album zu dritt, vernehmen wir hier hakenschlagende Wärme der Instrumentierung, kontrastiert von Texten, die mehr Fragen als Antworten behandeln. Und geht es nicht eigentlich immer vielmehr um die Fragen des Lebens?! Willkommen zurück, CCD!

5. Bill Ryder-Jones – Yawn (VÖ: 02.11.2018)

“Es ist ein Vorteil, wenn man den Menschen sagt, dass man traurig ist”, sagt Bill Ryder-Jones auf dem Eröffnungsstück von Yawn, seinem vierten Album. Und kommt mit dem November nun nicht diese dünnhäutige Winter-Depression, wie gemacht für diese Art von Musik, diese raue Stimme, die sich schon direkt nach 7 Tage Unglück anhört und die man vielleicht auch gerade deshalb nicht mehr vergessen kann?

Newcomer

1. Cari Cari – ANAANA (VÖ: 02.11.2018)

Zwischen Sonne und Abendrot bewegen die sich Cari Cari in ihrer ganz eigenen Zeit. Wie aus den frühen 60er Jahren entsprungen, haucht Stephanie in Summer Sun jedem Verflossenen weiche Knie ein. In Nothing‘s Older Than Yesterday wiederum fühlt man die salzigen Fluten, in einer viel zu kalten Nacht auf der nackten Haut, wenn man über seinen Schatten direkt in das kühle Nass der Südsee springt. Ob nun aber der Sonnenaufgang nach der gelungenen Nacht oder der rote Schimmer, der die Wolken wie kleine Aquarelle aufblitzen lässt, Cari Cari verbinden das Gesehene mit der Fantasie und die Fantasie mit der Vorstellungskraft eines jeden Einzelnen. Und gehören damit zu den spannendsten Newcomern Österreichs derzeit!

2. Jacob Banks – Village (VÖ: 02.11.2018)

Der 27-jährige Brite mit nigerianischen Wurzeln hat mit seiner Stimme schon auf seinen bisher veröffentlichten EPs einiges an Aufsehen auf sich gezogen. Nun erscheint endlich sein Debüt-Album, für das er mit den renommierten Produzenten Paul Epworth (u.a. Adele, James Bay, FKA Twigs) und Malay (u.a. Frank Ocean, Sam Smith, Lorde) zusammengearbeitet hat. Es sind also hohe Erwartungen und die ersten Songs, die ein perfekter Mix aus Soul, R’n’B, Pop und elektronischen Einflüssen sind, zeigen, dass hier ein ganz großer Anwärter auf den Pop-Olymp in 2018 aufwartet.

3. Sam Fender – Dead Boys EP (VÖ: 20.11.2018)

Top 3 Platzierungen in den UK Spotify Viral Charts, Platz 1 in den iTunes Singer-Songwriter Charts, Millionen-Streams, BBC Sound Of 2018-Platzierung, Supports für Michael Kiwanuka, Jake Bugg, Hozier, ausverkaufte Headline-Shows…Sam Fender ist einer der Newcomer des Jahres und nun gibt es endlich seine Musik auch in EP-Form und nicht nur als einzelne Singles.

Wiederkehrer: Hobo Johnson – The Rise of Hobo Johnson (VÖ: 07.11.2017)

Ziemlich genau ein Jahr alt wird dieser Tage das Debüt des US-Amerikaners Hobo Johnson, der darauf abwegigen Hip Hop, Beats und Spoken Word vermischt. Am besten funktioniert der skurrile Humor und die Show natürlich live, doch bis die Shows im Januar auch hierzulande erscheinen, kann man sich diese großartige Platte noch mal hinterrücks ins Gehirn einwirken lassen!

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