Musiknews

Veröffentlicht am 31.01.2019 | von Dominik

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Bedroomdisco Top Alben – Februar

Während die Temperaturen sich dieser Tage stetig in unangenehme Bereiche bewegt, bieten diverse kommende Februar-Alben entweder die Möglichkeit sich zuhause danke Spotify und Co in mehreren Kleidungsschichten einzumummeln oder aber doch den Unwiedrigkeiten zu trotzen und sich zum Plattenhändler aufzumachen! Wer eher in wärmere musikalische Gefilde, samt einer ordentlichen Portion Fernweh stößt, sollte hier zum neuen Beirut-Album greifen – wer sich lieber mit einer verträumten nordischen Priese Chillwave-Indie wappnet, dem sei der finnische Geheimtipp NEØV ans Herz gelegt…aber auch die restlichen Alben, verdienen eure Streams und Plattenkäufe, unsere Alben des Monats Februar:

1. Beirut – Gallipoli (VÖ: 01.02.2019)

Die Alben von Zach Condon, alias Beirut, triefen nur so voller Fernweh, ausladender Indie-Pop-Hymnen und dichter Melancholie. Kein Wunder also, dass sich seine Alben hartnäckig unter den liebsten Platten in vielen Sammlungen halten, nimmt der neuerdings in Berlin ansässige Multiinstrumentalist einen doch auf seine ganz eigene musikalische Gedankenreise mit. So auch bei seinem neusten Werk Gallipoli, das vielleicht etwas die Single-Dichte zu seinem vergangenen Album NO NO NO herunterschraubt, dafür aber umso stimmiger das sommerliche Süditalien mit all seinen angenehmen Eigenschaften entstehen lässt. Ein unbedingter Tipp für alle, die im Februar die Sonne vermissen…oder die einfach mal wieder ein richtig gutes Album hören wollen!

2. NEØV – Volant (VÖ: 01.02.2019)

Die Finnen von Neøv sind schon seit ihren ersten beiden Alben so etwas wie der Geheimtipp des nordischen Dreamwave-Indierocks! Und diesem Ruf werden sich auch mit dem neuen Album Volant wieder vollauf gerecht! Der Mix aus feingliedrigem Gitarrenspiel, hypnotisierenden Loops und der einnehmenden Gesangsstimme von Anssi Neuvonen sorgt für diese ganz eigene nordische Atmosphäre, die einen auch noch einen weiteren Kälteeinbruch entspannt überstehen lässt!

3. Methyl Ethel – Triage (VÖ: 01.02.2019)

In Down Under gehören Methyl Ethel schon zum heißesten Eisen der Indieszene – in Europa fristet die Band um Mastermind Jake Webb eher noch ein Geheimtipp-Dasein. Um etwas daran zu ändern, legen die Australier ein ordentliches Kreativ-Pensum vor und veröffentlichen nach dem Debüt in 2015 und dem Zweitwerk in 2017, dieser Tage mit Triage schon das dritte Album nach! Zwischen Australien und London geschrieben und produziert, gibt es darauf wieder vielschichtige Synthie-Sounds und mitreißende Basslines, die auf krachende Gitarren treffen zu betanzen. Das klingt dann wie ein flirrender Fiebertraum, aus dem man niemals wieder wach werden möchte! Hut ab, Röhre an!

4. RY X – Unfurl (VÖ: 15.02.2019)

Auch der australische Songwriter RY X legt sein zweites Werk nach und serviert darauf die für ihn bekannte Mischung aus sanften Beats, schmeichelnden Gitarren, ausgewogenem Piano und Gesang. Nach monatelangem Touren hatte er eine genaue Vorstellung von seinem zweiten Album: „I grew up very simply and I think I always want to come back to that“, erklärt er. Er ging nach Hause in den Topanga Canyon, um die Songs, die er auf Tour geschrieben hatte, weiter zu entwickeln. Wie der Albumtitel Unfurl vermuten lässt, entfalten sich die Tracks mit einem ganz eigenen Tempo in der Nähe vom Meer, der Familie und seinen Freunden. Wir ziehen uns ins Hinterstübchen zurück, ziehen die Decke ein bisschen höher und lassen uns von Ry einlullen!

5. Julia Jacklin – Crushing (VÖ: 22.02.2019)

Und noch mal Australien: Die Songwriterin Julia Jacklin begeistert auch mit ihrem Zweitwerk, das aus purer Gefühlsintensität besteht und lauter Geschichten voller Herzschmerz und Verliebtheit erzählt. Es sind diese kleinen Meisterwerke, die trotz schwerem Herz einem dennoch ein Lächeln ins Herz zaubern können, während einen das Gitarrenspiel, mit Americana-Atmosphäre vollkommen einnimmt und man sich sicher sein kann, dass Julia Jacklin nach Courtney Barnett vielleicht bald schon zu unseren neuen Aussie-Lieblingen gehört!

Newcomer:
1. Jungstötter – Love Is (VÖ: 01.02.2019)

Fabian Altstötter hat das Newcomer-Dasein eigentlich schon lange abgelegt, gründete er doch schon in Jugendtagen in Landau mit seinen Freunden Philipp und Marc die Band Sizarr. Nun sind einige Jahre ins Land gegangen, nach Stationen in Mannheim und Leipzig lebt Altstötter in Berlin. Die Melancholie ist noch da, und aus dem Kokon des jungen Sängers ist ein weit gereifter Erzähler entpuppt. Zwischen der Schwere der Bad Seeds, dem Schmerz Tuxedomoons, den alptraumhaften Songlandschaften Scott Walkers, der Intensität Neil Youngs und der Zartheit Marc Hollis jedoch findet Jungstötter zu einer Musik, die sich neben dem Erbe genannter Musiker ein eigenes Haus baut.

2. Odette – To A Stranger (VÖ: 08.02.2019)

Auch die 21-jährige Odette kommt aus Australien und ist dort schon eine gefeierte Newcomerin, die nun mit dem Re-Release des Debütalbums auch hierzulande mit ihren gefühlvollen Coming-of-Age-Pop-Hymnen die Herzen erobern will. Odette war gerade mal 17, als sie begann, an jenen Songskizzen zu arbeiten, aus denen schließlich To A Stranger hervorgehen sollte. Das Ergebnis ist ein mutiges, sehr selbstbewusstes Debüt Album. „Ich habe schon immer gerne Gedichte geschrieben, und das merkt man wohl auch meinen Songs an.“ Jede Wunde, jeder Herzschmerz aus „diesen härtesten Jahren meines bisherigen Lebens“, wie sie sagt, steckten in diesen Songs.

3. Talos – Far Out Dust (VÖ: 08.02.2019)

Der irische Sänger Eoin French war schon mit seinen ersten Singles als Talos ein großer Anwärter auf die klangliche Nachfolge von SOHN. Ähnlich wie jener bestachen seine Songs durch eine eindringliche und wandelbare Stimme, selbstsicheres Songwriting und eine detailverliebte Produktion. Ähnlich verhält es sich auch auf dem neuen Album des Architekts und Hochschuldozentens. Wir empfehlen diesen Act weiterhin auf dem Radar zu behalten!

Wiederkehren: Old Sea Brigade – Ode To A Friend (VÖ: 04.01.2019)

„It’s a heavy record“, sagt der 27-Jährige US-Amerikaner Ben Cramer, alias Old Sea Brigade, über sein Debütalbum Ode To A Friend. Kein Wunder, entstanden doch viele Songs des in Nashville lebenden Songwriters in Anlehnung des plötzlichen Selbstmordes eines Freundes während der Arbeit an der Platte. Dennoch wirken die Songs darauf nicht erdrückend traurig, sondern scheinen das feinfühlige Spiel des Multiinstrumentalisten in mit Americana, Indie, Country und Rock angereicherten Indie-Folk zu perfektionieren! Das perfekte Album für etwas Entschleunigung!


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