Reviews DIIV by © Coley Brown

Veröffentlicht am 9.10.2019 | von Lara

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DIIV – Deceiver

DIIV Deceiver Cover
Foto-Credit ©Coley Brown

„In our past
We were such a mess
We did our best
Only time will tell
It’s our past
It’s a wreck
We do our best
And the spark will glow“

(DIIV – The Spark)

Die Jungs von DIIV haben einiges hinter sich seit dem bahnbrechenden Debüt Oshin von 2012. Mastermind Cole Smith kämpfte schon seit Jahren mit seiner Heroinsucht und wurde auch 2013 wegen Drogenbesitzes verhaftet. Nach seinem ersten Entzug entstand Is The Is Are, das vor allem Smiths Beziehung zu den Drogen thematisierte. Bevor das dritte Werk entstand geriet Bassist Deven Ruben Perez in die Schlagzeilen aufgrund von homophoben und rassistischen Äußerungen. 2018 wurde er offiziell von Freund der Band Colin Caulfield ersetzt.

Dieses Jahr markiert einen Neustart für die Band. Smith ist nun heroinfrei und hat wieder zu seiner Band gefunden. Deceiver ist eine Abrechnung mit dem alten Ich und ist das bisher düsterste Werk der New Yorker. Zum ersten Mal wurde die Platte von einem externen Produzenten produziert, nämlich Sony Dipperi, der auch schon My Bloody Valentine und Nine Inch Nails mixte. Ähnlichkeiten zu den Bands der 90er sind klar erkennbar. DIIV bewegen sich komplett weg vom träumerischen Dreampop des Debüts und setzen auf dunklen Shoegaze. „I can see you’ve had some struggles lately, hey man, I’ve had mine too“, heißt es auf Skin Game, das eine Konversation zweier Drogensüchtiger beschreibt. Schwer röhrende Gitarren drücken die schwere Zeit aus, in der Smith den Entzug durchmachen musste. „I was a stranger in my skin, curtained in with arms outspread“, singt er auf der Rockballade For The Guilty. Generell lässt die neue Platte mehr Platz für melancholische Tracks als noch auf den Vorgängern. An den alten säuselnden, träumerischen Sound erinnert noch The Spark, das von Hoffnung nach einer schweren Zeit handelt. Ein sehr schöner Track.

DIIV mögen zwar auf Deceiver deutlich düsterer klingen als zuvor, doch ihr charakteristischer Sound aus melancholischem Rock mit ein bisschen Verträumtheit bleibt auch hier bestehen.

DIIV – Deceiver
VÖ: 04. Oktober 2019 (Captured Tracks, Cargo)
https://www.facebook.com/diivnyc
https://diivct.bandcamp.com

YouTube video

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