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Veröffentlicht am 22.01.2020 | von Susan

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WE ARE THE CITY – RIP

Foto-© Kirsten Huculiak

I’m afraid to die, aren’t you?
Man, let’s make some plans
That we can stick to
Choose the ones you love
And the ones who love you
They said you’re broken, man
I don’t think that’s true

(We Are The City – RIP)

Mit Rest In Peace hat das nun schon fünften Album RIP des kanadischen Art Rock Trios We Are The City, das am 24. Januar erscheint, im ersten Moment reichlich wenig zu tun. Betreiben die drei Freunde bestehend aus Sänger und Keyboarder Cayne McKenzie, Gitarrist David Menzel und Schlagzeuger Andrew Huculak aus Kelowna, gerade in ihrer Wahlheimat Vancouver einen temporären Kunstraum, mit Musik, Film, Literatur und Performances, dem man per 24/7 Livestream, unter www.wearethecity.ca, beiwohnen kann und mit dem sie nicht nur ihre neue Platte bewerben, sondern sich gleichzeitig auf ihre bevorstehende Europa Tournee vorbereiten. 

Schon mit ihrem Debüt In A Quiet World im Jahr 2009 hatten sie sich durch kunstvoll kreierten Indie-Pop ausgezeichnet, den sie über die Jahre immer weiter entwickelten. So nun auch auf ihrer neuen Platte. Schon vor Veröffentlichung wurde der berührende Titelsong RIP angeteasert und schlug damit die Brücke zum eigentlichen Beweggrund des Albums. Kyle Tubbs, ein Freund aus Kindertagen und Mitglied der Band Fields of Green, war während die Band an ihrem Album arbeitete auf tragische Weise plötzlich verstorben und bewog die Jungs dazu, ihr Werk neu zu überdenken und unter das Thema der Vergänglichkeit zu stellen. Eigentlich ein trauriges Lied zu einem traurigen Anlass und doch eine bittersüße Reflexion der Realität, verpackt in einer improvisierten One-Take-Aufnahme von Sänger Cayne McKenzie

Auch die weiteren Songs entstanden in dieser Art von kreativen Prozess, dem die Band selbst das Label Experimental-Pop gibt. Doch auch weitere Genres wie Prog-Rock oder Postrock (You’re So Clean), sowie dominantes Klavier, wie in Killer B-Side Music sind zu vernehmen. Zwei absolute Highlights der Platte sind dann allerdings doch Song In My Head und I’m Not Yours anymore.

Mit RIP schaffen die Kanadier wieder auf ganzer Linie mit ihrer verrückten Art zu überzeugen und zu überraschen. Dabei nehmen sie es in Kauf mit ihrem seltsam unangepassten, avantgardistischen Flair auch mal anzuecken. Doch merkt man auch hier die Energie, die sie aus ihrem eigens erschaffenen Kunstkosmos ziehen und erreichen damit ganz eigene Sphären, die es absolut zu hören lohnt.

We Are The City – RIP
VÖ: 24. Januar 2020, Sinnbus
www.wearethecity.ca
www.facebook.com/wearethecity

We Are The City Tour:
19.02. Ostpol, Dresden
24.02. Milla, München
29.02. Schon Schön, Mainz
05.03. Tyde Studios, Dortmund
06.03. Molotow, Hamburg
08.03. Musik & Frieden, Berlin

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