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Veröffentlicht am 22.04.2020 | von Dominik

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CHARLIE BURG – Newcomer braucht die Quarantäne

Foto-© Jonathan Hunter Duncan

Während an einigen Stellen derzeit eher in guter alter früher-war-alles-besser Sentimentalität altbewährtes hervorgekramt wird, sind wir eher der Meinung: Gute neue Musik braucht der geneigte Quarantänen-Musikfan! Drum präsentieren wir euch heute mit Charlie Burg einen aufstrebenden Brooklyner Newcomer, der mit seinen bisherigen EPs und Mixtapes schon in Millionensphäre Streams einsammelt und mit seiner eigenwilligen Mischung aus klassischem RnB (er nennt Künstler wie Al Green und Marvin Gaye als Einflüsse) und Indie-Vibes, die hier und da an Mac Demarco oder auch an Rex Orange County erinnern, daherkommt.

Burg wuchs in der Umgebung von Detroit, Michigan auf. Mit fünf begann er zusammen mit seinen Geschwistern in der Synagoge zu singen und brachte sich bald Lieder von den Beatles und Coldplay auf der Akustikgitarre bei. Früh sog er alle möglichen Einflüsse auf, die von Punk über Hip Hop bis zu Joni Mitchell, Carole King und klassischen Motown-Sounds reichten. Als er in New York Jazzgitarre studierte fing er dann auch an selbst Songs zu schreiben – eine prägende Phase, in der er aufgeschlossener für Soul-Sounds wurde, vor allem, als er bemerkte, dass er mit dieser Vorliebe nicht allein war. „Das war die Zeit, als ich diese Einflüsse mehr und mehr in mein Songwriting übernahm“. Dadurch kamen zu Acts wie The Stokes, Frank Ocean oder Lorde bald auch Einflüsse wie Sade und D’Angelos 2000er Album Voodoo hinzu. „Es half mir, eine Menge über Groove zu lernen“, sagte er über letzteres.

Seine neue Single Channel Orange In Your Living Room beschreibt er wie folgt: „In Channel Orange In Your Living Room geht es um die Kraft der Musik, Momente ein Stück weit festhalten zu können. Manchmal fühlt sich Musik beinahe flüssig an. Sie nimmt dann die Form und das Wesen der Umgebung an, in der man sie hört. Und so lebt sie für immer in der eigenen Erinnerung fort“, erzählt er. „Wenn ich Frank Oceans Album Channel Orange höre und mir dabei eine bestimmte Zeit oder Person vor Augen rufe, dann wird sich das komplett von dem unterscheiden, was sich jemand anders vorstellt. Diese formverändernde Qualität von Musik fasziniert mich. Ich würde mir wünschen, dass Leute in ihrem Zimmer sitzen und meinen Song hören und sich dann darauf einlassen, wie er nach und nach die Gestalt der Umgebung annimmt.“

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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