Musiknews Fenne Lily © Nicole Loucaides

Veröffentlicht am 23.06.2020 | von Fred

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FENNE LILY – Neue Wörter

Foto-Credit © Nicole Loucaides

Fenne Lily hat sich mit ihrem Debütalbum On Hold ganz vorne in die Riege unserer liebsten Songwriterinnen gespielt und hat soeben den Nachfolger Breach angekündigt. Das sehnsüchtig erwartete Zweitwerk erscheint am 18. September unter der Flagge von Dead Oceans, die gerade wieder mit der aktuellen Phoebe Bridgers Platte einen absoluten Kritikerliebling abgeliefert haben!

Breach thematisiert Fennes Eintritt in die 20er und die damit einhergehenden Veränderungen: Allgemeines Durcheinander, kathartische Erfahrungswelten und den Frieden im Alleinsein finden, sind nur einige der existenziell bewegenden Themen, denen auf der Platte Raum gegeben wird. Während der Vorgänger On Hold noch stark von Fenne Lilys Teenagerjahren geprägt war, reifen mit der Protagonistin auch die Themen. Wie zum Beispiel auf der neuen Single Alapathy, ein Neologismus der die Worte Apathie und Allopathie vereint. In für die englisch Songwriterin flottem Tempo werden Angstzustände und rasende Gedanken musikalisch skizziert, die Herangehensweise der westlichen Medizin, Symptome anstatt Ursachen von (psychischen) Krankheiten zu behandeln wird hinterfragt.

Fenne Lily schöpft hier aus ihrem eigenen Erfahrungshorizont, auch bei ihr hat die Medikamenteneinnahme zur Verbesserung ihrer psychischen Gesundheit nicht zur Lösung der Probleme geführt. Das stilisierte Video präsentiert im analogen Homerecording-Stil, wie sich der Umgang mit der eigenen Einsamkeit, mit Zweifeln und Ängsten gestalten kann. Es ist eine Reise, um Frieden mit und in sich selbst zu finden, die dem gesamten zweiten Album von Fenne Lily zugrunde liegt. Ein Ausdruck der sich auch im Albumtitel Breach spiegelt, der ihr nach intensiven Gesprächen mit ihrer Mutter über ihre Geburt einfiel – Fenne lag dabei in der Steißlage oder kopfüber in der Gebärmutter. Die schlüpfrige Doppeldeutigkeit des Wortes, das mit einem „a“ geschrieben „durchbrechen“ bedeutet, zog sie an.

„That feels like what I was doing in this records; I was breaking through a wall that I built for myself, keeping myself safe, and dealing with the downside of feeling lonely and alone. I realized that I am comfortable in myself, and I don’t need to fixate on relationships to make myself feel like I have something to talk about. I felt like I broke through a mental barrier in that respect.“

Wir sind richtig heiß auf Breach und wünschen viel Spaß mit dem Video zu Alapathy:

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Über den Autor

Fred ist 32 Jahre, wohnt in der Pop-City Damstadt und mag Hunde, Pizza und Musik.



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