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Veröffentlicht am 25.09.2020 | von Lara

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LANY – Mama’s Boy

Like water in the desert
Impossible to find
You found me when I was broken
Put me back together, gave me life
Like a flower in the concrete
So beautiful and rare
You gave me hope when I was empty
Walked me through the fire, you were there
You’re the sun to the moon
You’re my ocean, painted blue
You, I’m nothing without you
(Without you, without you)

(LANY – You!)

Das US-Trio Lany aus L.A. meldet sich mit seinem dritten Album Mama’s Boy zurück und zelebriert die amerikanische Heimat. Musikalisch nähert sich die Band mehr dem Stadionrock und hat sogar einige U2-Momente auf der Platte.

LANYs Erfolgsgeschichte reicht gar nicht so weit zurück. Erst 2014 gegründet, schlug ihr erstes selbstbetiteltes Album von 2017 direkt ein und machte die drei Amerikaner schnell zum Liebling der Hipster. Ihr eingängiger Synthpop-Rock macht sich eben gut in jeder Playlist. Nach dem Breakup-Album Malibu Nights von 2018 zollen LANY nun ihren Wurzeln Tribut und spielen Songs, die von Sänger Paul Kleins Kindheit in Oklahoma inspiriert sind. Passend dazu der Titel Mama’s Boy und ein Albumcover, das einen Cowboy beim Rodeo-Reiten zeigt.

Frontman Paul Klein zeigt den Kontrast zwischen seiner alten Heimat Oklahoma und L.A. auf Cowboy in L.A. Yeah, all the other boys in town, all look and talk the same, but I got a different kind of heart, I’m a cowboy, singt er auf dem langsamen Indie-Track. Dreamy sind die Songs von der Band alleine durch Kleins sanfte, wispernde Stimme. LANY setzen auf ihrer neuen Platte noch mehr auf größere Hymnen. If This Is The Last Time ist eine Liebeserklärung an die Eltern der Band, dessen Bedeutung in Zeiten der Pandemie wohl noch wichtiger ist. Hier weicht der altbewährte Synthesizer der klassischen Rockgitarre. Auch You! ist eine gewaltige Rockhymne, die deutlich an Bands wie U2 oder Coldplay erinnert, Kinderchor inklusive. You’re the sun to the moon, you’re my ocean painted blue, you, I’m nothing without you, heißt es im Refrain. Kitschig, aber schön.

Kleins Songwriting gibt sich auf dem neuen Album nachdenklicher, sogar spiritueller. Auf I Still Talk To Jesus beschreibt er sein Verhältnis zu seinem Glauben. LANY entdecken ebenso auf dem Album ihre Folk-Seite, zum Beispiel auf Nobody Else und Sharing You. If we can’t live forever, it’s laughin until we cry, singt Klein mit seinen angenehm beruhigenden Vocals.

Good Guys oder Sad klingen noch am ehesten nach der alten Platte – träumerischer Synthie-Pop. Dies ist eine Stärke, die sie unbedingt beibehalten sollten. Wie bei jeder anderen Band ist Stillstand eben keine Option. Auch LANY haben sich mit Mama’s Boy weiter entwickelt und präsentieren ein größeres musikalisches Spektrum. An der einen oder anderen Stelle könnte es etwas weniger Kitsch sein und dafür mehr Beats, aber dafür zeigen LANY mehr Seiten von sich.

LANY – Mama’s Boy
VÖ: 02. Oktober 2020
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