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Veröffentlicht am 14.12.2020 | von Lara

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SHAWN MENDES – Wonder

I wonder if I’m being real
Do I speak my truth or do I filter how I feel?
I wonder, wouldn’t it be nice
To live inside a world that isn’t black and white?
I wonder what it’s like to be my friends
Hope that they don’t think I’ll forget about them
I wonder
I wonder

Right before I close my eyes
The only thing that’s on my mind
Been dreamin‘ that you feel it too
I wonder what it’s like to be loved by you
Yeah
I wonder what it’s like
I wonder what it’s like to be loved by

(Shawn Mendes – Wonder)

Pop-Megastar Shawn Mendes ist erwachsen geworden. Auf seinem vierten Album Wonder experimentiert er wie nie zuvor und thematisiert seinen Celebrity-Satus, toxische Männlichkeit und Angstzustände. Teenie-Pop war gestern, jetzt wird es ernst.

Neben Justin Bieber ist Shawn Mendes wohl der aktuell berühmteste kanadische Popstar. Im Gegensatz zu seinem Kollegen war Mendes bisher immer skandalfrei und nutzte sein Saubermann-Image, um im Pop-Olymp ganz nach oben zu kommen. Und das seit 2015 erfolgreich. Songs wie Stiches oder Treat You Better wurden zu Welterfolgen und sein Hit-Song Señorita mit Freundin Camila Cabello war dieses Jahr für einen Grammy nominiert worden. Mit Wonder zeigt sich der 22-jährige nun deutlich reifer und vielseitiger als noch auf den letzten drei Alben. Er verabschiedet sich vom reinen Gitarren-Pop und bringt orchestrale Sounds, Elektronik, Soul und Disco mit rein.

Der Titeltrack Wonder klingt beim allerersten Hören zuerst sehr dramatisch, begeistert aber schnell mit seiner Power und den Lyrics. „I wonder, when I cry into my hands, I’m conditioned to feel like it makes me less of a man“, heißt es hier. Bye bye Klischee vom unverletzbaren Mann: Mendes zeigt, dass er mehr kann also nur aalglatten Pop. Mit Monster bewegt sich der Kanadier in R’nB-Richtung und hat keinen Geringeren als sein Idol Justin Bieber als Gesangspartner. Mit dem gemeinsamen Song reflektieren die beiden Stars über den Druck, berühmt zu sein. „I was 15 when the world put me on a pedestal, I had big dreams of doin‘ shows and making memories (yeah)“, singt Bieber in seinem Vers. Wer hätte das gedacht, dass die beiden Superstars so einen Song zusammen schreiben würden. Auch auf Call My Friends gibt sich Mendes nachdenklich und sehnt sich nach seinen Freunden, die er lang nicht mehr gesehen hat.

Doch vor allem ist Wonder eine Liebeserklärung an Camila Cabello, von der scheinbar jeder seiner bisherigen Songs handelt. Auf dem pulsierenden Synthiepop-Stück Dream schmachtet er von ihr, während er auf Always Been You mit großem Orchester seine Liebe besingt. Großspurige Percussions, wechselnde Rhythmen und Falsett-Gesang nehmen viel Platz auf Wonder ein. Manchmal klingt dies zusammen ein wenig zu kitschig, doch insgesamt präsentiert Mendes sich als eigentlich viel spannenderen Musiker als bisher angenommen. Seine musikalische Entwicklung schreitet mit großen Schritten voran. Passend ist auch dazu sein Albumcover, auf dem er lächelnd im blauen, weiten Ozean schwimmt. Es symbolisiert wohl einen Befreiungsschlag vom alten Sound und ein Schwimmen in neue Gewässern. Oh wunder, klingt echt gut.

Shawn Mendes – Wonder
VÖ: 04. Dezember 2020, Island (Universal Music)
www.shawnmendesofficial.com
www.facebook.com/ShawnMendesOfficial

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