Foto-© Moni Haworth
Kim Gordon veröffentlicht heute mit DIRTY TECH den zweiten Vorboten aus ihrem am 13. März via Matador Records erscheinendem dritten Soloalbum PLAY ME. Der neue Song setzt sich mit dem Machtkampf zwischen Mensch und Maschine auseinander – ein Thema, das auch im von Moni Haworth inszenierten, dazugehörigen Video aufgegriffen wird, in dem Gordon durch ein verlassenes Corporate-Office streift.
Inhaltlich kreist DIRTY TECH um Fragen nach der Zukunft der Arbeit und der Rolle von Künstlicher Intelligenz. Gordon beschreibt den Song als gedankliches Experiment: Was, wenn der nächste Boss ein AI-Chatbot ist? Mit ihren gewohnt abstrakten Lyrics nähert sie sich einer Realität, die für viele noch schwer greifbar ist – und macht sie dabei überraschend klar und greifbar.
Mit PLAY ME verarbeitet Gordon auf ihre unverwechselbare Art die Kollateralschäden der Milliardärs-Ära: den schleichenden Abbau demokratischer Strukturen, technokratische Zukunftsängste und eine von KI geprägte Kultur, deren glatte Oberflächen oft nur mit schwarzem Humor zu ertragen sind. Trotz seines gesellschaftskritischen Blicks nach außen ist das Album zugleich ein sehr persönliches Werk – voller emotionaler Intensität, körperlicher Energie und offener Fragen, die Gordon in einem permanenten kreativen Prozess halten.
Kim Gordon live:
19.04.26 Berlin, Huxleys Neue Welt

