DUST BUNNY – Filmkritik & Verlosung


Foto-© Roadside Attractions, LIONSGATE

Wie kommst du darauf, dass ich Monster töte?

(Nachbar 5B – Dust Bunny)

Wenn ein Film schon im Trailer so tut, als hätte Tim Burton, Wes Anderson und Luc Besson zusammen einen Albtraum ins Kinderzimmer versetzt, dann weißt du: Dust Bunny ist kein weiterer Horror-Output vom stetig produzierendem Hollywood-Fließband, sondern ein wildes, warmes, manchmal extrem schräges kleines Wunderkino-Monster.

Regisseur Bryan Fuller, der uns schon Serienperlen wie Pushing Daisies oder Hannibal geschenkt hat, serviert hier sein Feature-Regiedebüt – und das mit einer Mischung aus Herz, Wahnsinn und jener leicht verdrehten Fantasie, die Potential zum Kultfilm mit sich bringt.

Im Zentrum steht die zehnjährige Aurora (fantastisch gespielt von Sophie Sloan), die überzeugt ist, dass ein echtes Monster unter ihrem Bett wohnt – ein flauschiges, grimmiges Ding, das ihre Eltern verschlungen haben soll. Was dann folgt, ist nicht einfach ein weiterer Horrorfilm: Aurora heuert ihren mysteriösen Nachbarn an, einen abgebrühten, aber überraschend charmanten Auftragskiller (Mads Mikkelsen), der zwischen knallharten Punshlines und triefend schwarzem Humor eine Art unfreiwilligen Beschützer gibt.

Der Soundtrack ist funky, die Action ist spritzig, und die Stimmung tanzt wie ein Neonlicht auf Acid zwischen „Gruselig“ und „Zuckersüß“. Szenen, in denen Mikkelsens stoische Ruhe auf Auroras kindlichen Ernst trifft, sind schlichtweg zum Niederknien gut – vor allem wenn er ihren Namen jedes Mal neu verfremdet, als wäre es Running-Gag-Gold. Und dann ist da noch Sigourney Weaver, die als Laverne eine herrlich abgefahrene Präsenz bringt: geheimnisvoll, scharfzüngig und unglaublich komisch.

Visuell fühlt sich Dust Bunny wie ein Märchen an, das nachts in einem verlassenen Kaufhaus entstanden wäre – bunt, bizarr, mit fantastischen Kameraentscheidungen, die dich gleichzeitig verzaubern und leicht aus dem Gleichgewicht bringen. Klar, der Film hat Ecken und Kanten (und ein paar CGI-Momente, die etwas arg cartoonhaft sind), aber gerade das macht ihn zu so einem Erlebnis.

Am Ende ist Dust Bunny mehr als ein Monsterfilm: Es ist ein Herzstück über Mut, über das Vertrauen zwischen Kind und Erwachsenem, und darüber, dass die Monster, die uns am meisten Angst machen, manchmal genau die sind, die wir selbst heraufbeschworen haben.

Kurzum: Ein Kino-Rohdiamant mit Charakter, mit Witz, mit Wahnsinn und mit einer Energie, die dich noch lange nach dem Abspann nachhallt. Wenn du Lust auf ein Kinoerlebnis hast, das anders ist, bunt ist, und irgendwo zwischen „WTF“ und „Wow“ pendelt – Dust Bunny ist dein Ding.

Wir verlosen in Kooperation mit DCM 2×2 Kinotickets zu Dust Bunny – ihr wollt euch dieses Kino-Juwel nicht entgehen lassen und gewinnen? Dann schickt uns bis zum 9. März eine Mail mit dem Betreff „Dust Bunny“ an gewinnen@bedroomdisco.de und mit etwas Glück habt ihr Anfang nächster Woche schon frohe Gewinnkunde sowie 2 Kinogutscheine von uns in eurem digitalen Postfach!

Dust Bunny (USA 2026)
Regie: Bryan Fuller
Darsteller: Mads Mikkelsen, Sigourney Weaver, Sophie Sloan, David Dastmalchian, Rebebcca Henderson
Kinostart: 19. Februar 2026, DCM

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Dominik

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!

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