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Veröffentlicht am 4.03.2010 | von Dominik

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GUILLERMO DEL TORO & CHUCK HOGAN – Die Saat

„Lorenza, Mariana und Marisa gewidmet. Sowie allen Monstern in meinem Kinderzimmer: Lasst mich niemals allein.“

(Guillermo Del Toro – aus dem Vorwort von „Die Saat“)

Guillermo Del Toro hat ein Faible – ein Faible für Monster, mystische Kreaturen und komische Gestalten. Ob es sich um den Teufel, seinen Sohn („Hellboy“), überdimensionale Insekten („Mimic“) oder schlicht Vampire geht – der mexikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor befindet sich in seinem Terrain.

Dass er nicht nur Drehbücher schreiben kann, beweißt er jetzt mit seinem ersten RomanDie Saat“, den er nachdem die Produktion zu einer Fernsehserie basierend auf der Geschichte abgelehnt wurde, zusammen mit dem Autoren Chuck Hogan veröffentlichte. Der Roman ist als Teil einer Trilogie geplant, dem 2010 „The Fall“ und 2011 „The Night Eternal“ folgen sollen. Doch welche Monster bedrohen dieses Mal die Menschheit?

Flug Regis 753 ist gerade am JFK-Airport in New York gelandet, als die Lichter des Flugzeugs ausgehen und auch keine Verbindung mehr zu der auf der Landebahn stehenden Maschine herzustellen ist. Schnell sind alle Vorkehrungen getroffen und der Seuchenschutz vor Ort – Hilfe, die zumindest für die Passagiere von Regis 753 zu spät kommt – bis auf vier sind alle Personen an Board tot. Über 200 Leichen, die nicht nur den Schlüssel zu den Vorkommnissen für Ephraim Goodweather, den Chef der Seuchenschutzbehörde, innehalten sollen, sondern auch die Saat einer dunklen Macht bedeutet, die ganz New York zerstören könnte – wenn ihr Goodweather und seine Helfer nicht schnell auf die Spur kommen. Eine atemlose Hetzjagd beginnt.

Del Toro ist nicht nur als Regisseur ein Meister der Spannung, sondern schafft es auch mit Worten dem Leser das Fürchten zu lehren – zumindest zu Beginn von „Die Saat“. Danach verfängt er sich in stupide Metzelszenen für die er immer wieder belanglose Charaktere einführt, die viel zu schnell über die Klinge springen, als dass man eine Beziehung zu ihnen aufbauen könnte. Hier wäre es spannender gewesen einem kleineren Kreis an Hauptcharakteren zu folgen, als für einen großen Bodycount zu sorgen – gerade da sich die Szenarien des Ablebens doch sehr gleichen.

Trotzdem lohnt sich die Lektüre des Buches – gerade wegen der ersten Romanhälfte, in der man als Leser noch im Dunklen tappt und jede Seite verschlingt. Dort funktioniert der Horror des Romans, während die zweite Hälfte vielleicht wirklich besser in einer TV-Episode wirken würde – was sich unter Umständen ja noch zeigen wird, wird doch mittlerweile wieder über eine Verfilmung nachgedacht. Zuvor wird sich jedoch zeigen wo Del Toro und Hogan bei Teil zwei und drei weitermachen: Spannung, wie in der ersten Hälfte, oder Gemetzel, wie in der zweiten Hälfte. Wir hoffen auf Ersteres!

Guillermo Del Toro & Chuck Hogan, Die Saat
Heyne Verlag 2009
528 Seiten, gebunden
€ 19,95
ISBN-13: 978-3453266391

httpvh://www.youtube.com/watch?v=ZajdCzI8bmc&feature=related

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