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Veröffentlicht am 18.05.2010 | von Dorota

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MEMORY TAPES – Seek Magic

07282009_memory_tapes

after all of this time
I still feel strange
things that I’ve done that I can’t say
I followed the voice  that called my name

(Memory Tapes – Green Knight)

Es wird wieder Zeit in die Disco zu gehen. Glitzer und coole Tanzperformances ala Saturday Night Fever sind willkommen. Hier geht es aber modern und intelligent zu, Schlaghosen und weiße Anzüge haben keine Chance. Der Gastgeber für den anspruchsvollen Tanzabend: Memory Tapes.

Mit seinem Album „Seek Magic“ wurde ein neues Projekt von Memory Tapes alias Memory Cassettes alias Weird Tapes. Ja, richtig kombiniert: Memory Tapes ist die Fusion der beiden anderen Pseudonyme. Dayve Hawk – der richtige Name des jungen Elektronikers – tüftelt an Synthie Sounds, gemischt mit ein bisschen Dream, ein bisschen Wave und veröffentlicht dann auf dem eigenen Blog Weird Tapes seine Tracks. In der Freizeit wird sich dann mal kurz mit den Yeah Yeah Yeahs, Britney Spears und Michael Jackson kurzgeschlossen und schon haben wir einen neuen Remix.

Doch nun mal zu seinem Album „Seek Magic“: unter Einsatz von Synthesizer und Samplesounds, die eine Menge an Dance-Disco-Pop, effektbeladener Instrumentierung und einem butterweichen Stimmchen beinhalten hat das Album für mich das Potenzial einer DER Sommerplatten diesen Jahres zu werden. Den elektronischen Ansätzen wird eine Menge Platz gelassen sich in alle möglichen Richtungen zu entwickeln, wie man das sehr schön bei dem Lied „Graphics“ hört. Immer neue Varianten und Sounds fließen mit in das Hauptthema ein und geben dem Lied Raum zur Entfaltung und dadurch die Möglichkeit sich von strengen Vorgaben der Popmusik-Komposition zu lösen.

Andere Songs haben die Wirkung einfach nur für den Moment geschrieben zu sein. Früh morgens vor dem Heimweg kommt man selbst noch einmal zur Ruhe und versucht die Erinnerungen an den vorherigen Abend im Gedächtnis zu verankern. Um den Kitsch Faktor auch schön in die Höhe zu treiben, findet das alles natürlich bei dem gefühlt schönsten Sonnenaufgang der Welt statt! Solche Wohlfühl-Momente entstehen bei mir vor allem bei „Swimming Field„, „Green Knight“ und „Run Out“ vor, welches den Abschluss der CD bildet und völlig ohne Gesang auskommt.

Wenn ich mir jetzt mal heraus nehme, Memory Tapes mit irgendwas zu vergleichen würde ich sagen, dass wir hier Parallelen zu Delphic finden können. Allerdings ist „Seek Magic“ deutlich abwechslungsreicher. Trotz der absichtlichen Spielerei mit verschiedenen Sounds wirkt die Platte reifer und hält immer noch eine musikalische Überraschung für den Hörer parat.

45von521

Memory Tapes – Seek Magic
VÖ: 14. Mai 2010, Something In Construction
www.myspace.com/memorytapes
http://weirdtapes.blogspot.com

httpv://www.youtube.com/watch?v=7Lv77waIQLY&feature=related

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