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Veröffentlicht am 26.05.2010 | von Dominik

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TALKING TO TURTLES – Interview

Viel hatten wir am diesjährigen Langspiel-Debüt von Talking To Turtles nicht auszusetzen – außer vielleicht, dass „Monologue“ (hier gibt es unsere Kritik) mit 36 Minuten etwas zu flott vorüber ist – wollten wir doch noch mehr Zeit mit Songs wie „Monster’s Teeth“ oder „25th Anniversary“ verbringen. Aber was soll’s – dafür gibt es ja den Repeat-Knopf! Oder eben auch das Live-Konzert. Diesen Donnerstag kommen Talking To Turtles nämlich nach Offenbach in den Hafen 2! Grund genug dem Duo, das hinter dem Bandnamen steht mal ein paar Fragen zu stellen. Daher jetzt an dieser Stelle als kleinen Appetizer auf morgen: unser Interview mit Talking To Turtles!

1.) Steckbrief:

– Name: talking to turtles
– Bandmitglieder: claudi göhler, florian sievers
– Gründungsjahr: 2007 / 2008
– Standort: leipzig (heimat: rostock)
– aktuelles Album: monologue

2.) Fragenkatalog:

– Wie kam es zu Talking To Turtles?
ttt begann als ein soloprojekt meinerseits. solo, weil ich gleichzeitig in einer rock-band als sänger tätig war und mich zu hause nebenbei an den leiseren tönen versucht habe. claudi agierte im heimischen wohnzimmer von anfang an als erste kontrollinstanz bis sie sich irgendwann ein paar instrumente in die hand nahm und dazu gespielt hat. so ist „es“ passiert.

– Welche Bedeutung hat der Name, bzw. wie kamt ihr darauf?
kurz vor dem ersten ttt konzert musste innerhalb weniger stunden ein name her. der flyer sollte in druck gehen. das kam recht unverhofft. ich saß gerade mit meinem damaligen mitbewohner in der küche und nach einigem brainstormen und seinem anstoß in form von „…irgendwas mit talking…“ fielen mir sofort die schildkröten ein. ein lange gehegte aber nie verwirklichter haustierwunsch meinerseits fand so zumindest den ansatz einer Kompensation. der rest würde den rahmen dieser txt-datei wohl sprengen 😉

– Eure Debüt-EP habt ihr als kostenlosen Download veröffentlicht – was war euer Ziel damit, bzw. hat es sich für euch rentiert?
der kostenlose download war zu diesem zeitpunkt das beste was wir machen konnten. wir hatten diese fünf songs im kasten und auch den plan ein kleine auflage von selbstgebastelten tonträgern auf konzerten zu verkaufen, nur fehlten uns die konzerte. ein download beim „verein ehemaliger nachbarn“ war einfach eine tolle möglichkeit viele leute mit den songs zu erreichen.

– Ihr habt euer Debütalbum „Monologe“ selbst produziert – woher habt ihr das Technik- und auch Produktions-Wissen?
allein hätten wir das nie hinbekommen. schon unsere ep haben wir im berliner wg-zimmer von charlie paschen, einem freund aus rostock (heute berlin) aufgenommen. er hat die technik (bandmaschine, mikrofone usw.), den enthusiasmus und viele ideen und wir unserer songs. eine spitzen kombination wie wir finden.

– Die Produktion lief innerhalb von 10 Tagen in Berlin in einer WG ab – wie kam es dazu bzw. Was waren die Schwierigkeiten?
Schwierigkeiten gab es beim zeitbudget. klar war es kein riesiges studio, das hunderte von euro pro tag kostet, aber wir hatten etwas probleme unsere ganzen sachen, die wir sonst so machen mit ttt zusammenszubekommen. so haben wir uns also die nächte um die ohren geschlagen, gelacht und geflucht. immer wieder schön.

– Was inspiriert euch zu Lyrics?
textlich behandelt monologue viel kindheitserinnerung und kleinere bis größere schicksalsschläge. die besten ideen kommen uns meist zwischen tür und angel, kleine ideenblitze so zu sagen. dann muss schnell eine gitarre her oder die aufnahmefunktion des handys betätigt werden, der feinschliff kommt dann später.

– Eines unserer Lieblingslieder ist „Monster’s Teert“ – könnt ihr uns sagen, worum es darin geht, wie der Song entstand und was die Geschichte dahinter ist?
monster`s teeth ist glaube ich der zweite ttt song. er gehört in die kategorie fieser schicksalsschlag mit langem atem.

– Am Anfang war Taklung To Turtles ein Soloprojekt, jetzt seid ihr zu zweit und auf eurer Myspace-Seite steht etwas davon, dass ihr noch expandieren wollt – welche Gründe hat das?
momentan spielen wir fast alle konzerte zu zweit. das funktioniert und macht ne menge spaß. allerdings versuchen wir so oft wie möglich mit mehreren leuten, also mindestens zu dritt oder auch zu viert, auf der bühne zu stehen. zu dritt klappt es hin und wieder. dann gemeinsam mit stefan streck ( microstern, micronaut). die songs bekommen dadurch einfach eine weiter ebene, mit drums und einigen elektronischen elementen. auf diese weise haben wir die songs schon oft umarrangiert. leider ist das dann auch immer mit viel zeitaufwand verbunden, den wir zu selten hinbekommen. aber unsere tour ende mai bestreiten wir dann in einer viererbesetzung. ich bin schon gespannt.

– Was macht ihr, wenn ihr nicht Musik macht?
wenn wir nicht musik machen sind wir noch fleißig am studieren. claudi ist fast fertig, ich habe noch 3 semester vor mir. das macht es nicht immer einfach mit ttt, aber noch geht’s.

– Kann man als kleine deutsche Band „nur“ von der Musik leben? Wie?
ich weiß es nicht, ich bin selbst gespannt. noch ist es für uns eine leidenschaft die sich gerade so selbst trägt. aber auch wenn sie es nicht täte, würden wir es genauso weiter machen. wir lassen uns überraschen was mit ttt in den nächsten monaten passiert.

– Das haben wir 2009 gelernt?
das ttt ziel 2009 war monologue fertig zu stellen und rauszubringen. das hat geklappt. wir haben also gelernt wie es sich anfühlt seine eigene platte in der hand zu halten.

– Eure Pläne fur 2010?
konzerte, konzerte, neue songs!

– Wer hat den Fragenkatalog ausgefüllt?
Flo, i.A. von Claudi

// photo by stefan streck

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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