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Veröffentlicht am 23.06.2010 | von Franzi

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JAMES YUILL – Movement In A Storm

you discover the rainbow with me.

(James Yuill – Crying For Hollywood)

Dunkle, wabernde Synthesizer eröffnen das neue Album „Movement In A Storm“ von James Yuill.  Die ersten Worte, die erklingen sind „Nobody knows it, but its true. I hate myself and I hate you too, but I won´t tell anyone“. Dann legt auch noch der trockene, harte technoide Beat los und setzt damit meiner Verstörtheit endgültig die Krone auf: „Huch, was ist denn da los?“ Ein gewaltiger Sturm scheint in der Tat über James Yuill hinweggefegt zu sein, der dessen liebenswürdige Verspieltheit und Folk-Leichtigkeit gleich mit sich gerissen hat.. . .

Naja, ich übertreibe, denn soviel hat sich doch nicht verändert. James Yuill sieht nach wie vor aus wie der perfekte Schwiegersohn, dem man und vor allem frau niemals böse sein kann. Seine Gitarre streichelt er auch,  immerhin werden die gebrochenen Akkorde darauf  immer noch liebevoll gezupft und sein Gesang wirkt weiterhin wie ein warmer Tee im Winter: beruhigend und eeeasy.

Die folgenden neun Lieder auf seiner neuen zweiten Platte knüpfen an das musikalische Erfolgskonzept seines Debüts an: akustisches Songwriting gepimpt mit Synthie und Tanzbeat. Dabei bleibt er aber gewohnt bescheiden, angenehm unaufdringlich und seine Songs klingen alle wie mit einem  schelmischen Augenzwinkern komponiert . So als ob sich James Yuill dachte: „Ey, ich bin kein langweiliger Jack Johnson Verschnitt, hör dir mal den Beat an Baby, kannste deinen verträumten Surfertanz verhacken“ oder “ Ey, ich bin kein Möchtegern Ed Banger-Elektro-Hipster, guck mal das ist eine Gitarre, die ist aus Holz und  nicht aus Plastik wie dein Laptop! Der kann ich wunderschöne Töne und Riffs entlocken, voll analog, ohne Battierie…“

Der 28-jährige Londoner ist ein Sympathieträger sondergeichen und das spürt man in jeder Sekunde seiner Musik. Melodieselig, ein bisschen kitschig, aber mit gut produziertem und durchdachten RRRums erwärmen die Lieder das Herz und sorgen, zumindest bei mir im Moment für Dance-Movement in the Sun.

4von511

James Yuill –  Movement In A Storm
VÖ.: 18. Juni 2010, Cooperative Music (Universal)
http://www.myspace.com/jamesyuill

James Yuill – On My Own

httpv://www.youtube.com/watch?v=rgFseMoI9DM

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