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Veröffentlicht am 25.06.2010 | von Franzi

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ROBYN – Body Talk Pt.1

None of these beats are raw.
None of these beats ever break the law.
None of dem kicks go boom.
None of dem bass lines fill the room.

(Robyn – None Of Dem feat. Royksopp)

Sie singt mir aus dem Herzen. Das war der erste Gedanke, der in mir den Kopf schoss als ich Body Talk Pt. 1 anhörte. Aber alles auf Anfang.

Ich war mir der Existenz Robyns zwar die ganze Zeit bewußt, hielt sie allerdings immer für ein flaches dänisches Popsternchen, das achtung: eine Castingshow  gewonnen hat und auf 80s-Chick-Popgirlie macht. Äh, ok. Mehr daneben geht wohl gar nicht und ich blamiere mich gerade bis auf die Unterhose. Aber ich wollte jetzt eh ein bisschen Body Talk machen, von daher ist nackte Haut von Vorteil. Außerdem bin ich ja nun sowas von eines besseren belehrt worden! Denn Robyn ist  kein Girlie, sondern Drama Queen der Extraklasse. Das hat sie schon mit „Be Mine“ oder mit „With Every Heartbeat“ vor vier Jahren bewiesen.  Auf Body Talk Part 1, das erste von drei Minialben, die Robyn in nur kurzen zeitlichen Abständen dieses Jahr auf ihrem eigenen Label veröffentlichen will, erzählt sie weiterhin diese ganz persönlichen und doch universellen Geschichten von den kleinen großen Gefühlen.

Wie herzzerreißend ist beispielsweise die neue Single  „Dancing On My Own“, in der sie die vielgeweinten Tränen auf der Tanzfläche besingt, das jugendliche Begehren und das letzte Fünkchen Hoffnung, das mit dem erbarmungslosen Neonlicht am Ende verebbt. Und das aus dem Munde Robyns, dieser gestandenen Frau in Stilletos und koketter Kurzhaarfrisur. Vormachen tut sie sich und uns schon lange nichts mehr, und dieser Authentizität ist Gold wert und macht ihre Musik alles andere als belanglos, sondern zu geistreichem, intensivem Pop. „Don´t fucking tell me what to do“ raunt sie ins Megafon auf dem Eröffnungstrack, die Lippen sind geschürzt, die Stirn in Falten gelegt, Robyn die Femme Fatale von heute, die weiß was geht und was nicht. „None of dem move my intellect“ kommt arrogant, aber ja Baby ja, du hast so Recht. Und Royksopp liefern gleich noch den Housebeat und die intelligente Disco ist perfekt. 14

Body Talk Part 1 verkörpert genau das, was Thees Uhlmann mal besungen hat: Du nennst es Pathos, ich nenn es Leben. Robyn nennt es Leben.

5von58

Robyn – Body Talk Pt.1
VÖ.: 18. Juni 2010, Ministry Of Sound (Warner)
http://www.myspace.com/robynmyspace

Robyn –  Dancing On My Own

Robyn ‚Dancing On My Own‘ (Official Video) from Robyn on Vimeo.

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