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Veröffentlicht am 21.01.2011 | von Dominik

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SPOKES – Everyone I Ever Met

I feel your heavy soul,
even twice as warm,
do you feel like less is more?
It happens all the time,
the years set in your eye,
between yours and mine.

(Spokes – 345)

England, Mutter diverser Indie-Kapellen, Pop-Gestalten und breitbeinigen Rocker-Cliquen – wo sollen wir deine neuste Ausgeburt einordnen? Wobei „neuste“ relativ ist, denn im Fall der Band Spokes aus Manchester gab es ja schon ein selbstveröffentliches Debütalbum. Doch jetzt halten wir mit „Everyone I Ever Met“ das erste, brav über ein Label vertriebene, Album in den Händen. Darauf zu finden: Mehrstimmigen Gesang, E-Gitarreske Post-Rock-Anleihen, Streicher, elfenhaftes Gemauschel…

We Can Make It Out„, als Vorbote und erste Single des Albums zeigt die fünf Briten in bester Arcade Fire-Manier – der schon erwähnte mehrstimmige Gesang, treibende Gitarren-Schlagzeug-Battle, Verschnaufpausen mit Streicher-Einsatz – mitreißend, schön, treibend! Der Titelsong „Everyone I Ever Met“ bietet einem danach erstmal zu Beginn Raum zum Träumen, was auch am elfenhaften Gesang und der atmosphärisch schleichenden Untermalung liegt, die sich dann zur Mitte des Songs zu einem Schlagzeug-Gewitter zusammen zieht, um dann in einem orchestralen Zusammenspiel aus Schlagzeug, Gitarre und Geige zu enden – 7:41 Minuten wurden schon weitaus langweiliger gestaltet. Wenn dann der Gesang nach ca. fünf Minuten einsetzt, fühlt man sich an eine andere große Band dieser Art erinnert, nämlich an die Dänen von Efterklang!

Bei all dieser Verspieltheit und orchestralen Gewalt und Vielfalt, zeigt „Sun It Never Comes“ auch, dass man auch einfache Akustik-Gitarren-Balladen spielen kann – Gesang, Gitarre, 1:48 Minuten – jedoch auch klar einer der schwächeren Songs der Platte. „Give It Up To The Night“ überzeugt dann schon eher mit seinem schönen Piano-Geige-/Mann-Frau-Gesangs-Zusammenspiel. „Peace Racket“ gehört dann wieder zu dem eher Post-Rock-mäßigem Anteil des Albums: Zu Beginn schwirrendes Gebrumme, das sich trotz ruhigerem Mittelpart zu einem folkigen Gitarrengetöse steigert. „Torn Up In Praise“ geht den Umgekehrten Weg und schafft noch die Wende zu „We Can Make It Out“-ähnlichem Broken Social Scene-/Arcade Fire-Gewand, nachdem man zu Beginn Alles, aber auch wirklich Alles aus Schlagzeug und Gitarrensaiten geholt hat…

Insgesamt zeichnet sich „Everyone I Ever Met“ durch die abwechslungsreichen Kompositionen, die vielfältige Instrumentierung und den mehrstimmigen Gesang aus – wenn eine Kreuzung aus Arcade Fire und Efterklang eine Mischung aus Post-Rock und Folk machen würden, wäre man eben bei den Spokes…

Spokes – Everyone I Ever Met
VÖ: 21. Januar 2011, Counter Records
www.myspace.com/spokessound
http://spokesband.tumblr.com

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