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Veröffentlicht am 4.03.2011 | von Dorota

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MUNK – The Beat & The Bird

a day became a week
a week became a year

(Munk – So Close)

Can I have your attention? So startet das neue Album „The Beat & The Bird“ von Munk und legt mit den nachfolgenden Sounds das Programm für den housig-Pop-Disco-angelegten Abend fest. Dabei wird verziert und verschmückt, bis man die Ernsthaftigkeit dieser Platte anzweifeln kann.

Aber moment, wir fangen mal vorne an: „The Beat & The Bird“ ist Mathias Modica’s drittes Album. Ganze 12 Sängerinnen aus unterschiedlichen Herkunftsländern wurden eingekauft um auf der Platte für Abwechslung und zum Teil für Orientierungslosigkeit zu sorgen. Während die Synthi-Beats nur so herumspringen, läuft der Bass unaufhörlich und konstant. „La Musica“ zum Beispiel hat Ansätze von zufällig gewählten Tönen, wenn man sich nur mal den Synthesizer-Computersounds widmet. Wobei im Hintergrund glasklar der Bass als Metronom funktioniert. Bei anderen Liedausschnitten, wie bei „No Moon (…over Kuala Lumpur)“ hat man das Gefühl die Einfachheit ist das Konzept, das hier verfolgt wird. Und obwohl die Platte so leicht und beschwingt daher kommt, Melodien herumtänzeln lässt und sich auf ganz einfache Sachen beruft, steckt genug Detail und Komplexität in ihr. Aufwendig gestaltete Discomusik sozusagen.
Das Album hat insgesamt Stärken und Schwächen. Die Stärken haben wir ja schon abgehakt. Die Schwächen müssen wir aber leider auch hier erwähnen: das Album plätschert. Obwohl die Abwechslung nicht bestreitbar ist und auch die Liebe und Arbeit zu den einzelnen Songs deutlich wird, plätschert das Album vor sich hin. Höhepunkte sind tatsächlich nur in „La Musica“ erkennbar, der nächste ist dann „So Close“ und „A Bored Heart„. Warum gerade diese Songs? Weil sich auch innerhalb der zusammen 7:44 Minuten langen Songs was tut und nicht unbedingt in die reine House-Disco-Ebene abdriftet.

Nicht, dass ich etwas gegen House- oder Discomusik habe! Das mit Sicherheit nicht. Aber zu diesem Thema gab es schon einige bessere Alben. Muss man deswegen das Munk Album schlecht reden? Nein! Es hat eine Konstante, die vielleicht sogar die Absicht haben könnte, den DJ davon abzuhalten eine andere Platte einzuwerfen. Stattdessen regt der gleichbleibende Beat dazu an, „The Beat & The Bird“ treu zu bleiben – man hat sich ja sowieso auf das Tempo eingetanzt. Wenn das der Plan war, dann ist das ein genialer Schachzug, Mathias Modica.

35von51

Munk – The Beat & The Bird
VÖ: 25. Februar 2011, Gomma (Groove Attack)
www.myspace.com/munkfromgomma

Munk „La Musica“ from Leroy Hanghofer on Vimeo.

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