Musik

Veröffentlicht am 12.11.2011 | von Tom

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FLASHGUNS – Passions of a Different Kind

I feel great,
I look great,
I feel dead,
I feel deader.

So I go to my mother and I go to my father and I go to my lover.

(Flashguns – The Beginning)

Das erste Mal eine Zigarette rauchen. Meist hauptsächlich kratzig, bitter. Ein bisschen wird einem schwindlig, vielleicht klopft sogar der Mageninhalt am letzten Ende der Speiseröhre an. Alles in Allem kein wirklich gutes Erlebnis. Trotzdem findet man sich Jahre später bei klirrender Kälte draußen auf der Straße bibbernd wieder, während man verzweifelt mit dem Feuerzeug darum kämpft eine Flamme zu Stande zu bringen um sich Eine anzuzünden.

Das erste Mal Flashguns hören ist nicht so unangenehm, wie das erste Mal Eine zu rauchen. Dazu erscheinen die drei Briten einem viel so harmlos. Das geht einem fast auf Albumlänge so. Bis das letzte Stück auf dem Album anläuft: ‚Racing Race‚. Selten nimmt ein Song einen so in seinen Bann. Man fühlt sich von ihm aufgesogen, wie eine verglühende Zigarette.

Anschließend steht man da: verraucht und ein bisschen verwirrt. “War das gerade wirklich die Band, die das ganze Album gemacht hat? Aber, dann muss der Rest des Album doch auch gut sein!” Die Ohren nun gespitzt auf jede kleinste Note, jeden Ton von ‚Passions of a Different Kind‚ und es erschlägt einen – wie die Erkenntnis mit dem Rauchen nicht einfach wieder aufhören zu können: Alles macht Sinn, alles hat seinen Platz auf dieser Platte redlich verdient.

Produziert wurde dieses Suchtmittel von Barny Barnicott und Luke Smith, die schon bei den Foals und Kasabian ein Händchen für den richtigen Sound hatten. Trotz oder vielleicht nur wegen der drei Mann Besetzung schafft es die Band zusammen mit den Produzenten den Bass an den richtigen Stellen Wummern, die Gitarre in den richtigen Passagen und das Schlagzeug in den richtigen Takten krachen zu lassen. Nie entsteht dabei Sound-Brei, sondern stets lässt sich alles gut differenziert heraushören.

Jeder Song begeistert dadurch auf andere Weise und doch klingt die Platte nicht wie von zehn Bands, sondern wie von einer. Angestachelt durch dieses Erfolgserlebnis hört man die Platte immer und immer wieder. Dabei wird das gute Stück immer und immer besser und hinterlässt einen immer hungriger sie noch mal anzuhören.

Ich bin Kettenhörer geworden. Ob ich mich dem entziehen kann steht in den Sternen. Vielleicht beim nächsten Album der Flashguns. Erwarten kann ich es kaum.

Flashguns – Passions of a Different Kind
VÖ: 14. Oktober 2011, Humming Records
www.flashguns.com
www.myspace.com/flashguns

httpvh://www.youtube.com/watch?v=ibJ37bk9Mv0&feature=channel_video_title

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