Reviews The Duke Spirit - Bruiser CD-Kritik

Veröffentlicht am 27.11.2011 | von Tom

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THE DUKE SPIRIT – Bruiser

The Duke Spirit - Bruiser CD-Kritik

I don’t look back,
Why would you?

(The Duke Spirit – Cherry Tree)

That was a mad evening yesterday. Mit der Freundin gestritten, im Suff die besten Freunde vergrault und im Morgengrauen stinkend und besoffen nach Hause geschleppt. Kaum geschlafen. Der Blick starr auf das Telefon gerichtet. Am Überlegen ob man anrufen soll oder darauf wartet, dass sie sich meldet. Zum Supermarkt geschleppt. Alles kotzt einen an. Alles dreht sich nur darum, ob man sich melden soll oder warten soll. So vergeht die ganze Woche. Schlauer wird man nicht. So in der Art hört sich das neue The Duke Spirit Album an. Vielleicht wollten sie auch genau das damit ausdrücken. Nicht umsonst heißt es ‚Bruiser‚. Wie das Gefühl, wenn man meint eigentlich nichts falsch gemacht zu haben, es eigentlich besser weiß und deswegen um so mehr auf Alles und Jeden ein bisschen überreizt reagiert. Durch das ganze Album zieht sich eine verkappte Wut, die man nicht genau zu ordnen kann, ob man sie gegen sich selbst oder auf die anderen richtet.

Musikalisch ist das Ganze typisch im Stil von The Duke Spirit unterlegt. Der Bass knarzt, als ob jemand die Schrauben am Verstärker gelockert habe, damit es noch ein bisschen mehr schepppert. Das Schlagzeug ist kraftvoll, treibend, aber nie zu aufdringlich. Die Gitarre ist Akzent, der passend ausbricht um Liela Moss kühle Stimme zu unterstützen. Generell fängt Moss nie an zu brüllen, transportiert dennoch Wut und innere Aufgewühltheit in ihrer Stimme, die viele andere Sängerinnen neidisch mache könnte.

Das Schlusslicht auf dem Album bildet der Song ‚Homecoming‚, der reumütig klingt. Fast so als würde man sich endlich durchringen können, selbst zum Hörer zu greifen und sich für seine Entgleisungen der Nacht zu entschuldigen.

The Duke Spirit – Bruiser
VÖ: 23. September 2011 (Cooperative Music/ Universal)
http://thedukespirit.com
http://www.myspace.com/thedukespirit

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