Reviews The Miserable Days - Miss You In The Days Kritik

Veröffentlicht am 2.12.2011 | von Fred

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THE MISERABLE RICH – Miss You In The Days

The Miserable Days - Miss You In The Days Kritik
Dance, my friends
Dance and cheer through the night
While we still have the chance
Still have the appetite

The Miserable Rich – Ringing The Changes

Miss You In The Days‚ ist das nunmehr dritte Album des Kammerpopkollektivs um James de Malplaquet. Die Brightoner Kombo existiert jetzt schon vier Jahre und erfreut den geneigten Hörer mit Violinen und Cello Klängen, die in melancholisch-optimistische Klangteppiche eingebetet werden. Der dritte Longplayer ist ein Konzeptalbum geworden, dessen Motto die Band als „Spooky, but sexy“ betitelt. Soll heißen: Auf ‚Miss You In The Days‘, das in Amerika an Halloween erschien, dreht sich alles um Geister und damit verbundene Themen, wie Sehnsüchte und Vergänglichkeit.

Schon der Opener ‚Laid up in lavender‘ becirct mit einer wohlig-gruseligen Grundstimmung. Hier wird James de Malplaquets Timbre viel Platz gegeben, den Rest erledigen die permanent präsenten und dramatischen Violinen. Und an diesem Grundkonzept, der Kombination aus Malplaquets Stimme, Violinen bzw. anderen Streichern und einer spooky Stimmung wird das komplette Album über festgehalten. Im Gegensatz zu den Vorgängern wirken die Streicherarrangements ein wenig klassischer und im Detail ausgefeilter. So auch auf ‚Ringing The Changes‚, ein Song der sich Zeit lässt und dadurch umso intensiver wirkt. Die fünfminütigen Ode an die Vergänglichkeit überzeugt in allen Disziplinen: Hier passen Songwriting und Komposition einfach perfekt und auch der Kontext wird eingehalten. Doch auch andere Tracks, wie das beinahe fröhlich-beschwingte ‚On a certain night‘ oder die halb ruhige, halb melodramatische Ballade ‚Honesty‘ überzeugen.

The Miserable Rich legen mit ‚Miss You In The Days‘ ein gelungenes Konzeptalbum vor, dessen Thema im ersten Moment ein wenig unzugänglich anmutet. Doch im Verlauf der Platte zeigt sich, dass die Geisteridee erstaunlich gut mit dem Stil der Miserable Rich und vor allem den schon bekannten Streicherelementen harmoniert und funktioniert. Zudem ist  die Band in ihrem Sound variabler geworden, woran der neu hinzugestossene Drummer David Schlechtriemen (Driver Drive Faster, Voltaire) nicht ganz unbeteiligt ist. Er gibt den Songs ein wenig mehr Richtung und Drive und dadurch auch ein Stück mehr Zugänglichkeit. Aber was soll man bei einer Band, deren Arrangements von solchen Indie-Heroen, wie Will Calderbank (Mumford & Sons, The Leisure Society, Sons Of Noel & Adrian) oder Mike Siddell (ex Hope of the States, Lightspeed Champion) stammen, anderes erwarten. Ein Problem eher allgemeiner Natur konnten The Miserable Rich mit ‚Miss You In The Days‘ gekonnt umschiffen. Die bisherigen Alben waren allesamt sehr homogen und Hits auszumachen fiel immer schwer. Durch den Konzeptalbenkontext wird das Verlangen nach eben solchen jedoch gemindert und so lässt man sich gerne von James Malplaquet durch das Geisterhaus führen.

The Miserable Rich  – Miss You In The Days
VÖ: 04.November (Hazelwood Vinyl Plastics/ Rough Trade)
http://www.themiserablerich.com
http://www.myspace.com/themiserablerich

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Über den Autor

Fred ist 32 Jahre, wohnt in der Pop-City Damstadt und mag Hunde, Pizza und Musik.



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